Entlang endloser Dünen durch den feinen Sandstrand spazieren, begleitet von Pinienduft und Meeresrauschen. Jahrhundertealte Kulturdenkmäler besichtigen, fantastische Wellen surfen oder einfach nur gemütlich am Strand liegen.

Für all das und vieles mehr ist die circa 200 Kilometer lange Costa de la Luz bekannt, die sich von der Flussmündung des Rio Guadiana bei Huelva bis zum südlichsten Punkt Spaniens bei Tarifa zieht. Wie es mit den Temperaturen, Wasserbedingungen und der idealen Reisezeit für jede Art von Urlaub an der „Küste des Lichts“ ausschaut, erfährst du hier!

Das Klima an der Costa de la Luz

An der Costa de la Luz herrscht ein mediterranes Klima mit sehr warmen, sonnigen und trocknen Sommermonaten und milden, teilweise regnerischen Wintermonaten. Im Frühling und Herbst herrschen mit circa 20 Grad Tagestemperatur Wohlfühlbedingungen, wogegen die Küste im Sommer mit hohen Temperaturen und warmem Wasser vor allem zum Baden und zu Wassersport einlädt.

Allerdings gilt es zu beachten, dass aufgrund der Länge der Costa de la Luz Klimaunterschiede zwischen den Regionen herrschen: So ist der südöstliche Zipfel nahe der Straße von Gibraltar durch die exponierte Lage auch im Sommer eher milder und windiger, wogegen der westliche Abschnitt gerade im Juli und August sehr heiß und trocken ist.

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Die Temperaturen an der Costa de la Luz

Wer es gern warm und sommerlich mag, ist an der Costa de la Luz besonders gut aufgehoben, denn die Temperatur in der Region liegt im Jahresmittel zwischen 15 und 22 Grad Celsius.

Die Temperaturhöchstwerte werden im Juli und August erreicht, wenn das Thermometer tagsüber auf durchschnittlich 29 Grad ansteigt, wogegen im Januar und Februar mit 15 Grad die geringsten Mitteltemperaturen tagsüber vorherrschen. Die Tiefsttemperaturen fallen in den Sommermonaten nie unter 20 Grad, während es im Winter nachts mit durchschnittlich zehn bis zwölf Grad schon etwas kühler werden kann.

Die Wassertemperaturen entlang der Costa de la Luz

Durch die unmittelbare Nähe zum Atlantik erreicht die Wassertemperatur entlang der Costa le la Luz zwar nicht die Spitzenwerte des Mittelmeeres, lädt aber zur richtigen Jahreszeit trotzdem zu ausgiebigem Badespaß ein.

Zu Beginn des Sommers braucht das Meereswasser noch etwas länger, um auf „Betriebstemperatur“ zu kommen, dafür dauert es in den Herbstmonaten deutlich länger, bis es spürbar abkühlt. Das hat zur Folge, dass die Höchsttemperaturen im August und September bei circa 21 Grad liegen und das Wasser selbst im Oktober noch mit 19 Grad zu genießen ist. Den Tiefststand mit durchschnittlich 14 Grad erreicht das Quecksilber in den Frühlingsmonaten März und April.

Das Wasser bei Bolonia schimmert in verschiedenen Blautönen und lädt zum Baden ein.

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Sonne und Regen an der Costa de la Luz

Sonnenanbeterinnen und Sonnenanbeter werden es hier lieben! Schon in den Wintermonaten dürfen sie mit mindestens vier Stunden Sonnenschein pro Tag rechnen, im Frühling und Herbst steigt die Prognose auf durchschnittlich acht Stunden Sonne an und im Sommer heißt es bei bis zu elf Sonnenstunden: Sonne satt!

Angenehm ist hierbei vor allem, dass die Luftfeuchtigkeit zu dieser Zeit durch die hohen Temperaturen auf gerade mal 50 bis 55 Prozent sinkt. Auch wer im Urlaub Regen scheut, ist entlang der Costa de la Luz auf der sicheren Seite! Gerade in den beliebten Sommermonaten zwischen Mai und August ist mit nicht mehr als einem Regentag pro Monat zu rechnen.

Auch der September bietet mit circa fünf Regentagen durchaus angenehme Reisebedingungen! Die Monate März, April und November gelten als die verregnetsten Monate an der Costa de la Luz. Dann kommt es ungefähr jeden dritten Tag zu Niederschlag, wobei die Niederschlagsmengen im Vergleich zu Deutschland durchaus sehr moderat sind.

Die Windbedingungen an der Costa de la Luz

Die Costa de la Luz ist nicht umsonst als Eldorado für Wellenreiter bekannt, weht hier doch fast das gesamte Jahr ein Offshore-Wind! Eine Besonderheit ist, dass zwei Windphänomene gleichzeitig auftreten (können): Der Westwind „Poniente“ bringt als angenehme Brise oft etwas kühlere Luft vom Pazifik mit, wogegen der Ostwind „Levante“ häufig recht stark bläst und eher warme Luft vom Mittelmeer im Gepäck hat.

An mehr als 300 Tagen im Jahr kann er eine Windgeschwindigkeit von über 30 Kilometern pro Stunde erreichen! Für Badeurlauberinnen und ‑urlauber ist er aber nicht wirklich spürbar und man wird davon nicht weiter beeinflusst, als Surferin oder Surfer allerdings profitiert man vor der Küste sehr vom Aufeinandertreffen beider Winde.

Die Costa de la Luz ist für die Windphänomene „Poniente“ und „Levante“ bekannt.

Beste Reisezeit für die Costa de la Luz

Die Costa de la Luz ist das ganze Jahr über bereisbar und bietet je nach Jahreszeit und Saison andere Reize und Vorteile. Obwohl oder gerade weil die meisten Urlauberinnen und Urlauber eher in den Sommermonaten an der andalusischen Küste vorbeischauen, empfiehlt es sich auch, außerhalb der Hauptbadesaison in den etwas ruhigeren Genuss dieser einzigartigen Region zu kommen.

Am Ende hängt es natürlich davon ab, was du in deinem Urlaub bevorzugst – Ruhe, Entspannung, Action, Kultur, Kulinarik oder etwas ganz anderes.

Beste Reisezeit für deinen Strandurlaub

Für Sonnenfans bieten sich ganz klar die Sommermonate von Juni bis September für einen Besuch der Costa de la Luz an, wenn die Temperaturen konstant hoch und Niederschläge praktisch nicht vorhanden sind. Natürlich kann es in dieser Zeit wegen der hohen touristischen Nachfrage an so manchen Stränden recht voll werden und die Preise für alle touristischen Angebote (Restaurants, Hotels, Verleihe et cetera) gehen traditionellerweise in die Höhe.

Ausweichmöglichkeiten für sparsamere Wasserratten sind daher auch die Herbstmonate von September bis November. Die Luft- und Wassertemperatur ist dann immer noch relativ hoch, die Regentage halten sich in Grenzen und die Preise für Kost und Logis fallen außerhalb der Hauptsaison schnell!

In den warmen Sommermonaten kannst du sogar schon zum Sonnenaufgang ins Wasser!

Beste Reisezeit für deinen Städte-Roadtrip

Du willst in deinem Urlaub an der Costa de la Luz nicht nur am Strand auf der faulen Haut liegen, sondern vor allem die Kultur der Region kennenlernen und den vielen traditionellen Mittelmeerorten und verschlafenen Dörfern wie Bolonia, Conil de la Frontera oder El Rocío einen Besuch abstatten?

Dann empfehlen wir dir vor allem die Wintermonate zwischen Dezember und Februar/März, da das Thermometer dann selten auf über 20 Grad klettert und so einem Stadtbummel oder einem ausgiebigen Spaziergang durch historische Gässchen nichts im Wege steht. Sollte es doch einmal regnen, kann man sich die Zeit einfach in einem der unzähligen schnuckeligen Cafés entlang der Küste vertreiben. Typischerweise sind auch die Preise im Tourismussektor in diesem Zeitraum besonders günstig!

Traumhafter Sonnenuntergang an der Costa de la Luz.

Beste Reisezeit für deinen Aktivurlaub

Willst du für den Urlaub an der Costa de la Luz dein Surfbrett einpacken, dann solltest du wissen, dass die Wellen zu den Jahreszeiten unterschiedlich stark auftreten. Wo sich die Sommermonate mit moderateren Winden und kleineren Wellen eher für Anfängerinnen und Anfänger eignen, kommen Surf-Profis eher in den windigeren Wintermonaten voll auf ihre Kosten und können gerade im südöstlichen Bereich der Costa de la Luz praktisch jeden Tag an einem anderen Strand surfen.

Die Costa de la Luz verspricht ideale Windbedingungen für Wellenreiter.

Wer seinen Urlaub an der Mittelmeerküste eher dafür nutzen will, die vielen Nationalparks, Pinienwälder, Lagunen und Co. mit dem Fahrrad oder zu Fuß zu erkunden, der wird vor allen Dingen den Frühling genießen, wenn die Temperaturen noch moderat sind und Flora und Fauna richtig zum Leben erwachen. Der Pinien- und Blumenduft und die Vogelvielfalt sind dann besonders hoch. Aber auch die Herbstmonate haben für Aktivurlauberinnen und ‑urlauber ihren Reiz, wenn sich in den Mischwäldern der Region ein wahres Farbenspektakel offenbart.