Europa ist groß, bunt und vielseitig. Jeder einzelne Staat hat seine eigene Geschichte, seinen eigenen Charakter – und jede Menge Sehenswürdigkeiten. Von der Sagrada Família nach Stonehenge, vom Louvre zum London Eye, vom Kolosseum auf die Karlsbrücke: Staunen ist erlaubt bei unserer abenteuerlichen Tour zu den schönsten und spektakulärsten Sehenswürdigkeiten in Europa. Wer reist mit?

1. Stonehenge in Südengland

Stonehenge ist der wohl berühmteste Steinkreis der Welt. Im Süden Englands ragen die gigantischen Monolithen in den Himmel, über deren Entstehung Archäologinnen und Wissenschaftler bis heute unschlüssig sind. Seit 1986 gehört Stonehenge zum Weltkulturerbe der Unesco.

Mystisch: der berühmte Steinkreis Stonehenge in Großbritannien.

Es wird vermutet, dass das prähistorische Denkmal vor über 4500 Jahren errichtet wurde. Zahlreiche Mythen entstanden im Laufe der Zeit, sogar mit der Artus-Sage ist der Steinkreis verbunden. Neue Untersuchungen von 2022 zeigen, dass der Steinkreis ein komplexer Kalender war, der Monate, Wochen und sogar Tage anzeigen konnte.

2. Die Sagrada Família in Barcelona

Denkt man an die spektakulärsten Sehenswürdigkeiten in Spanien, gibt es eine, die besonders herausragt – sprichwörtlich: Die Sagrada Família erhebt sich voller Stolz und Schönheit in Barcelona. Die unvollendete Basilika, mit vollständigem Namen Basílica i Temple Expiatori de la Sagrada Família, gilt als Meisterstück von Antoni Gaudí.

Spektakulärer Anblick: die Sagrada Familia in Barcelona.

Der berühmte spanische Architekt kreierte hier eine einzigartige Kombination aus Gotik, Jugendstil und Moderne. Das Verrückte: Die Basilika ist seit 1882 in Bau! Wer heute hierherkommt und die Sagrada Família besichtigt, kann auch die Bauarbeiten beobachten.

3. Pompeji in Neapel

Pompeji nahe Neapel in Süditalien war einst eine römische Stadt, berühmt für ihre Villen und Badehäuser. Als im Jahr 79 nach Christus der Vulkan Vesuv ausbrach, wurde Pompeji komplett verschüttet – und von fast sechs Metern Asche bedeckt.

Geschichtsträchtig: die antike Stadt Pompeji in Süditalien.

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Im 16. Jahrhundert wurden erste Kunstgegenstände und Münzen gefunden, es dauerte aber noch bis 1738, als erste Grabungen durchgeführt wurden. Damals war man auf der Suche nach Skulpturen und Gold- und Silberschätzen. Heute sind die Ruinen eine der bedeutendsten archäologischen Stätten der Geschichte des Römischen Reiches.

4. Der Eiffelturm in Paris

Er zählt zu den spektakulärsten und meistbesuchten Sehenswürdigkeiten in Europa: Der Eiffelturm ist zwar stets von Touristinnen und Touristen überlaufen, gehört aber auf jede Bucket List für Paris. Der Turm ragt 300 Meter über der französischen Hauptstadt und bietet einen einzigartigen Ausblick.

Die meistbesuchte Sehenswürdigkeit in Paris: der Eiffelturm.

Errichtet wurde der Eiffelturm von seinem Namenspaten Gustave Eiffel, der zeigen wollte, wie hoch man mit Eisen bauen kann. Beendet waren die Bauarbeiten zur Weltausstellung im Jahr 1889. Seither überragt das imposante Wahrzeichen Paris – und lockt jedes Jahr mehr als sieben Millionen Besucherinnen und Besucher auf seine Spitze.

5. Louvre in Paris

Team Eiffelturm oder Team Louvre? Klar ist: Beides gehört zu den spektakulärsten Sehenswürdigkeiten in Europa. Das größte und meistbesuchte Kunstmuseum der Welt darf man keinesfalls auslassen. Die Sammlung im Louvre umfasst über 480.000 Kunstwerke, von denen 35.000 ausgestellt sind.

Nicht nur spannend für Kunstliebhaber: der Louvre in Paris.

Das heißt: Würde man jedes Kunstwerk im Louvre 30 Sekunden anschauen, würde man insgesamt 13 Tage à 24 Stunden dafür brauchen. Die berühmtesten Stücke sind die „Mona Lisa“ und die „Venus von Milo“. Seit den Achtzigerjahren befindet sich der Haupteingang in einer Pyramide, die aus 603 rautenförmigen und 70 dreieckigen Glassegmenten besteht.

6. Schloss Schönbrunn in Wien

Die österreichische Kaiserin Elisabeth gilt als Ikone, damals genau wie heute. Wer sich ihrem Leben und dem der berühmten Habsburger annähern möchte, ist in Wien genau richtig: Das Schloss Schönbrunn war einst die Sommerresidenz der Habsburger Kaiser und gehört heute zum Unesco-Welterbe.

Nicht nur für Sisi-Fans ein Muss: das Schloss Schönbrunn in Wien.

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Bei einer Besichtigung des Schlosskomplexes fühlt man sich selbst beinahe wie ein Kaiser: Zu sehen gibt es zahlreiche Prunkräume, die Schlafzimmer der Kaiser, den ältesten Tiergarten der Welt, prachtvolle Gartenanlagen, spannende Museen – und jede Menge Geschichten über Kaiserin Elisabeth und die Habsburger.

7. Der Burgpalast in Budapest

Die Geschichte der Habsburger war eng mit Ungarn verknüpft. In Budapest thront auf dem Burgberg eine Sehenswürdigkeit, die man keinesfalls auslassen darf: der Burgpalast. Der ehemalige Königspalast der Österreichisch-Ungarischen Kaiser wurde auf der westlichen Seite der Donau errichtet und ist das größte Gebäude Ungarns.

Blick auf den Burgpalast in Budapest, das größte Gebäude Ungarns.

Der Palast ist das Herz des historischen Burgviertels. Hier befinden sich viele der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten von Budapest, wie die Széchényi-Nationalbibliothek und die ungarische Nationalgalerie. Der gesamte Burgbereich wurde 1987 von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt. 

8. Das London Eye in London

Es ist keine historische Sehenswürdigkeit, überzeugt aber mit einem anderen Rekord: Das London Eye ist mit 135 Metern Höhe das größte Riesenrad Europas und das viertgrößte der Welt. Eröffnet wurde es im Jahr 2000. Es sollte eigentlich nur fünf Jahre stehen bleiben, doch wegen der großen Beliebtheit ist es bis heute erhalten.

Das Tüpfelchen auf dem i für Londons Skyline: das Riesenrad London Eye.

In bodentief verglasten Kapseln, die bis zu 25 Personen gleichzeitig tragen können, geht es nach oben. Hoch über London breitet sich dann die britische Metropole weit unter den Fahrgästinnen und Fahrgästen aus. Bei gutem Wetter liegt die Sichtweite bei sagenhaften 40 Kilometern!

9. Die Karlsbrücke in Prag

Nur für Fußgängerinnen und Fußgänger zugänglich ist die spektakulärste Sehenswürdigkeit in Prag: Die Karlsbrücke gehört zu den ältesten Steinbrücken in ganz Europa. Sie verläuft über der Moldau und verbindet die Stadtteile Malá Strana und Staré Mesto miteinander.

Absolut sehenswert: die Karlsbrücke in Prag.

Die Karlsbrücke ist an beiden Seiten begrenzt von zwei Türmen. Unterwegs passierst du 16 Bögen und 30 Statuen. Fun-Fact: Der Grundstein der Karlsbrücke wurde an einem von Astrologen errechneten optimalen Datum gelegt: am 9. Juli 1357 um 5.31 Uhr.

10. Die Uffizien in Florenz

Die Welt der Renaissance öffnet sich Besucherinnen und Besuchern in den Uffizien in Florenz: Die gigantische Galerie zählt zu den weltweit berühmtesten Kunstsammlungen und beherbergt die größte Gemäldesammlung der Renaissance. In 50 Sälen gibt es mehr als tausend Kunstwerke zu sehen!

Absolut sehenswert: die Uffizien in Florenz.

Den Grundstein legte einst die Familie Medici. Cosimo Medici I. hatte als Herzog von Florenz und der Toskana das Ziel, Florenz zur Kultur- und Kunstmetropole zu machen. Heute hängen zahlreiche spektakuläre Werke in den Uffizien von Künstlern wie Leonardo da Vinci, Michelangelo, Botticelli, Tizian, Rembrandt oder Albrecht Dürer.

11. Das Glenfinnan-Viadukt in Schottland

Auch wenn er viel dazu beigetragen hat: Es war nicht Harry Potter, der das Glenfinnan-Viadukt in Schottland so berühmt machte. Zwar erhielt die Brücke durch die Harry-Potter-Filmreihe viel Aufmerksamkeit, doch auch ohne Hogwarts-Express ist die längste Eisenbahnbrücke in Schottland eine der schönsten Sehenswürdigkeiten Europas.

Nicht nur wegen Harry Potter berühmt: das Glenfinnan-Viadukt in Schottland.

Das Glenfinnan-Viadukt liegt an der Strecke der West Highland Line in Glenfinnan auf dem Abschnitt zwischen Fort William und Mallaig und wurde zwischen 1897 und 1898 erbaut. Insgesamt verläuft die Brücke über 21 Bögen, auf denen eine einspurige Eisenbahnlinie in 30 Metern Höhe über den Finnan fährt.

12. Das Schloss von Versailles

Viele der größten Ausschweifungen der französischen Geschichte spielten sich im berühmten Schloss von Versailles ab. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts handelte es sich lediglich um ein kleines Jagdschloss, doch Ludwig der XIV. ließ es in ein gigantisches Märchenschloss umbauen.

Pompös: das berühmte Schloss Versailles in Frankreich.

Der als Sonnenkönig bekannte Herrscher wollte hier das neue Zentrum Europas errichten und verlegte den Königshof 1682 von Paris nach Versailles. Erst nach der Französischen Revolution musste der Hof wieder nach Paris zurückzuziehen. Heute ist das Schloss von Versailles eine spektakuläre Sehenswürdigkeit: In über 2300 Räumen sind zahlreiche Kunstwerke zu bewundern.

13. Hagia Sophia in Istanbul

Das spannendste Wahrzeichen Istanbuls und das wichtigste byzantinische Bauwerk der Welt ist die Hagia Sophia. Auch Kirche der Heiligen Weisheit oder Kirche der Göttlichen Weisheit genannt, wurde sie im sechsten Jahrhundert nach Christus erbaut – in einer für die damalige Ära Rekordzeit von nur sechs Jahren.

Berühmt für die fast schwebende Kuppel: die Hagia Sophia in Istanbul.

Wegen ihrer nahezu schwerelos schwebenden Kuppel wurde die Kirche in der Spätantike und im Mittelalter als achtes Weltwunder bezeichnet. Seither gilt die Hagia Sophia als eine architektonische Meisterleistung. Heute wird die spektakuläre Kirche als Museum genutzt.

14. Die Stadtmauer in Dubrovnik

Ein Spaziergang entlang der rund zwei Kilometer langen Stadtmauer in Dubrovnik ist nicht nur die schönste Aktivität in der dalmatinischen Küstenstadt, sondern auch eine spektakuläre Sehenswürdigkeit, die nicht nur in „Game of Thrones“ zum Hauptdarsteller wurde. Die Konstruktion zählt zu den am besten erhaltenen Stadtmauern in ganz Europa.

Blick auf die Altstadt von den Stadtmauern in Dubrovnik.

Die Stadtmauer von Dubrovnik stammt aus dem achten Jahrhundert. Ab dem zwölften Jahrhundert wurden die Bauarbeiten fortgesetzt. Die Mauern sind so gewaltig, dass nicht mal ein starkes Erdbeben im Jahr 1667 ihnen etwas anhaben konnte. Gemeinsam mit der historischen Altstadt zählt die Mauer zum Unesco-Weltkulturerbe.

15. Die Akropolis in Athen

Das Wahrzeichen von Athen und die bekannteste Sehenswürdigkeit in Griechenland ist die Akropolis mit rund 4000 Jahren griechischer Geschichte. Der beeindruckende Komplex steht auf dem 156 Meter hohen Stadtfelsen von Athen und wurde zwischen 467 und 406 vor Christus erbaut.

Das Highlight in Athen: die spektakuläre Akropolis.

Ein Gebäude ist imposanter als das andere. Besonders sehenswert sind die Propyläen, das Erechtheion, der Niketempel oder der Parthenon-Tempel, in dem einst eine Statue der Göttin Athene stand. 1986 wurde die Akropolis von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt.

16. Das Kolosseum in Rom

Um Brot und Spiele drehte sich einst alles im Kolosseum in Rom. Das größte antike Amphitheater war berühmt für die durchaus brutalen Gladiatorenkämpfe. Mit dem Bau wurde bereits um 70 nach Christus unter Kaiser Vespasian begonnen. Rund 50.000 Zuschauerinnen und Zuschauer fanden hier Platz.

Das Wahrzeichen Roms: das berühmte Kolosseum.

Angeblich wurde die legendäre Arena mit 100 Tage andauernden Spielen eröffnet. Seither wurden Gladiatorenkämpfe, nachgestellte Seeschlachten und Tierhetzen inszeniert. Erst als sich ab 313 das Christentum in Rom durchsetzte, schaffte Kaiser Konstantin die Gladiatorenkämpfe ab. 

17. Der Parlamentspalast in Bukarest

Nach dem Pentagon ist der Parlamentspalast in Bukarest das größte Verwaltungsgebäude der Welt. Der Bau ist gigantisch: Es gibt über 1000 Zimmer, 440 Büros und 30 Säle. Dazu kommt ein anderer Rekord: Mit 4,1 Millionen Tonnen ist das 270 Meter lange, 245 Meter breite, 45 Meter hohe Gebäude laut Guinnessbuch der Rekorde das schwerste der Welt.

Das zweitgrößte Gebäude der Welt: der Parlamentspalast in Bukarest.

Seine Geschichte ist allerdings düster: Der Diktator Nicolae Ceauceșcu ließ es von 1983 bis 1989 erbauen. Umgerechnet 3,3 Milliarden Euro sollen die Arbeiten an dem Prunkbau gekostet haben – Geld, das Ceauceșcu ausgab, während sein Volk hungern musste. Die Fertigstellung erlebte er allerdings nicht: Während der Revolution 1989 wurde er hingerichtet.