Wer sich mehr Dolce Vita wünscht, sollte sich ein Angebot aus Sardinien genau ansehen. Die italienische Feriendestination möchte ihre Dörfer vor dem Aussterben bewahren – und will daher neue Einwohnerinnen und Einwohner anlocken. Und womit funktioniert das besser als mit Sonne, Strand und einem Batzen Geld?

Eben. Neben den natürlichen Vorzügen der Insel bekommen die Zugezogenen, die auf Sardinien ein Haus kaufen und dauerhaft wohnen bleiben möchten, einen Zuschuss von bis zu 15.000 Euro für das Eigenheim, direkt von der Inselregierung

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Auswandern nach Sardinien: Prämie hat einen Haken 

Die Sache hat jedoch einen Haken: Das Geld gibt es nicht bar auf die Hand. Du musst zunächst ein Haus kaufen und deinen Hauptwohnsitz auf die Insel verlegen.

Auf Sardinien steht ein Haus zum Verkauf. Ein Schild zeigt dies an.

Frei in der Wahl des neuen Wohnorts sind die Neu-Sardinnen und -Sarden auch nicht: Wer mit Hilfe des Startkapitals nach Sardinien auswandern möchte, sollte es gern einsam mögen. Das Angebot gilt nur für diejenigen Dörfer, die weniger als 3000 Einwohnerinnen und Einwohner zählen.

In Frage dafür kommt etwa das 800-Seelen-Dorf Burgos im Landesinneren der Insel, das zu Füßen eines imposanten Felsens inklusive Burgruine liegt. Oder die Gemeinde Neoneli, die rund zehn Kilometer vom Fluss Tirso trennen und weniger als 700 Menschen zählt – und auch im Landesinneren liegt. Bis zu dem nächstgelegenen Mittelmeerstrand, etwa bei S'Archittu, fährst du etwa 60 Kilometer. 

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Traumhafter Anblick: Das Städtchen Burgos in der Morgendämmerung.

Wenn du noch immer interessiert bist, musst du noch eine wichtige Sache beachten: Bei den 15.000 Euro handelt sich um einen Höchstbetrag. Fall dein neues Haus inklusive Renovierung weniger als 30.000 Euro kosten sollte, bekommst du weniger Geld. Die Regierung zahlt bis zu 50 Prozent der Kosten als Zuschuss. 

Bis zu 3000 neue Eigenheime bezuschusst

Für die Initiative hat die Inselregierung 45 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, damit könnten 3000 neue Haushalte auf Sardinien gegründet werden. 

Ein-Euro-Häuser in Italien

Das Projekt auf Sardinien ist nicht das einzige, das wieder Leben in italienische Dörfer bringen soll. Denn viele kleinere Orte abseits der Touristen-Hotspots kämpfen gegen Arbeitslosigkeit und Abwanderung vor allem junger Mensche in die Städte.

Seit Jahren sorgen so genannte Ein-Euro-Häuser für Aufsehen. In vielen Regionen Italiens gibt es Orte, die renovierungsbedürftige Häuser für diesen symbolischen Betrag verkaufen. Auf Sardinien beteiligen sich beispielsweise die Gemeinden Montresta, Nulvi, Romana, Ollolai und Bonnanaro.

Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel erschien erstmals am 5. August 2022. Wir haben ihn am 25. August aktualisiert.