Es war eine Katastrophe, als es am 19. September 2021 nach einer Ruhepause von 50 Jahren auf La Palma erstmals wieder zu einer Eruption kam. Fast drei Monate lang wüteten Feuer und Asche an der Vulkankette Cumbre Vieja. Die auf das Meer treffenden Lavamassen breiteten sich bis zum 13. Dezember enorm aus. Etwa 1200 Hektar Fläche und fast 2900 Gebäude wurden unter bis zu 1300 Grad heißer Lava begraben. 7000 Menschen mussten damals evakuiert werden.

Rauch und Lava strömen aus einem Vulkan der Kette Cumbre Vieja auf La Palma. Der Vulkan war am Sonntag ausgebrochen.

Die Insel La Palma erlebte in den letzten 500 Jahren acht Vulkanausbrüche. Durch die jüngste Eruption entstanden neue Landmasse und ein neuer Vulkankegel auf La Palma. Lange war dieser namenlos, nach einer Abstimmung hat sich der Name Tajogaite durchgesetzt. Die Spuren der Verwüstung sind noch überall zu sehen: Wo es vorher blühte, liegt nun eine karge Mondlandschaft.

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Ein Haus auf La Palma, halb verschüttet von einem Lavastrom.

Neu: Geführte Tour zum neuen Vulkankegel

Gefahr besteht keine mehr, deshalb erholt sich auch langsam der Tourismus wieder. Vor allem aber ist es der neue Vulkan, der die Urlauberinnen und Urlauber in Scharen anzieht. Weil die Neugier auf den Feuerberg so groß ist, gibt es nun erste Wanderungen zum neuen Vulkankegel. In einer kleinen Gruppe von maximal 15 Personen geht es unter der fachkundigen Leitung eines einheimischen Wanderführers zur Cumbre Vieja.

Ein Wanderweg durch die typische Vulkanlandschaft auf La Palma.

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Startpunkt ist der Aussichtspunkt am Llano del Jable in der Gemeinde El Paso auf 1200 Meter Höhe. Von dort aus geht es auf einer Strecke von etwa fünf Kilometern zum neuen Vulkan – bis 100 Meter an den Krater heran. Die Wanderung dauert zweieinhalb bis drei Stunden und ist nicht schwierig zu gehen. Es gibt kaum An- oder Abstiege, allerdings benötigt man ein Mindestmaß an Fitness und Wandererfahrung. Es gibt mehrere Anbieter, darunter beispielsweise La Palma Natural, La Palma Transfer und Tours sowie Isla Bonita Tours.

Sicherheit geht vor

Das Gebiet ist teilweise gesperrt und wird auch bewacht, damit niemand ohne offiziellen Guide dem Vulkan zu nahe kommt. Denn auch wenn die Eruption im Dezember 2021 zum Stillstand kam, brodelt es noch immer unter der Erdoberfläche. Deshalb werden auch die Gasemissionen während der Wanderung regelmäßig geprüft. Sollten gewisse Werte überschritten werden, bricht der Guide die Tour aus Sicherheitsgründen ab.

Wanderer beim Aufstieg zu einem Vulkankrater auf La Palma.

Gut vorbereitet auf den neuen Vulkan auf La Palma*

Wer die abenteuerliche Wanderung mitmachen möchte, sollte sich gut vorbereiten. Wichtig sind feste Schuhe mit einer rutschfesten Sohle, eine Wasserflasche, entsprechende Wanderkleidung mit Mütze und Schal als Schutz vor Wind und Wetter und im Idealfall auch eine Duschhaube (und ein Mundschutz), falls es zu Asche-Aufwirbelungen kommt. Finger weg von Lavasteinen: Es ist verboten, unterwegs Steine mitzunehmen!

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