Opatija liegt im Nordwesten Kroatiens und schmiegt sich zwischen den malerischen Fischerdörfern Volosko und Lovranan an die felsige Rivieraküste. Prächtige Häuser und Parks zeugen bis heute davon, dass die Kleinstadt mit rund 12.000 Einwohnerinnen und Einwohnern einst ein angesagtes Urlaubsziel bei den Adelsfamilien aus Österreich und Ungarn gewesen ist. Heute kommen auch „gewöhnliche“ Touristinnen und Touristen in den Genuss des historischen Seebades.

Auf der Halbinsel Istrien bietet Opatija einen gemütlichen Rückzugsort – vor allem für Verliebte. Der reisereporter stellt das romantische Städtchen vor.

Lungomare: Händchen halten auf der Promenade

Auf der zehn Kilometer langen Promenade Lungomare, auch bekannt als Promenade Franz Josef I., können Besucherinnen und Besucher die versteckten Buchten erkunden und sich dabei die Meeresbrise um die Ohren wehen lassen.

Opatijas berühmte Strandpromenade Lungomare ist zehn Kilometer lang und verbindet mehrere Fischerdörfer.

Der hübsche Weg aus dem 19. Jahrhundert führt an kleinen Stränden, historischen Villen und alten Denkmälern entlang, die die Geschichte des Luftkurortes wachhalten. Umgarnt werden Spaziergängerinnen und Spaziergänger dabei vom Duft immergrüner Steineichen, Loorbeeren und Meerfenchel.

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„Möwenmädchen“: Fotos mit dem Wahrzeichen

Die berühmteste Statue und zugleich das beliebteste Fotomotiv in Opatija ist das „Mädchen mit der Möwe“. Die elegante Skulptur von Bildhauer Zvonko Car steht auf einer felsigen Landzunge vor einem ehemaligen Friedhof und blickt, mit einer Möwe auf der rechten Hand, souverän auf das Meer hinaus.

Seefahrerromantik an der Riviera: Die Statue „Mädchen mit Möwe“ blickt in den Sonnenuntergang.

Besonders beeindruckend wirkt das Kunstwerk bei Sonnenuntergang oder hohen Wellen. Modell für die 1956 geschaffene Skulptur stand die damalige Nachbarin des Künstlers, Jelena Jendrasic aus Crikvenica.

Villa Angiolina: Kaiserliche Gartenpracht

Mit dem Bau der Villa Angiolina, einem historischen Herrenhaus mit einem ebenso herrschaftlichen Garten, begann der Aufstieg Opatijas von einer Fischer- und Seefahrersiedlung zum elitären Seebad.

Der Ursprung des Tourismus in Opatija: Die Villa Angiolina mit Park.

Der Patrizier Iginio Scarpa aus Rijeka errichtete die Villa 1844 als Sommerresidenz für gut betuchte Adelsfamilien, die, begeistert vom erholsamen Klima, schon bald regelmäßig in das „Heilbad“ einkehrten. Unter den prominenten Gästen war zum Beispiel die österreichische Kaiserin Maria Anna.

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Dadurch verbreitete sich der Name Opatijas schon lange, bevor der Tourismus überhaupt erfunden wurde. Heute beherbergt die Villa deshalb passenderweise das Tourismus-Museum – neben den wechselnden Ausstellungen ist dort auch die „Madonna del Mare“ zu sehen, die Vorgänger-Statue vom „Mädchen mit der Möwe“.

Zur Villa gehört das „grüne Herz“ Opatijas – der mehrfach ausgezeichnete Park Angiolina zählt zu den berühmtesten Gärten Kroatiens. Neben der Kamelie, einem Wahrzeichen der Stadt, gedeihen in der liebevoll gepflegten Anlage auch amerikanische Kiefern, Himalaya-Zypressen, die immergrüne Zimmeraralie sowie 150 weitere Pflanzenarten. Auf den Sitzbänken neben dem Musikpavillon lässt sich der Anblick vor der türkisblauen Riviera-Kulisse wunderbar auskosten.

Amerikanische Gärten: Ausblick mit Rosenduft

Eine weitere Romantik-Oase finden Besucherinnen und Besucher mitten in der Stadt: die amerikanischen Gärten. Die rund 8000 Quadratmeter große Anlage schmiegt sich an grüne Hänge oberhalb der Hauptstraße.

Hinter dem mächtigen Tor verbirgt sich ein halbkreisförmiger Terrassengarten, für den ein adliges Ehepaar vor etwa 100 Jahren etliche Felsen sprengen und kutschenweise Erde heranfahren ließ. Nach der Villa Angolina war der Park das zweite touristische Highlight. Viele Besucherinnen und Besucher kamen schon damals nach Opatija, um den Ausblick auf die Kvarner-Bucht und den Duft von Kamelien, Magnolien, Tausenden Rosen sowie australischen Agaven und Eukalypten zu genießen.

St.-Jakobs-Kirche: Geschichte erleben

Zu den schönsten Gebäuden in Opatija zählt die St.-Jakobs-Kirche im Stadtzentrum. Das Ensemble mit dem benachbarten Kloster gab dem Ort im 15. Jahrhundert seinen Namen, denn Opatija ist der kroatische Begriff für Abtei.

Die Kirche des heiligen Jakob steht neben dem Kunstpavillon „Juraj Sporer“ an der Promenade von Opatija.

Das Kloster wurde wahrscheinlich als Kolonie für Benediktiner-Mönche errichtet. Damals war die Abtei auch ein Ort für Märkte, Gerichtsprozesse und Tanzfeste. Heute gibt es neben Gebeten und Messen gelegentlich auch Kammerkonzerte.

Kunstpavillon: Konzerte am Hafen

Eine besonders romantische Meerblick-Terrasse finden Besucherinnen und Besucher am Kunstpavillon „Juraj Sporer“.

Blick über den kleinsten historischen Fischerhafen von Opatija auf den Kunstpavillon „Juraj Sporer“.

Einst um 1900 als Konditorei für die royalen Gäste erbaut, dient der kleine Prachtbau heute als Kulisse für Konzerte und Ausstellungen. 1908 baute Architekt Sandor Neuhausler die Terrasse zur Küstenpromenade, von der sich ein schöner Ausblick über den Hafen auf das Meer vor Opatija eröffnet.

Hafen: Aufbrechen zum Romantik-Ausflug

An die turbulenten Zeiten im malerischen Hafen von Opatija erinnert heute nur noch eine kleine Bronzefigur.

Vom kleinen Hafen von Opatija starten regelmäßig Ausflugsboote.

Statt der Fischerboote von damals liegen an den Stegen nun überwiegend die Schiffchen der sogenannten Barkajoli – die einstigen Fracht-Lieferanten befördern heute überwiegend Touristinnen und Touristen zu romantischen Ausflügen auf die benachbarten Inseln an der kroatischen Riviera.

Veprinac: Von der Hügelstadt über die Küsten gucken

Einen romantischen Ausflug mit toller Aussicht verspricht das uralte Hügelstädtchen Veprinac. Der Ort liegt am Hang des Berges Ucka und lässt sich von Opatija entweder auf einer fünf Kilometer langen Wanderung, einer 20-minütigen Autofahrt oder per Linienbus erreichen.

Das Wahrzeichen Veprinacs ist die St.-Markus-Kirche – ihr Glockenturm ist vom gesamten Küstenabschnitt aus zu sehen, und aus umgekehrter Sicht lässt sich die schöne Küstenlandschaft von dort komplett überblicken.

Zum schönen Kirchhof gelangen Besucherinnen und Besucher über alte Steintreppen in der Altstadt. Ebenfalls sehenswert ist die kleinen St.-Annen-Kirche mit Wandzeichnungen aus dem 15. Jahrhundert und wechselnden Ausstellungen zur Geschichte der Region. In den bezaubernden Ort hat sich auch der lokale Dichter Josip Stanic verliebt, der einst schrieb: „Veprinac ist nur zwei Finger breit vom Himmel entfernt.“