Lefkada, das sind lange Strände mit kristallklarem Wasser. Wer nicht zum Badeurlaub auf die griechische Insel kommt, erklimmt einen der vielen Wanderpfade, die sich um die Berge der Insel schlängeln, und genießt dabei die tolle Panoramaaussicht auf das Mittelmeer. 

Einige Wege führen auch am schönen Kap Lefkada an der Südspitze der Insel vorbei. Hier ragt ein schroffer weißer Felsen samt Leuchtturm spitz ins Meer hinein. Doch um diesen Bilderbuch-Ort ranken sich zahlreiche traurige Mythen, die die Menschen auf der Insel über Jahrhunderte an ihre Nachfahren weitergegeben haben. 

Kap Lefkada bietet tolle Ausblicke zu jeder Jahreszeit.

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Kap Lefkada: Berüchtigt unter verzweifelten Liebenden

Laut „Greek Reporter“ haben sich seit Menschengedenken unglückliche Liebende an der Spitze des Kaps in den Tod gestürzt. Darunter die antike Dichterin Sappho, die für ihre Liebesgedichte geschätzt wird und darin das Leben von Frauen sowie die Liebe zu Frauen und Männern thematisiert. Sie soll von den Klippen in den Tod gesprungen sein, nachdem der Meeresgott Phaon ihre Liebe abgelehnt hatte. 

Und auch die Göttin Aphrodite soll hier ihr tragisches Ende gesucht, nicht jedoch gefunden haben: Nachdem sie vom Tod ihres geliebten Adonis gehört hatte, soll auch sie sich am Kap Lefkada in die Fluten gestürzt haben. Wegen ihres Status als Göttin allerdings landete sie unversehrt im Wasser und verzehrte sich weiterhin nach ihrem Geliebten. 

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Antiker Tempel mit trauriger Vergangenheit?

Ob die Geschichten einen wahren Kern haben? Das lässt sich nicht nachprüfen, denn ein Mythos besteht schließlich nur dadurch, dass viele Menschen ihn weitergeben. 

Ganz schön hoch: Die Klippen am Kap Lefkada von oben.

Erwiesen ist allerdings, dass es in der Nähe des Kaps in der Antike einen gegeben hat. Davon zeugen letzte Überreste des Mauerwerks. Er war dem griechischen Gott Apollon geweiht. 

Antike Quellen erwähnen, dass sich dort für heutige Verhältnisse schauerliche Dinge zugetragen haben: Hier könnten Menschenopfer, später Tieropfer ins Meer geworfen und dann ihrem tragischen Schicksal überlassen worden sein. Diese Praxis sollte in der Tradition der alten Griechen die Göttinnen und Götter besänftigen. 

In der Ferne ragt ein wichtiger Leuchtturm am Kap Lefkada in die Höhe.

Kap Lefkada heute ein beliebtes Ausflugsziel mit Ausblick

Heute allerdings haben die Menschen auf Lefkada diesen schauerumrankten Ort umgedeutet. Statt Tod und Tragödie befindet sich auf der Spitze des Kaps Lefkada heute der Doukato-Leuchtturm. Er soll die Schiffsbesatzungen sicher durch das Meer führen. In anderen Worten: vor dem Tod bewahren.

Er ist aus diesem Grund bei Schiffsreisenden beliebt und aus einem anderen auch bei Urlauberinnen und Urlaubern: Der Leuchtturm und seine Umgebung bieten einen tollen Ausblick aufs Meer. Neben dem Bauwerk ragen zudem die Inseln Ithaka und Kefalonia aus dem Wasser – ein schöner Anblick, besonders bei Sonnenuntergang.