Ein Wochenendtrip abseits der Massen? Check! Suchst du eine kleine Pause vom Alltag und ein Urlaubsziel, in dem es nicht von Touristinnen und Touristen wimmelt, haben wir ein paar Ideen für dich.

Von der Nordseeküste über Brandenburg und Bayern bis hin zur deutsch-belgischen Grenze: Wir zeigen dir die entspanntesten Orte für einen Kurzurlaub in Deutschland, wo du garantiert runterkommen kannst.

Teutoburger Wald

Ein Kurzurlaub gewürzt mit einer Prise mystischen Flairs? Das ist garantiert drin, wenn du dich aufmachst in den Teutoburger Wald. Die Mittelgebirgs-Region in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen fliegt bei vielen unter dem Radar, dabei gibt es nicht nur viel zu sehen, sondern vor allem zu spüren: Der Teutoburger Wald wird gern als „Heilgarten Deutschlands“ bezeichnet.

Magische Auszeit bei den Externsteinen im Teutoburger Wald.

Fast der gesamte Teutoburger Wald gehört zwei direkt benachbarten Naturparks an. Hier herrscht ein ganz besonderes Flair. Geheimnisvoll ragen die Externsteine monolithisch in die Höhe: Die eindrucksvolle Felsformation aus Sandstein ist bis zu 40 Meter hoch. Schon lange wird ihnen eine magische Wirkung nachgesagt. Im Urlaub locken neben dem Wald und zahlreichen Wanderwegen auch traditionelle Heilbäder und Kurorte, Städte und Fachwerkorte.

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Die Rhön

Im Dreiländereck von Hessen, Bayern und Thüringen breiten sich weite Weiden- und Wiesenflächen aus – mit viel Natur, aber wenigen Menschen. Deshalb wird die Rhön auch als „Land der offenen Fernen“ bezeichnet. 1991 wurde das Gebiet von der Unesco als Biosphärenreservat anerkannt.

Ruhige Auszeit: Das Naturschutzgebiet Schwarzes Moor im Biosphärenreservat Rhön.

Im Urlaub erlebst du die beste Auszeit vom Trubel der Stadt: Du wanderst über bunte Wiesen und durch mystische Moore und triffst auf urige Dörfer, flauschige Schafe und klare Sternennächte. Besonders toll sind das Rote Moor und das Schwarze Moor: Hier sind zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten beheimatet. Der bekannteste Bewohner der Rhön ist das Rhönschaf. Es gibt einige Erlebnisse rund um die Vierbeiner, wie etwa Wanderungen zu Rhönschäfern oder Schlafen im Rhöner Schäferwagen.

Uckermark

Nur 80 Kilometer von Berlin entfernt öffnet sich eine völlig neue Welt: In der Uckermark im Nordosten Brandenburgs dominieren Wäldern, Seen und Hügel, weshalb die Gegend auch als die „Toskana des Nordens“ bezeichnet wird.

Unterbewertet, aber unglaublich schön: Ein Wochenende in der Uckermark.

Das Gebiet ist dünn besiedelt und es herrscht eine angenehme Ruhe. Den Ton gibt die Natur an. Insgesamt liegen vier Naturschutzgebiete in der Uckermark. Einer der schönsten Flecken ist der Naturpark Uckermärkische Seen, wo du am Wasser die Seele baumeln lassen kannst. Am besten erkundest du die Uckermark zu Fuß beim Wandern, auf dem Fahrrad oder im Kanu auf dem Wasser.

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Fischland-Darß-Zingst

Wenn die Inseln Rügen oder Usedom von den Touristinnen und Touristen gestürmt werden, ist Fischland-Darß-Zingst eine prima Alternative für einen Kurztrip an die Ostsee. Die Halbinsel zwischen Rostock und Stralsund ist zwar nicht unbekannt, aber noch immer um einiges ruhiger. Menschen wirst du begegnen, Massen hingegen nicht.

Kurztrip ans Meer auf die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst.

Die Halbinsel besteht zum größten Teil aus dem Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft und war früher vom Festland getrennt: Im 14. und 19. Jahrhundert schloss man die Flutrinnen. So entstand aus den drei Inseln Fischland, Darß und Zingst eine Halbinsel. Zingst im östlichsten Teil ist der größte Ort auf der Halbinsel, die gerade mal 45 Kilometer lang ist. In den idyllischen Kurorten und Ostseebädern fällt das Abschalten vom Alltag garantiert leicht.

Thüringer Meer

Ein Meer der anderen Art liegt dir zu Füßen, wenn du dich für einen Kurzurlaub am Thüringer Meer im Schiefergebirge entscheidest: Dann tauchst du sprichwörtlich ein in eine Flusslandschaft, die es so nirgendwo sonst in Deutschland gibt. Der Fluss Saale wurde ab dem Jahr 1932 angestaut. So entstand das heutige Thüringer Meer, das mit über 70 Kilometern Staulänge das größte zusammenhängende Stauseegebiet Europas ist.

Eine Reise wert: Die Saaleschleife im Thüringer Wald.

Im Urlaub ist das Wasser dein treuer Begleiter. Es gibt eine Vielzahl an Wassersport-Aktivitäten: Du kannst rudern, tauchen, angeln, Wasserski fahren oder mit einem Motorboot oder Fahrgastschiffen über das Wasser cruisen. Ein Highlight ist die Wanderung zur Teufelskanzel, von wo aus du einen herrlichen Blick auf die Saaleschleife hast.

Odenwald

Im Südwesten Deutschlands ist es weder ein Meer mit Salzwasser noch ein Meer aus Flüssen, das dich im Kurzurlaub überraschen wird: Im Odenwald tauchst du stattdessen ein in ein Meer aus Felsen. Einer Legende nach lebten hier einst zwei Riesen, einer auf dem Hohenstein, einer auf dem Felsberg. Weil sie sich im Streit mit Felsen bewarfen, wurde das Gebiet unter einem Meer von Felsen begraben.

Wochenende im Wald im Felsenmeer im Odenwald.

Heute ist das Felsenmeer ein ideales Ziel für einen Kurztrip. Denn nicht nur die Felsen locken, sondern auch die Wanderwege im Odenwald. Einer, der direkt über dem Felsenmeer entlangführt, ist der Nibelungensteig. Der insgesamt 130 Kilometer lange Fernwanderweg verläuft von Zwingenberg an der Bergstraße nach Freudenberg am Main und lässt sich super in einzelne Etappen aufteilen.

Fichtelgebirge

Bayern besticht mit gigantischen Bergen, die das ein oder andere Mittelgebirge in den Schatten stellen. Eines, das perfekt für einen Kurzurlaub ist, befindet sich in Franken im nördlichen Bayern: Zwischen Bergen und Badeseen liegen im Fichtelgebirge urige Dörfer, zahlreiche Wanderwege und ein sehr gut ausgebautes Radwegenetz, einige der Routen sind auch grenzüberschreitend. Das passt zur Region, denn im Fichtelgebirge liegt eines der bekanntesten Dörfer Deutschlands.

Wie wäre es mit einem Wochenende im bayerischen Fichtelgebirge?

Mödlareuth wurde berühmt als das geteilte Dorf, dessen Geschichte sogar verfilmt wurde. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde das Dorf geteilt und die Demarkationslinie verlief zwischen Mödlareuth-Ost in der sowjetischen und Mödlareuth-West in der amerikanischen Besatzungszone. Über 37 Jahre lang war es nicht möglich, die Grenze zu überschreiten. Die Amerikaner nannten Mödlareuth „Little Berlin“, denn wie in Berlin teilte die Mauer eine Stadt.

Ostfriesland

Ein Kurzurlaub auf einer Insel ist nichts Neues. Wer eine frische Nordseebrise erleben möchte, ohne von Wochenendausflüglerinnnen und ‑ausflüglern überrannt zu werden, sollte an die Küste Ostfrieslands fahren. Im Nordwesten Deutschlands gibt es hier alles: Nordsee, Küste und Binnenland.

Sonnenuntergang auf dem Deich in Ostfriesland.

Die Kulisse in Ostfriesland ist vielseitig: Es gibt keine größeren Städte, dafür aber unzählige Schafe, Leuchttürme und Mühlen, weite Flächen, das Wattenmeer und Begegnungen mit den gemütlichen Ostfriesen. Auf die To-do-Liste gehören unbedingt lange Radtouren, relaxte Spaziergänge und jede Menge Ostfriesentee.

Naturpark Hohes Venn-Eifel

Überschreitest du gern Grenzen, solltest du einen Kurzurlaub an der deutsch-belgischen Grenze in Erwägung ziehen. Hier liegt mit dem Naturpark Hohes Venn-Eifel ein Paradies, das sich über Teile von Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und der belgischen Provinz Lüttich erstreckt.

Einsame Landschaft im Naturpark Hohes Venn-Eifel.

Zu entdecken gibt es viel, denn der Naturpark hat eine Fläche von knapp 3000 Quadratkilometern! Das bedeutet auch, dass du wählen kannst, was du dir bei deinem Kurztrip anschauen möchtest: Heidelandschaften oder Hochmoore? Wälder oder Seen? Burgen oder Klöster? Dazu kommen mittelalterliche Fachwerkstädtchen wie Monschau, wo du herrlich flanieren kannst.

Holsteinische Schweiz

Erleben, erholen, entdecken: Das ist das Motto der Holsteinischen Schweiz nur wenige Kilometer von der Ostsee Schleswig-Holsteins entfernt. Direkt um die Ecke der Städte Lübeck, Kiel und Hamburg passiert hier vor allem eines: Entschleunigung.

Ideal für einen Kurztrip: Die Seenlandschaft in der Holsteinischen Schweiz.

Die umwerfende Naturkulisse macht es möglich, dass der Alltagsstress sofort abfällt. Schon bei der Ankunft ist die Welt eine völlig andere: Rund 200 Seen und weite Landschaften bieten Ruhe pur. Wer will, wandert drauflos oder radelt in die Natur, geht angeln oder paddelt auf dem Wasser. Rundum liegen historische Orte und malerische Schlösser, die man unterwegs besichtigen kann.