Der November 2022 bringt einige Neuerungen mit sich, die auch Reisende betreffen. Außerdem gibt es weltweit einige Jahres- und Feiertage, die Auswirkungen auf den Urlaub haben könnten. Hier gibt es den Überblick.

Toilettenbesuch an Autobahn-Raststätten wird teurer

Wer unterwegs auf den deutschen Autobahnen auf die Toilette muss, wird dafür bald mehr bezahlen müssen. Ab dem 18. November will der Toilettenbetreiber Sanifair die Preise erhöhen. Statt 70 Cent kostet der WC-Besuch dann einen Euro. Betroffen sind rund 400 Raststätten in Deutschland.

Allerdings steigt mit dem Preis auch der Wert der Coupons. Bislang erhielten Kundinnen und Kunden auf Sanifair-Toiletten lediglich 50 Cent als Coupon. Nun soll es den ganzen Preis als Wertbon in Höhe von einem Euro geben.

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Katar lockert Einreisebestimmungen für Fußball-Fans

Am 20. November beginnt in Katar die Fußballweltmeisterschaft. Bereits ab 1. November müssen Fans aus dem Ausland keinen Corona-Test mehr vorlegen. Voraussetzung für die Einreise bleibt aber eine vollständige Impfung gegen das Virus. Außerdem entfällt die Pflicht zum Herunterladen der Gesundheits-App Etheraz. Nur noch für den Besuch von Krankenhäusern und Arztpraxen ist die App erforderlich.

Am 20. November startet in Katar die Fußball-Weltmeisterschaft.

Allerdings sind Einreisen nach Katar zwischen dem 1. November und 22. Dezember 2022 nur mit der Hayya-Card möglich. Ausschließlich Inhaberinnen und Inhaber von WM-Spiel-Tickets können sich dafür registrieren. Wer ein Ticket besitzt, kann bis zu drei Personen benennen, die auch ohne Ticket eine Hayya-Card erhalten und damit einreisen können. Alle anderen Visaverfahren sind für diesen Zeitraum ausgesetzt. 

Zudem muss bei der Einreise nach Katar eine obligatorische Krankenversicherung abgeschlossen werden, schreibt das Auswärtige Amt. Die Kosten betragen 50 Katar-Riyal (etwa 14 Euro). Das Auswärtige Amt weist außerdem darauf hin, dass die Behörden in Katar unter anderem Videokameras im öffentlichen Raum flächendeckend einsetzen und die biometrische Erfassung mittels Gesichtsscanner und Bildabgleich bei jeder Ein- und Ausreise dazugehört. In vielen Fällen entspreche das nicht dem deutschen und europäischen Verständnis von Datenschutz.

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Ohne Einschränkungen nach Ecuador

Auch Ecuador streicht die Corona-Einreisebeschränkungen. Das südamerikanische Land verlangt bei der Einreise keinen Impfnachweis und kein negatives Testergebnis mehr. Das gilt auch für die Galapagos-Inseln. 

Die Galapagos-Inseln: Hier gelten bei der Einreise keine Corona-Beschränkungen mehr.

Auch die Maskenpflicht wurde im Land abgeschafft. Reisende müssen vor dem Abflug aber weiterhin eine digitale Gesundheitserklärung abgeben und bei Boarding und Einreise vorzeigen.

Paraguay streicht alle Corona-Restriktionen

Die Regierung Paraguays hat bereits am Montag, 24. Oktober, alle coronabezogenen Auflagen bei Einreise aufgehoben. Damit enfällt die Pflicht zur Vorlage eines Impfausweises ebenso wie der negative PCR-Test für ungeimpfte Einreisende aus dem Ausland. Trotzdem wird der Impfstatus bei Einreise weiterhin erfasst, zur Beobachtung des Coronavirus, wie die Regierung mitteilte.

Corona-Regeln in Deutschland

Die neuen Regeln, die im Oktober in Deutschland in Kraft getreten sind, gelten weitgehend unverändert auch im November. In Fernzügen ist das Tragen einer FFP2-Maske vorgeschrieben, nur für Kinder zwischen sechs und 14 Jahren und das Zugpersonal gilt eine Ausnahme: Sie dürfen statt einer FFP2-Maske eine medizinische Maske tragen. In Flugzeugen gibt es seit dem 1. Oktober hingegen keine Maskenpflicht mehr.

Eine Frau trägt am Bahnhof eine FFP2-Maske. In Fernzügen gilt weiterhin eine Maskenpflicht.

Über die bundesweiten Regeln hinaus können die Landesregierungen eine Maske nicht nur im Nahverkehr, sondern auch in Innenräumen wie Geschäften und Restaurants vorschreiben – mit der Ausnahme, dass man keine Maske braucht, wenn man in der Gastronomie und bei Kultur-, Freizeit- oder Sportveranstaltungen einen negativen Corona-Test vorzeigt.

Im Hinblick auf die Corona-Tests könnte es im November eine Änderung geben. Aktuell sind Corona-Schnelltests nur für bestimmte Bevölkerungsgruppen kostenlos. Dazu zählen zum Beispiel Schwangere im ersten Trimester, Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, oder Krankenhaus- und Pflegeheimbesucher. Zum 25. November läuft diese Verordnung allerdings regulär aus. 

Einreise nach Deutschland bleibt unkompliziert

Wer aus dem Urlaub heimkehrt, muss weiterhin keine Impfung, Test oder Genesung nachweisen – zumindest, wenn es sich dabei nicht um ein Virusvariantengebiet handelt. Die entsprechende Verordnung gilt bis 31. Januar 2023.

Bei einer Einreise aus einem Virusvariantengebiet nach Deutschland müssten Reisende dagegen vorab eine digitale Einreiseanmeldung ausfüllen, ein negatives PCR-Ergebnis vorweisen und sich nach der Einreise 14 Tage in Quarantäne begeben. Aktuell gilt jedoch kein Gebiet als Virusvariantengebiet.

Jahrestage und Feiertage mit potenziellen Auswirkungen

Sicherheitsspezialisten von International SOS stellen auf dem Reise-Portal „travel management austria“ vor, welche Ereignisse auf der Welt anstehen. An diesen beliebten Reisezielen solltest du im November mit Versammlungen und Demonstrationen rechnen:

  • Ägypten: Zur UN-Klimakonferenz (COP27) vom 6. bis 18. November werden mehr als 35.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet. Es ist mit verstärkten Sicherheitsvorkehrungen, Sperrungen und Kontrollen sowie Einschränkungen zu rechnen – insbesondere in und um Sharm el-Sheikh und am dortigen internationalen Flughafen, aber auch in Kairo und anderen Landesteilen. Sicherheitskräfte werden verstärkt präsent sein und es wird zusätzliche Kontrollpunkte geben. Auch mit logistischen Störungen ist zu rechnen, einschließlich einer erhöhten Nachfrage nach Transportmitteln und Unterkünften. Außerdem kann die Vergabe von Visa „on arrival“ vor und während der Konferenz eingeschränkt sein.
  • Griechenland: Am 17. November ist der Jahrestag des Studentenaufstands von 1973. Die Kundgebungen zum Jahrestag gegen die damalige griechische Militärdiktatur haben stets zu erheblichen Sicherheitsmaßnahmen geführt und waren von Gewalt geprägt.
  • Katar: Vom 20. November bis 18. Dezember wird die Fifa-Fußball-Weltmeisterschaft ausgerichtet. Es ist mit einer hohen Nachfrage nach Transport- und Unterkunftsmöglichkeiten sowie mit Störungen des normalen Geschäftsbetriebs zu rechnen. Auch Bahrain, Kuwait, Oman, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate werden als benachbarte Länder einen Zustrom von Besucherinnen und Besuchern vor und während des Turniers erleben.
  • Mexiko: Am 2. November wird der Dia de los Muertos (Tag der Toten) gefeiert. Einige lokale Geschäfte sind geschlossen.
  • Puerto Rico: Der 19. November ist ein gesetzlicher Feiertag. Mit dem „Tag der Entdeckung“ wird die Landung von Christoph Kolumbus auf der Insel im Jahr 1493 gefeiert. Ein „Marsch für den Frieden“ wird vom Parque Luis Munoz Rivera zum El Capitolio ziehen. Dutzende von Straßen werden gesperrt und in anderen Gebieten wird der Verkehr unterbrochen.
  • Senegal: Am 4. November finden auf dem Place de l'independance in der Hauptstadt Dakar Proteste für die Freilassung der sogenannten „politischen Gefangenen“ statt. In der Umgebung ist mit lokalen Störungen und Unruhen zu rechnen.
  • Taiwan: Am 12. November wird der Geburtstag von Sun Yat-sen gefeiert. Damit beginnt auch der jährliche „Herbststreik“, der sich traditionell auf Arbeitsfragen konzentriert. Es ist wahrscheinlich, dass rund um diesen Tag Demonstrationen stattfinden werden.