Das Gepäck ist bereits aufgegeben, der Boarding Pass in der Hand, du siehst dich schon im Flieger über den Wolken auf dem Weg in den ersehnten Urlaub. Doch dann weist dich die Airline in letzter Minute ab und verweigert dir den Zutritt zum Flieger.

Was wie ein Albtraum klingt, kann tatsächlich zur Realität werden. Denn was viele Reisende nicht wissen: Es gibt etliche Gründe, warum Airlines Passagiere in letzter Minute am Flughafen stehen lassen dürfen.

1. Zu viel Alkohol getrunken

Vor dem Abflug zur Beruhigung noch zwei, drei Gläser Rotwein getrunken oder direkt von der Partymeile in den Flughafen gestolpert? Das kann zum Problem werden. Denn wer stark alkoholisiert ist, gilt als Sicherheitsrisiko für andere Reisende und die Crew.

Allerdings gibt es, anders als beim Autofahren, keine Promillegrenze – ob du flugtauglich bist oder nicht, entscheidet das Personal nach eigenem Ermessen.

Menschen unter starkem Alkohol- oder Drogeneinfluss gelten als Sicherheitsrisiko an Bord.

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2. Zu spät am Gate

Egal ob beim Check-in oder am Gate: Es zählt Pünktlichkeit. Wer zu spät kommt, kann leider nicht mehr mit. Wenn sich die Passagierin oder der Passagier allerdings nur um wenige Minuten verspätet, kann die Fluggesellschaft ihren Ermessensspielraum nutzen.

Allerdings sind der Toleranz Grenzen gesetzt, denn sonst wird die Verzögerung für die Airline zu teuer. Also beim letzten Aufruf für den Flug: Nichts wie ab zum Gate!

Am Flughafen zählt Pünktlichkeit. Lange Wartezeiten kosten die Airlines Geld.

3. Hohes Gesundheitsrisiko

Eine gesunde Selbsteinschätzung, ob man einen Flug antreten kann oder nicht, wird von jedem Fluggast erwartet. Die Airlines können kranke Gästinnen und Gäste ausschließen, wenn sie eine Gefahr für den Betroffenen oder Mitreisende sehen.

Ein zu hohes Gesundheitsrisiko kann unter anderem dann bestehen, wenn du an einer schweren Krankheit wie einem erhöhten Thrombose-Risiko leidest. Aber auch mit Fieber können Passagierinnen und Passagiere abgewiesen werden. 

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4. Fehlende Dokumente

Vor jeder Reise solltest du überprüfen, ob dein Reisepass noch gültig ist oder du ein Visum für ein Reiseziel benötigst. Fehlen die notwendigen Unterlagen, kann die Airline die Beförderung verweigern.

Nicht nur ein abgelaufener Reisepass kann zu Problemen am Flughafen führen. Auch Schreibfehler auf dem Ticket können für Ärger vor dem Abflug sorgen.

5. Probleme bei der Abfertigung

Die Bilder vom Abfertigungschaos an den Flughäfen während der Ferienzeit sind wohl noch allen im Kopf. Solltest du beim Check-in oder bei der Sicherheitskontrolle merken, dass die Zeit bis zum Abflug knapp wird, musst du dich beim Personal melden, wie der ADAC auf seiner Website berichtet. 

Wird die Wartezeit bei der Abfertigung zu lang, müssen sich Passagierinnen und Passagiere beim Personal melden.

6. Zu starker Körpergeruch

Tatsächlich kann dir eine Fluggesellschaft die Mitreise verweigern, wenn dich das Personal nicht gut riechen kann. Zu starker Körpergeruch fällt unter den Artikel 7, Punkt 7.1.2, der es der Lufthansa laut „t-online“ erlaubt, Passagiere aufgrund ihres unangenehmen Geruchs abzulehnen.

Er besagt, dass Passagiere das Wohlbefinden von Mitreisenden nicht in unerheblichem Maße beeinträchtigen dürfen. Ausgenommen von der Regelung sind Menschen mit Behinderung.

7. Falsche Kleidung

Versuchst du im Bikini oder in Hot Pants an Board zu kommen, musst du damit rechnen, von der Airline abgewiesen zu werden. Doch ist es rechtens, Menschen aufgrund ihrer Kleidung auszuschließen? Ja! Denn auch wie beim Körpergeruch gilt hier der Passus, dass Mitreisende nicht in ihrem Wohlbefinden gestört werden dürfen.

Wenn man bedenkt, dass Hunderte Menschen mit unterschiedlichen Kulturen während der Flugzeit auf engstem Raum miteinander auskommen müssen, sollte Respekt im Vordergrund stehen und nicht das knappe Reise-Outfit.

Im Bikini ins Flugzeug? Bei zu freizügiger Kleidung können Reisende vom Flug ausgeschlossen werden.

8. Zu viel Gepäck

Auch wenn es auf den ersten Blick etwas unübersichtlich scheint, die Airlines haben genau festgelegt, wie viel Gepäck jeder Flugreisende mit an Board nehmen darf. Neben der Stückzahl sind auch Größe und Gewicht für die Koffer genau festgelegt.

Wer sich nicht daran hält, muss sich auf eine Zusatzgebühr einstellen. Wer nicht bereit ist, diese zu bezahlen, verzichtet entweder auf sein Gepäck oder bleibt gleich am Boden. 

Ich packe meinen Koffer und wie viel darf mit? Auf ihren Homepages haben die Airlines veröffentlicht, wie viel Gepäck zulässig ist.

9. Flieger ist überbucht

Es ist ein kleines Risikospiel für die Airlines: Nicht selten verkaufen sie mehr Tickets, als es Sitzplätze an Bord gibt. Denn die Erfahrungen haben gezeigt, dass nicht alle Passagiere mit Ticket auch wirklich zum Flug kommen. Und bis zu einem bestimmten Prozentsatz sind solche Überbuchungen auch rechtens.

Sollte dein Flug überbucht sein und dir das Boarding verweigert werden, stehen dir nach Europäischem Fluggastrecht je nach Streckenlänge 250 bis 600 Euro Entschädigung zu, sowie ein Ersatzflug und wenn nötig die Unterbringung im Hotel.