Wenn es bei uns nasskalt ist, ist die Aussicht auf eine Auszeit im sonnenverwöhnten Italien ein Silberstreif am Horizont. Im Winter erlebst du Italien ohne Touristenandrang und kannst dich an den Farben der bunten Fassaden und des Meeres erfreuen.

Und es gibt zahlreiche Alternativen zu Klassikern wie Rom oder Venedig. Du hast die Qual der Wahl zwischen milden Temperaturen, beeindruckender Architektur, kulinarischen Köstlichkeiten und Entschleunigung mit Meerblick.

1. Bagni San Felippo, Toskana

Im Winter in warmem Wasser planschen? Die Bagni San Felippo, heiße Quellen in den Wäldern der Toskana, empfangen dich zum Bad mit 25 bis 52 Grad heißen Wasserbecken. Im Winter zeigt sich das kostenlose Naturspektakel mit Nebelschleiern über dem Tal. Einfach mystisch! Du kannst in dem winzigen Ort auch unterkommen oder eine kulturreiche Stadt im Umland wählen.

Das 50 Kilometer entfernte Siena bietet sich an. Die reizende Stadt inmitten der Toskana ist umgeben von Hügeln. In Sienas autofreier Altstadt reihen sich historische Bauwerke aneinander. Die Piazza del Campo, der aus schwarzem und weißem Mamor erbaute Dom und die Cattedrale di Santa Maria Assunta gehören zu den Highlights der Unesco-Welterbe-Stadt und sind im Winter wunderbar entspannt zu entdecken.

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2. Palermo, Sizilien

Palermo, die Hauptstadt Siziliens, ist für Fans von mildem Klima im Winter ein Topziel. Die Temperaturen liegen auch im Dezember oft noch bei 16 Grad. Die langen Sandstrände, zum Beispiel der von Mondello, sind leer und laden zu Spaziergängen ein. Auch Wanderungen durch die jetzt vielfältige Natur bieten sich an.

Im Winter kannst du nicht nur die typischen Sehenswürdigkeiten der 700.000-Einwohner-Stadt in Ruhe genießen (wie die Kathedrale, die Piazza Pretoria und das Tetro Massimo), sondern auch in das Leben der Sizilianer und Sizilianerinnen eintauchen. Im Stadtteil Albergheria wirst du beispielsweise kulinarisch glücklich. Auf dem quirligen Markt Ballarò werden täglich zubereitete Speisen palermitanischer Art und frische Lebensmittel angeboten. 

Stadtansicht vom Dach der Kathedrale von Palermo.

3. Fasano, Apulien

Sechs Stunden Sonne täglich vermeldet der für seinen Safarizoo bekannte Ort Fasano in den Wintermonaten. Und im November beträgt die Durchschnittstemperatur noch 13,5 Grad in der süditalienischen Stadt in Apulien. Die weißen Gassen der Altstadt sind gespickt mit Bars und Trattorien und die 40.000-Einwohner-Stadt ist reich an Kirchen. Die imposanteste: San Giovanni Battista, die aus Tuffstein erbaut wurde.

Sehenswertes Winterreiseziel: Fasano in Italien.

Die Selva di Fasano, die auch als „italienischer Balkon im Osten“ betitelt wird, ist die grüne Lunge des Ortes und beherbergt einen üppigen Wald. 400 Meter über dem Meeresspiegel gelegen, blickst du von der Hügelspitze kilometerweit über Olivenhaine bis zum Meer.

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Um Weihnachten herum beherrschen eine lebensgroße Weihnachtskrippe und 5000 Lichter, die den Kometenstern darstellen, den Berg Monte Rivolta. 

4. Termoli, Molise

Kein tristes Wintergrau, sondern das intensive Blau der Adria zieht dich in Termoli in seinen Bann. Die mittelalterliche Altstadt ragt ins Meer und hohe Stadtmauern umgeben das historische Zentrum des Ortes. Und das Farbenspiel geht weiter: Die engen Gassen mit den bunten Häuserfassaden lassen mitten im Winter Frühlingsgefühle entstehen und die Kathedrale aus dem 13. Jahrhundert nimmt dich mit auf Zeitreise.

Wer die Weite und das Meer sucht, wird am großzügigen Strand Sant’Antonio glücklich, der im Winter fast menschenleer ist und einsame Spaziergänge erlaubt. Noch mehr Naturerlebnisse werden nach einer kurzen Überfahrt erreicht. Vom Hafen in Termoli gelangst du innerhalb einer Stunde in die Naturparadiese der Tremiti-Inseln

Blick vom Strand auf die Altstadt: Im Winter bietet Termoli farbenfrohe Urlaubsstunden an der Adria.

5. Procida, Kampanien

2022 wurde die Insel Procida mit ihrem gleichnamigen Hauptort zur italienischen Kulturhauptstadt gewählt, unter anderem mit der Begründung, dass die „architektonische und landschaftliche Dimension des Ortes außergewöhnlich ist“. Die kleinste Insel im Golf von Neapel bietet dir Postkartenidylle, Mafia-Vergangenheit (bis 1988 schmorten Mafia-Bosse im Gefängnis von Procida) und authentischen Charme.

In den engen Gassen, durch die stilecht die Katzen streifen, findest du in den Wintermonaten genügend Platz. Und in den Hafenrestaurants schmeckt der frische Fisch abseits des Trubels, den Procidas Besucher und Besucherinnen im Sommer verbreiten. Wer für seine Winterauszeit ein farbenfrohes Kleinod sucht, ist hier richtig.

Ein Aufenthalt auf Procida bringt Farbe und Licht in die dunkle Jahreszeit.

6. Camogli, Ligurien

Eine Traumreise für den Gaumen bietet Camogli. Mit steil aufsteigenden Straßen, bunten Fischerboote und Häusern, kristallklarem Wasser und kulinarischen Köstlichkeiten beendet das malerische Fischerörtchen in der Nähe von Genua den Winterblues.

Beim Genuss von deftigem Focaccia di Recco, einem Glas Bitterorangenlimonade (Chinotto) und der süßen Köstlichkeit Camogliesi wird die Seele gestreichelt.

Die Abtei San Fruttuoso ist ein attraktives Ziel in der Nähe von Camogli.


Per Fähre oder zu Fuß erreichst du von Camogli aus die idyllisch gelegene Abtei San Fruttuoso, die in einer Bucht liegt. Die Wanderung zu dem Benediktinerkloster erstreckt sich entlang der Küste durch unberührte Natur und bietet tolle Panoramablicke. Wer will, wandert danach weiter bis nach Portofino.

7. Cinque Terre, Ligurien

Ein Besuch der fünf Dörfer Monterosso, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore, die Cinque Terre bilden, lohnt sich auch im Winter. Ohne Touristenandrang schlenderst du durch die malerischen Gassen und an sonnigen Wintertagen ist sogar die Jacke überflüssig. Eine winterliche Attraktion ist der Hügel über Manerola, der zur Weihnachtszeit mit lebensgroßen Weihnachtsfiguren geschmückt ist.

Vom 7. November bis Ende März sind außerdem die Cinque-Terre-Wanderwege ohne Eintritt passierbar. Besonders bequem kannst du zwischen den verträumten Dörfern auch per Zug pendeln. Unbedingt sehenswert – auch im Winter – ist der Sonnenuntergang in Riomaggiore vom Hafen aus. Mit einem Sundowner in der Hand kommt dabei schon wieder Sommerlaune auf.

Riomaggiore bei Sonnenuntergang weckt Sommergefühle.

8. Perugia, Umbrien

Weihnachtsgefühle italienischer Art erlebst du in Perugia. Die Altstadt thront auf einem Hügel und kopfsteingepflasterte Straßen führen zu Sehenswürdigkeiten wie der etruskischen Stadtmauer, zur Piazza Grande oder dem Palazzo dei Priori. Bekannt ist die Provinzhauptstadt auch für ihre Schokoladenpralinen, die sogenannten baci perugina, deren Genuss zur Winterzeit dazugehört.

Auf der Piazza IV Novembre in Perugia befindet sich der Marmorbrunnen Fontana Maggiore.

In den engen Gassen der Altstadt findest du viele Lebensmittelgeschäfte, lokale Spezialitäten und Trattorien. Wer tiefer in die Kulinarik eintauchen möchte, kann in Perugia beispielsweise einen Pasta- und Tiramisu-Kurs belegen. Dort lernst du in der Küche von lokalen Gastgebenden die Raffinesse von italienischen Familienrezepten kennen. Genau das Richtige, um sich den Winter zu versüßen.