Wer Urlaub an der Costa de la Luz macht, steht nicht nur sprichwörtlich auf der Sonnenseite des Lebens! Mit über 3000 Sonnenstunden pro Jahr ist die „Küste des Lichts“ die sonnenreichste aller spanischen Regionen. Doch nicht nur Sonnenfreunde und Wasserratten werden sich dort wohlfühlen.

Die Region bietet auch für alle anderen ausreichend Highlights, die nicht nur eine, sondern gleich mehrere Reisen füllen könnten. Neben geschichtsträchtigen Städten, römischer Architektur, leckerem Essen und charmanten Bergdörfern erwartet dich im Urlaub abwechslungsreiche Natur und entspanntes Flair. Wir zeigen dir, welche Höhepunkte die Costa de la Luz für deinen Urlaub bereithält.

Natur pur im Nationalpark Coto de Doñana

In der Nähe des verschlafenen Städtchens El Rocio liegt im Mündungsgebiet des Flusses Guadalquivir das Unesco-Weltnaturerbe Coto de Doñana.

Spannende Kultur und Architektur: Die Stadt Jerez de la Frontera lohnt einen Besuch, wenn du an der Costa de la Luz Urlaub machst.

Als größtes Vogelschutzgebiet in Europa ist der Nationalpark eine der wichtigsten Stationen für Zugvögel auf dem Weg von Europa nach Asien. Da das Feuchtgebiet seit dem 13. Jahrhundert als Jagdgebiet für den König vorgesehen war, ist es weitestgehend naturbelassen und unberührt geblieben.

Brauchst du eine Auszeit vom Trubel der Strände und Küstenorte, ist ein Ausflug in den Nationalpark also eine willkommene Abwechslung. Der Nationalpark beherbergt Wanderdünen, Pinienwälder, Sumpfgebiete, Lagunen, Bäche und Teiche. Große Teile des Parks stehen unter Schutz und können daher nur erwandert oder auf geführten Touren, zum Beispiel mit dem Geländewagen, auf dem Rücken eines Pferdes oder mit dem Boot, besucht werden. Außerdem gibt es Naturlehrpfade mit Vogelbeobachtungsstationen (zum Beispiel bei Las Rocinas und El Acebuche), auf denen du tiefer in die Flora und Fauna einsteigen kannst.

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Cádiz – Juwel des Atlantiks

Als eine der ältesten Städte Westeuropas bezaubert Cádiz nicht nur mit architektonischen Prachtstücken und einer schnuckeligen Altstadt, sondern auch mit einer spannenden Kultur und mediterranem Flair!

Auf hohen Klippen unterwegs: Rund um das Kap mit dem Leuchtturm laden schöne Strände zum Entdecken ein.

Besonders sehenswert ist die Kathedrale von Cádiz mit ihrem hohen Turm und den verschiedenen Baustilen. Aber auch die Festung Santa Catalina und die Festung San Sebastián sind einen Abstecher wert. Letztere wurde quasi im Meer erbaut und ist nur durch eine Steinbrücke mit dem Festland verbunden. Zum Sonnenuntergang in den frühen Abendstunden hast du hier eine grandiose Aussicht auf den Atlantik und Cádiz.

Vom Torre Tavira, dem höchsten Punkt der Altstadt, eröffnet sich dir hingegen eine ganz andere Perspektive auf das Häusermeer. In der bunten Altstadt kannst du durch die verwinkelten Gassen schlendern, Kaffee schlürfen oder durch die kleinen Geschäfte bummeln. 

Auf den Spuren der Römer in Baelo Claudia

Im westlichen Teil der Bucht von Bolonia liegen die ausgegrabenen Funde der römischen Stadt Baelo Claudia. Benannt nach Kaiser Claudius, handelt es sich dabei um eine der bedeutendsten und am besten erhaltenen Ruinenstädte auf dem spanischen Festland. Nirgends auf der iberischen Halbinsel lässt sich ein solch umfassender Einblick in die römische Architektur und Lebensweise erhalten. 

Die Funde der römischen Stadt Baelo Claudia bieten spannende Einblicke in die römische Architektur und Lebensweise

Schon damals war die Hafenstadt aufgrund der Herstellung von gesalzenem Fisch und der äußerst beliebten Fischsauce Garum im ganzen römischen Reich bekannt. Ganze 700 Jahre lang war Baelo Claudia bewohnt – wie man sich das damalige Leben vorstellen kann, zeigen die Wohnhäuser, Aquädukte, eine Therme, vier Tempel, ein Theater und ein Stadttor. Auch in der alten Garum-Fabrik erhältst du einen guten Einblick in die damalige Produktion.

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Entlang der „Straße der weißen Dörfer“

Bei einem Ausflug entlang der „Straße der weißen Dörfer“ verlässt du für kurze Zeit das Meer, um dich ins spanische Hinterland rund um den Naturpark Sierra de Grazalema zu begeben.

Vejer da la Frontera: Besonders charakteristisch sind die weißen Häuser mit ihren bunten Blumentöpfen davor

Dort kannst du in den für die Region charakteristischen weißen Dörfern durch die engen Gassen schlendern, am Hauptplatz Kaffee trinken, leckere Tapas essen und dich vom unvergleichlichen Charme der gekalkten weißen Häuser mit ihrer liebevollen Dekoration verzaubern lassen.

Von den rund 30 Orten auf der „Ruta de los Pueblos Blancos“ ist das Bilderbuchdorf Vejer de la Frontera das bekannteste. Anmutig thront es rund 200 Meter oberhalb der Strände der Costa de la Luz auf einem Hochplateau und ist mit der bezaubernden Altstadt, der maurischen Burg und den Kirchen mit Sicherheit eines der schönsten weißen Dörfer in ganz Spanien!

Es lohnt sich aber auch, Dörfer wie Arcos de la Frontera, Zahara de la Sierra, Villaluenga del Rosario oder das Felsendorf Setenil de las Bodegas anzusteuern. Alleine die Fahrt durch das spanische Hinterland ist ein Erlebnis für sich! Immer wieder eröffnen sich dir tolle Aussichten auf die Dörfer, Flüsse und das Meer. Auch zum Wandern ist die Region ideal.

Kap Trafalgar – Paradies für Historiker und Naturenthusiasten

Auf den Klippen zu stehen, die salzige Luft einzuatmen und sich in der Weite des Meeres zu verlieren gehört zu jedem guten Urlaub an der See dazu. Da ist es doch äußerst praktisch, dass das Kap Trafalgar am Tor zur Straße von Gibraltar besonders schön ist!

Auf hohen Klippen unterwegs: Rund um das Kap mit dem Leuchtturm laden schöne Strände zum Entdecken ein.

Die kleine Landzunge steht nur sechs Meter über dem Meeresspiegel hervor und bildet das Fundament für einen 34 Meter hohen Leuchtturm aus dem Jahre 1860 – von hier aus hast du eine grandiose Aussicht und kannst an klaren Tagen sogar bis nach Afrika sehen! 

Das Kap wird vor allem Historikerinnen und Historikern ein Begriff sein, denn hier fand im Jahr 1805 eine der bekanntesten Schlachten der Seegeschichte statt. Unter Admiral Nelson wurde an diesem Ort die spanisch-französische Flotte besiegt, was letztendlich entscheidend für die Niederlage Napoleons war. 

Umgeben von hohen Sanddünen, gehören die kilometerlangen Strände rund um das Kap zu den schönsten und unberührtesten in ganz Andalusien und laden zu einem entspannenden Strandtag oder langen Entdeckungsspaziergängen ein. 

Jerez de la Frontera – Sherry, Kultur und Geschichte

Die Stadt Jerez de la Frontera hat ihren Bekanntheitsgrad vor allen Dingen dem süffigen Sherry zu verdanken, der von hier stammt. Als Sir Francis Drake bei einem Überfall auf Cádiz im Jahre 1587 über 3000 Fässer stahl, legte er den Grundstein für eines der wichtigsten Geschäfte der Stadt. 

Ein Ausstellungsraum mit alten staubbedeckten Sherry-Flaschen im Weingut Bodega Gonzalez Byass in Jerez de la Frontera. Lust auf eine Kostprobe?

Alkoholisch verstärkt, konnte der trockene Weißwein für den Transport haltbar gemacht werden und damit die Herzen vieler Menschen auf der ganzen Welt erobern. So ist Jerez de la Frontera noch heute die Heimat weltweit bekannter Sherry-Dynastien wie Tío Pepe, die Führungen und Verkostungen anbieten.

Die Stadt lohnt aber auch einen Besuch für alle, die dem edlen Tropfen nichts abgewinnen können. Das kulturelle und historische Angebot der Stadt ist äußerst breit, zu den Highlights gehören das mächtige Alcazar aus dem 11. Jahrhundert – das älteste Gebäude der Stadt –, die San-Salvador-Kathedrale mit ihren verschiedenen Baustilen und dem starken orientalischen Einfluss sowie die anmutigen Pferde der Königlich-Andalusischen Reitschule.

Surfer-Hotspot Tarifa

Der Surfer-Hotspot Tarifa ist bei vielen Europäerinnen und Europäern vor allem für die entspannte Atmosphäre bekannt. Besonders die Altstadt mit ihren verwinkelten, engen Gassen, den charmanten Häuschen und den bunten Farbtupfern versprüht einen ganz besonderen Charme! Verliere dich in den romantischen Gässchen, lass in einem der schnuckeligen Cafés die Seele baumeln oder schlendere durch die hippen Geschäfte.

Schöne Stadt im Abendlicht: In der Altstadt von Tarifa wird es eng und verwinkelt.

Wer noch nicht genug vom coolen Flair Tarifas hat, kann sich außerdem den weitläufigen Sandstrand anschauen. In der „Windhauptstadt Europas“ tummeln sich zahlreiche (Wind- und Kite-)Surferinnen und Surfer, die Interessierte mit ihren Kunststücken zu beeindrucken wissen. Auch ein Besuch des nur zwölf Kilometer entfernten Tanger in Marokko ist von hier aus möglich. 

Sicher ist: Wenn du dich am Meer wohlfühlst, Großstädte am liebsten meidest und bei einem entspannten Tag die Akkus wieder aufladen möchtest, dann wird Tarifa im Nu dein Herz erobern!

La Rábida – Die Entdeckung der „Neuen Welt“

Im Kloster La Rábida bei Palos de la Frontera dreht sich seit knapp 500 Jahren alles um Christoph Kolumbus und die Entdeckung der „Neuen Welt“. Besessen von der Idee, einen direkten Weg nach Indien zu finden und damit zu Ruhm zu gelangen, erbat Kolumbus beim portugiesischen König im 15. Jahrhundert Schutz, eine Flotte und die nötige Finanzspritze. 

Ein Höhepunkt an der Costa da la Luz: Das Kloster La Ràbida hat eine lange und bewegte Geschichte

Doch als dieser ihn abwies, suchte Kolumbus Zuflucht im spanischen Kloster La Rábida und erhielt dort die gewünschte Unterstützung der Mönche. Dank ihrer ausgezeichneten Kontakte zur spanischen Krone konnten sie die Gunst des spanischen Königs gewinnen, welcher bereit war, die Expeditionsausstattung für Kolumbus zu stellen.

Am 3. August 1492 stach die kleine Flotte vom Kloster bei Palos de la Frontera aus in See, entdeckte den für Europäerinnen und Europäer bis dahin unbekannten Kontinent Amerika und veränderte damit grundlegend das Wissen um unsere Welt. 

Das Kloster und das dazugehörige Museum können heute besichtigt werden und erzählen aus der Geschichte der Seefahrt und der Entdeckung Amerikas. Am nahe gelegenen Fluss siehst du außerdem die originalgetreuen Nachbauten der damaligen Schiffe.