Du suchst ein Ausflugsziel, bei dem es hoch hinauf geht? Dann sind Bergbahnen in Deutschland eine super Möglichkeit, in kurzer Zeit auf den Gipfel zu gelangen.

Du willst Bergbahn fahren wie im 19. Jahrhundert? Dann ab nach Dresden oder Karlsruhe. Oder doch lieber die Zweier-Gondel, die durch das Postkartenmotiv am Königssee schwebt? Wir stellen dir unsere Favoriten vor.

Je nach Bergbahn werden traumhafte Aussichten geboten und vielfach kommen nostalgische Herzen auf ihre Kosten. Apropos Kosten: Auch diese gleichen bei den Bergbahnen einer Berg-und-Tal-Fahrt. Angefangen bei 3 Euro bis zu 38 Euro zahlt eine erwachsene Person für die Hin- und Rückfahrt. 

1. Heidelberger Bergbahnen

Vom Kornmarkt über die Altstadt bis zur Molkenkur fährt die untere Heidelberger Bergbahn. Weiter geht es mit der historischen Königstuhlbahn, die schon über 100 Jahre alt ist, bis zum Königstuhl. Die Heidelberger Bergbahnen legen dabei eine Strecke von 1,5 Kilometern zurück.

Auch die Umgebung ist beeindruckend: Wenn du am Heidelberger Hausberg Königstuhl ankommst, stehst du am höchsten Punkt der Stadt und kannst alles überblicken: Die Stadt, das Neckartal, sogar die Rheinebene und die Pfälzer Weinstraße sind von hier aus sichtbar. Achtung: Leider ist nur die untere Bahn barrierefrei nutzbar. Hin- und Rückfahrt mit beiden Bahnen: 14 Euro.

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Heidelberger Bergbahnen: Wie in alten Zeiten geht es mit der Königstuhlbahn von Molkenkur zum Königstuhl.

2. Turmbergbahn in Karlsruhe

Ein kleines, rot-gelbes Bähnchen fährt auf den Turmberg im Karlsruher Stadtteil Durlach. Schon seit 1888 ist die Bahn, die als älteste Standseilbahn Deutschlands angepriesen wird, in Betrieb. Oben angekommen, kannst du auf der Turmbergterrasse den Blick auf die Stadt und die Rheinebene genießen. 

Die Turmbergbahn ist die Alternative zu einer Treppe, die Hexenstäffele genannt wird und mit 528 Stufen nach oben führt. Doch diese Puste sollte man sich sparen und lieber von der Terrasse aus die 127 Stufen des 28 Meter hohen Turms der Turmbergruine aus der Stauferzeit besteigen. Die Berg-und-Tal-Fahrt kostet insgesamt 3 Euro.

Nach der Fahrt mit dem Bähnle bietet die Turmbergterrasse einen weiten Ausblick.

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3. Standseilbahn in Stuttgart

Schon ihr Anblick sorgt für gute Laune. Die Standseilbahn in Stuttgart ist ein Relikt vom Ende der Zwanzigerjahre. Klein und schräg wirkt sie durch ihre schiefen, versetzten Fenster. Wer hier im Stadtteil Heslach einsteigt, steigt am Waldfriedhof wieder aus. Als Erbschleicherexpress wurde die Bahn daher schon bezeichnet.

Die Seilbahn befindet sich fast noch im Originalzustand und ist denkmalgeschützt. Während der Fahrt kannst du herrlich in die Vergangenheit eintauchen, aber du musst dich beeilen: Von der Stadt in die Stille des Waldes dauert es nur vier Minuten. 1,50 Euro werden pro Strecke fällig.

Die Standseilbahn Stuttgart von 1929 kurz vor der Einfahrt in die Bergstation Waldfriedhof.

4. Merkurbergbahn in Baden-Baden

Mit einer Steigung zwischen 23 und 58 Grad zählt die Merkurbergbahn zu den steilsten Deutschlands, seit 1913 geht es mit ihr den Berg hinauf. Die Bahn fährt fahrerlos, es geht los, sobald die Abfahrt-Taste gedrückt wird. Das Ziel: Merkur, der Hausberg von Baden-Baden, der nach wenigen Minuten erreicht wird.

Auf dem Gipfel warten Wanderwege, das Merkurstüble, Wiesen, ein Grillplatz. Für Gleitschirmfliegerinnen und ‑flieger ist hier ein beliebter Startplatz. Wer will, kann noch höher hinauf: Mit dem Fahrstuhl geht es im Merkurturm auf eine Aussichtsplattform, die eine gute Sicht auf Baden-Baden, den Schwarzwald, die Vogesen, das Murgtal und die Rheinebene freigibt. Berg-und-Tal-Fahrt: 6 Euro.

Ausflugtipp für Baden-Baden: Mit der Bergbahn auf den Merkur und vom Merkurturm die Panoramasicht genießen.

5. Dresdner Bergbahn

Die Dresdner Standseilbahn verbindet seit 1895 die Haltestelle Körnerplatz im Ortsteil Loschwitz mit dem Villenviertel Weißer Hirsch. Auf 547 Metern überwindet die Bahn 95 Höhenmeter, fährt dabei durch die Natur der Loschwitzer Elbhänge, durch zwei Tunnel und über ein 102 Meter langes Brückenviadukt. Von der Bergstation aus hast du einen tollen Blick über Dresden

Direkt bei der Bergstation befindet sich auch die Gaststätte Luisenhof, die als „Balkon von Dresden“ bekannt ist. Auch die denkmalgeschützte Neorenaissance-Villa San Remo ist äußerst sehenswert. Informationen zu einem Kultur-Spaziergang sind in einem kostenlosen Flyer in den Bergbahnstationen erhältlich. Berg-und-Tal-Fahrt an einem Tag: 5 Euro.

Ausflug ins Villenviertel mit der Dresdner Standseilbahn.

6. Jennerbahn in Schönau am Königssee

Von der Talstation in Schönau geht es in Zweier-Gondeln hinauf auf den Jenner zu einem Hochplateau in 1802 Metern Höhe. Schon die Seilbahnfahrt über Tannen und Felsen ist imposant. Nur ein paar Meter neben der Bergstation liegt die Aussichtsplattform, von der aus das Postkartenidyll des grünen Königssees und die Bergwelten vom Watzmann-Massiv bis zum Hohen Göll für die Anfahrt belohnen.

Das Naturschutzgebiet kann ab hier am besten wandernd erkundet werden. Botanikerinnen und Botaniker suchen nach Enzian und Edelweiß, Tierfans können Murmeltiere und Gämsen entdecken. Günstig ist der malerische Spaß jedoch nicht: Für die Berg-und-Tal-Fahrt werden pro Erwachsenen 38 Euro fällig, Kinder zahlen 19 Euro. 

Mit der Jennerbahn zum atemberaubenden Panoramablick.

7. Karwendelbahn in Mittenwald

Hoch hinauf geht es mit der Karwendelbahn in Mittenwald. Die Bergstation der Luftseilbahn liegt in 1300 Metern Höhe und ist einen Ausflug wert. Spektakulär ist das direkt neben der Bergstation gelegene Naturinformationszentrum (das höchstgelegene Infozentrum Deutschlands), das wie ein Riesenfernrohr geformt in das Isartal ragt. Der Blick auf Felsen, Wiesen und Bergwälder ist hier inklusive.

Die Bergstation der Karwendelbahn mit Natur-Informationszentrum auf 2244 Metern Höhe.

Ab der Bergstation stehen Wanderfans Wege aller Schwierigkeitsstufen zur Verfügung, vom familienfreundlichen Wanderweg bis zu anspruchsvollen Klettersteigen. Wer nur die Aussicht genießen und sich verwöhnen möchte, kann in der vorhandenen Berggaststätte Kaiserschmarrn essen und die Gedanken sowie den Blick schweifen lassen. Die Berg-und-Tal-Fahrt kostet je erwachsene Person 34,50 Euro.