„La Isla Bonita“ – so nennen die Einheimischen ihre Insel. „Die schöne Insel“ hält ihr Versprechen: Die landschaftliche Vielfalt auf La Palma ist beeindruckend. Unterwegs über die drittkleinste Kanaren-Insel erlebst du üppig grüne Wälder, karge Vulkanlandschaften und paradiesische Strände mit magischem Touch, denn fast alle Strände bestehen aus schimmerndem, schwarzen Sand.

Im Urlaub gibt es also viel zu entdecken. Wir haben die Highlights auf La Palma für dich zusammengefasst.

Santa Cruz de la Palma

Kein Urlaub auf La Palma ohne einen Abstecher in die Inselhauptstadt. Santa Cruz de la Palma ist eine zauberhaft schöne Stadt, in der du viel über die Geschichte der Insel lernst.

In der Altstadt stößt du auf tolle Herrenhäuser im Kolonialstil, schlenderst über mit Kopfstein gepflasterte Straßen und spürst überall die Vergangenheit der Inselhauptstadt als wichtiger Hafen auf der Route zwischen Europa und Amerika. Santa Cruz de La Palma ist eine der ältesten Städte der Kanarischen Inseln und wurde bereits im Jahr 1493 gegründet.

Die Inselhauptstadt Santa Cruz de La Palma bezaubert mit ihrer schönen Altstadt.

Am nördlichen Ende befindet sich mit dem Castillo de la Virgen eines der Wahrzeichen der Stadt. Die Festung wurde im 17. Jahrhundert zur Verteidigung vor Piraten errichtet. Auf dem Dach gibt es eine Aussichtsplattform, auf der du 21 Kanonen aus Eisen bewundern kannst.

Mindestens genauso fotogen ist die Avenida Maritima: Hier reihen sich die berühmten Häuser mit den typischen kanarischen Holz-Balkonen aneinander. Weitere Highlights sind die Fußgängerzone Calle O’Daly zum Bummeln und Shoppen, das im 16. Jahrhundert erbaute Rathaus und die Plaza de España mit der Kirche Matriz de El Salvador.

Aktuelle Deals

Caldera de Taburiente

Die Natur spielt überall auf La Palma eine große Rolle. Das merkt man vor allem im Naturpark Caldera de Taburiente. Im Herzen der Insel liegt dieses beeindruckende Gebiet, das aus einem Talkessel von acht Kilometern Durchmesser besteht. Es entstand einst durch vulkanische und erosive Phänomene. Heute ist der Naturpark von Wäldern bedeckt, in denen sich Schluchten und Quellen verbergen. Es gibt Höhenunterschiede von bis zu 2000 Metern.

Blick in den Kessel der Caldera de Taburiente auf La Palma.

Am besten erkundest du die Gegend über die verschiedenen Wanderwege. Der bekannteste Rundweg ist der PR LP 13, der über 27 Kilometer durch den Naturpark führt. Eine Alternative ist ein Taxi bis zum Aussichtspunkt Los Brecitos und der Abstieg zur Schlucht Barranco de las Angustias. Ein besonders spektakulärer Blick zeigt sich am Aussichtspunkt La Cumbrecita: Von 1287 Meter Höhe siehst du die umliegenden Berge, den Roque de los Muchachos und den Pico de la Cruz.

Roque de los Muchachos

Ein Highlight im wahrsten Sinne des Wortes ist der Roque de los Muchachos. Er gehört zum Nationalpark und ist mit seinen 2426 Metern der höchste Punkt der Insel. Viele Urlauberinnen und Urlauber begeben sich auf eine Wandertour, um den Gipfel zu erklimmen, der Roque de los Muchachos ist aber bekannt für ein anderes Phänomen.

Auf dem Roque de los Muchachos befindet sich eine Sternwarte.

Weil die Luft besonders klar und sauber ist und das künstliche Licht aus Städten fehlt, zeigt sich der Sternenhimmel besonders beeindruckend und bietet herausragende Bedingungen für die Beobachtung von Sternen. Deshalb haben Wissenschaftler hier das größte Sternenobservatorium der nördlichen Hemisphäre gebaut: das „Gran Telescopio Canarias“ (GTC). Es gehört zu den wichtigsten Teleskop-Installationen der Welt und kann mit einer Führung besichtigt werden.

Weiterlesen nach der Anzeige

Anzeige

Cascada de Colores

Ebenfalls im Naturpark Caldera de Taburiente kannst du das Naturspektakel Cascada de Colores besuchen. Der „bunte Wasserfall“ entstand durch Eisen, der die Felswand aus kargem Vulkangestein eindrucksvoll eingefärbt hat. So leuchten die Felsklippen in einem kräftigen Orangerot.

Der bunte Wasserfall Cascada de Colores auf La Palma.

Die Wanderung zum Wasserfall führt über den Flusslauf des Rio Almendro Amargo über rund elf Kilometer und dauert knapp drei Stunden pro Richtung. Da die Strecke teilweise sehr rutschig und nass ist, brauchst du unbedingt gute Schuhe.

Die Vulkane Teneguía und San Antonio

Im Urlaub auf einer Vulkaninsel führt kein Weg daran vorbei, Vulkane zu besichtigen. Wer nicht unbedingt stundenlang wandern möchte, sollte die Vulkane Teneguía und San Antonio ansteuern. Diese sind wegen ihrer geringeren Höhe einfacher zu erklimmen.

Ausblick auf den Vulkan San Antonio auf La Palma.

Mit dem Auto zu erreichen ist das Besucherzentrum von San Antonio, in dem du eine Ausstellung mit Exponaten und Informationen zum Vulkanausbruch von 1677 und der Entstehung des San-Antonio-Vulkans besichtigen kannst. Von hier aus führt auch ein Wanderweg am Kraterrand entlang. Der Vulkan Teneguía wiederum ist nicht mal 500 Meter hoch, sodass auch nicht allzu trainierte Wanderer gut nach oben kommen.

Die Route der Vulkane

Wer im Wandern geübt ist und einen ganzen Tag lang die Vulkanlandschaften auf La Palma erwandern möchte, sollte sich unbedingt auf die Route der Vulkane im Naturpark Cumbre Vieja begeben. Der Trekkingpfad ist sehr gut beschildert und verläuft durch die Gemeinden El Paso, Mazo und Fuencaliente.

Die bekannteste Wanderung auf La Palma ist die Route der Vulkane.

Mit einer Gesamtlänge von 17,5 Kilometern und einem Höhenunterschied von 1200 Metern ist der Weg allerdings wirklich anspruchsvoll. Die Anstrengung lohnt sich aber, denn du wanderst durch eine magische Vulkanlandschaft, in der hinter jeder Weggabelung ein anderer spektakulärer Anblick auf dich wartet.

Die Wälder in El Cubo de la Galga

Die grüne Alternative zur dunklen Vulkanlandschaft auf La Palma sind die Wälder der Insel. Was viele nicht wissen: La Palma ist mit einer Waldfläche von 40 Prozent die grünste der sieben Kanarischen Inseln. Deshalb gibt es mehrere schöne Wanderrouten durch die grünen Teile der Insel.

Im Cubo de la Galga tauchst du in eine völlig neue, grüne Welt ein.

Eine schöne und vor allem einfache Tour führt im Nordosten nach El Cubo de la Galga. Hier gibt es einen Rundweg mit elf Kilometern Länge, der auch für Familien gut geeignet ist. Die Strecke führt durch einen Lorbeerwald und weiter zum Berg La Galga mit einem tollen Aussichtspunkt. 

Der Lorbeerwald Los Tilos

Nur 24 Kilometer von der Hauptstadt Santa Cruz entfernt kannst du den bekanntesten Lorbeerwald La Palmas erkunden. Dieses spannende Ökosystem stammt aus dem Tertiär. Wegen seiner Einzigartigkeit wurde Los Tilos im Jahre 2002 von der Unesco zum Biosphärenreservat erklärt. Eine Wanderung durch diesen Nebelwald ist ein einzigartiges Erlebnis.

Die üppig grünen Wälder von Los Tilos auf La Palma.

Im Besucherzentrum tauchst du tief ein in die Geschichte des Lorbeerwaldes. Hier gibt es thematisierte Informationsräume, Videoprojektionen und eine Cafeteria. Um den Wald zu erkunden, empfehlen sich zwei Wanderrouten: eine 2,5 Kilometer lange Strecke, die das Innere des Waldes durchläuft, und eine zweite Tour, die auf etwa 1000 Höhenmeter zu den Quellen von Marcos y Cordero führt.

Die Salinen von Fuencaliente

Im Süden wartet dann der nächste Kontrast auf dich: Hier spielt die Farbe Weiß die größte Rolle. Fuencaliente ist bekannt für den Abbau von Salz. Die berühmten Salinen liegen auf einer Fläche von rund 35.000 Quadratmetern. Pro Jahr werden hier etwa 500 Tonnen Salz gewonnen.

Die gigantischen Salzberge der Salinen in Fuencaliente auf La Palma.

Der Besuch lohnt sich nicht nur wegen der Kulisse aus weißem Salz, schwarzer Vulkanerde und dem blauen Meer, sondern auch wegen des Besucherzentrums „Centro de Interpretación Salinas de Fuencaliente“. Darin befindet sich das Themenrestaurant „El Jardín de la Sal“ und ein Shop, wo du Salz, regionale Produkte und Souvenirs kaufen kannst.

Der Kulturpark La Zarza y La Zarcita

Ein großes Stück Kulturgeschichte erwartet dich in der Ortschaft Garafía. Hier liegt mit dem Kulturpark La Zarza eine der bedeutendsten Fundstellen von Petroglyphen (Steingravuren) auf den Kanarischen Inseln. Erst 1941 wurden diese Zeichnungen an und um zwei Wohnhöhlen der kanarischen Urbevölkerung entdeckt.

Die berühmten Felszeichnungen von La Zarza auf La Palma.

Heute sind in La Zarza insgesamt 29 Tafeln mit Gravuren vorhanden, in der kleineren Höhle von La Zarzita sind es 18 Tafeln. Beide Höhlen sind durch einen Rundweg verbunden, zudem gibt es ein Besucherzentrum, in dem du viel über das Leben der ersten Bewohner La Palmas lernen kannst.

Die Schmugglerbucht Prois Candelaria

Neben vielen magischen Vulkanstränden auf La Palma sind es auch die kleinen Buchten, die sehenswert sind. Eine ganz besondere liegt in der Nähe von Tijarafe: die Schmugglerbucht Prois Candelaria. Versteckt in einer Felshöhle diente die Bucht den Einheimischen einst als Verbindung zum Meer und zum Handel mit anderen, schwer zugänglichen Gebieten auf der Insel. 

Fischerhäuser in der versteckten Schmugglerbucht bei Tijarafe auf La Palma.

Der Weg nach unten schlängelt sich steil bergab, wer will, kann aber auch mit dem Auto zu einem nahe gelegenen Parkplatz fahren. Unten angekommen erwarten dich rund ein Dutzend Höhlenhäuser. Heute kommen vorwiegend Einheimische am Wochenende hierher.