Die Deutsche Bahn hält ab Dezember 2022 für Zugreisende einige Änderungen bereit. Wir geben den Überblick darüber, was Reisende wissen müssen.

Mehr Verbindungen auf der Fernstrecke

Auf vielen wichtigen Fernverkehrsstrecken der Deutschen Bahn sollen ab dem Fahrplanwechsel am 11. Dezember die Fernzüge häufiger und auch schneller unterwegs sein, vor allem zwischen dem Nordwesten und dem Süden Deutschlands. Künftig soll beispielsweise zweimal pro Stunde eine direkte Verbindung zwischen Köln und München angeboten werden. 

Möglich macht das auch die Fertigstellung der Neubaustrecke Wendlingen – Ulm, die neben Stuttgart 21 Teil des Bahnprojekts Stuttgart – Ulm ist. „Über die neue Strecke verbindet die DB auch die Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Bayern noch schneller und häufiger miteinander“, teilte der Konzern am Montag mit.

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Auch zum Frankfurter Flughafen soll es mehr Verbindungen geben, vor allem aus nördlich gelegenen Städten. „So wird die ICE-Linie Basel − Köln – Dortmund bis nach Hamburg verlängert, womit die Achse zwischen der Dom- und der Hansestadt qualitativ weiter aufgewertet wird“, teilte die Bahn mit. „Damit gelangen auch Reisende aus Münster, Osnabrück und Bremen noch häufiger umsteigefrei zum Frankfurter Flughafen.“

Mehr Auslandsverbindungen – auch über Nacht

Außerdem kündigte die Deutsche Bahn mehr Verbindungen ins Ausland an. Zwischen Stuttgart und Zürich gibt es ab Dezember eine zusätzliche durchgehende Hin- und Rückfahrt, im Oktober 2023 wächst die Anzahl der Direktverbindungen dann weiter von acht auf bis zu 13 täglich.

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Weitere Verbindungen gibt es ab März 2023 auch zwischen Berlin und Warschau, weil die DB und die polnische PKP ein weiteres Zugpaar einsetzen.

Profitieren können deutsche Reisende auch von einer neuen Nachtzuglinie mit IC-Sitzwagen, die Zürich mit Berlin beziehungsweise Prag verbindet. Die Bahnen halten unter anderem in Erfurt, Halle und Leipzig. Der bestehende Nachtzug Zürich – Hamburg ändert ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2022 im Norden seine Route und bindet dann auch Bruchsal, Heidelberg, Darmstadt, Hanau, Verden und Nienburg an den internationalen Nachtzugverkehr an.

Zudem startet der bisherige Nachtzug München – Venedig/Rijeka/Zagreb/Wien/Budapest nun bereits in Stuttgart und hält außerdem in Göppingen, Ulm und Augsburg.

ICE 3 neo – neue Züge der Deutschen Bahn

Der neue ICE 3 neo kommt auf die Schiene: Ab Mitte Dezember fährt er täglich zwischen Dortmund, Köln und Frankfurt. An Samstagen gibt es nach DB-Angaben eine Hin- und Rückfahrt zwischen Dortmund und München über die neue Schnellfahrstrecke Wendlingen – Ulm.

2023 erhält die Deutsche Bahn dann 37 weitere Züge, mit ihnen wächst die Anzahl der ICE-Sitzplätze bis Jahresende schrittweise um rund 19.000. Auf den besonders nachfragestarken Linien wie etwa Hamburg – Basel setzt die DB weitere neue ICE 4 mit einer Länge von 374 Metern, 13 Wagen und Platz für 918 Reisende ein.

Im neuen ICE 3 neo soll es auch in der zweiten Klasse an jedem Sitzplatz einen Tablethalter geben.

Deutsche Bahn erhöht die Preise

Pünktlich zum Weihnachtsverkehr erhöht die Deutsche Bahn erneut die Preise für Fernzugreisen. Demnach hebt die Bahn die sogenannten Flexpreise ab dem 11. Dezember um durchschnittlich knapp 7 Prozent an. Die Preise für die drei Bahncard-Abos, mit denen Fahrgästinnen und Fahrgäste pro Fahrt 25, 50 oder 100 Prozent Rabatt bekommen, steigen demnach um 4,9 Prozent.

Unverändert bleiben laut Bahn hingegen die Spar- und Supersparpreise, von denen pro Fahrt stets ein gewisses Kontingent ab 21,90 Euro beziehungsweise 17,90 Euro zur Verfügung steht. Auch die Reservierungskosten für Sitzplätze blieben gleich, teilte die Bahn mit.

Bauarbeiten ab 2023

Auch im Jahr 2023 geht die Sanierung des Schienennetzes unvermindert weiter, um das Netz fit für das weitere Wachstum zu machen. Aufgrund der Baustellen wird die Bahn das Angebot auf einigen Verbindungen zeitweise anpassen müssen, was teilweise bereits in den Fahrplan eingearbeitet ist. Über die im kommenden Jahr anstehenden großen Baumaßnahmen wird die DB im Dezember informieren.