Die Sonnencreme gehört immer mit ins Reisegepäck, um die Haut im Urlaub vor UV-Strahlung und Sonnenbrand zu schützen. Doch was ist mit den Augen? Schließlich können auch sie einen Sonnenbrand bekommen.

Eine einfache Schutzmaßnahme ist die Sonnenbrille. Doch welche Brillen schützen wirklich vor der Sonne und ab welcher Strahlung solltest du vorsichtig sein? 

Sonnenbrand in den Augen: Das machen die Strahlen mit dem empfindlichen Gewebe

Vier Prozent der Sonnenstrahlung sind UV-Strahlen. Sie versorgen uns Menschen einerseits mit lebensnotwendigem Vitamin D, sobald die Strahlen die Haut berühren. Vermutlich sorgt das auch mit dafür, dass wir die Urlaubszeit oft als besonders schön wahrnehmen – vor allem, wenn wir die Ferien im sonnenreichen Süden verbringen.

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Eine Frau genießt die Sonne im Gesicht auf einer Wiese.

Zu viel Strahlung auf nackter Haut ist jedoch gefährlich, sie entzündet sich und wird rot. Ein mitunter schmerzender Sonnenbrand ist die Folge. Wer kennt es nicht: Im Urlaub passiert das schnell, denn an den beliebten Reisezielen wie Spanien, Griechenland oder Italien scheint die Sonne oft deutlich stärker vom Himmel, während am Meer eine erfrischende Brise weht. 

Zu viel Sonne auf den Augen: Das kann passieren

Treffen die Sonnenstrahlen auf die Augen, passiert das Gleiche wie auf der Haut: Die UV-Strahlen können auch hier in die Zellen der Augen eindringen und für Entzündungen sorgen. Bekommen die Augen zu viel Sonne ab, kann das zu Schmerzen, einer geschwollenen Bindehaut, tränenden Augen oder einer kurzzeitigen Verminderung der Sehfähigkeit führen.

Im Normalfall klingen diese Symptome nach acht bis zwölf Stunden wieder ab; in der Regel heilt das Auge laut Schweizer Bundesamt für Gesundheit solche Schäden selbst. Sollte das nicht der Fall sein, könnte der Sonnenbrand auf den Augen zu einer Bindehautentzündung und langfristig zu einer Linsentrübung führen. Reisende sollten bei längerfristigen Beschwerden eine Augenärztin oder einen Augenarzt aufsuchen. 

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Eine gute Sonnenbrille hilft nicht nur, während der Autofahrt in sonnigen Gefilden den Überblick zu behalten, sondern schützt auch die Augen vor UV-Strahlung.

So findest du eine Sonnenbrille, die wirklich schützt

Wer es nicht erst so weit kommen lassen möchte, kann die Oberfläche der Augen mit einer Sonnenbrille schützen. Das ist vor allem bei längeren Aufenthalten im Freien, etwa an einem Strandtag, wichtig. Ab einer UV-Strahlung der Stärke 3 sollten Reisende eine Sonnenbrille aufsetzen oder sich mit einem Cap vor den Strahlen schützen. Stärke 3 entspricht einer mittleren Belastung. Wie hoch die UV-Strahlung vor Ort ist, erfährst du in verschiedenen Wetter-Apps. 

Bei der Auswahl der Sonnenbrille sollten Urlauberinnen und Urlauber nicht nur darauf achten, dass die Brille im Gesicht des Trägers oder der Trägerin gut aussieht, sondern auch, dass sie effektiv vor UV-Strahlung schützt. 

Reisende erkennen solche Brillen zum Beispiel an der Aufschrift „UV400“ oder „100 Prozent UV-Schutz“. Innerhalb der EU tragen zudem alle verkauften Sonnenbrillen das CE-Zeichen. Das bedeutet, dass ein solider UV-Schutz gegeben ist und das Produkt den EU-Richtlinien entspricht. Von Vorteil sind auch breite Bügel, die verhindern, dass Streulicht von der Seite ins Auge fällt. 

Am Timmendorfer Strand hat die Deutsche Krebshilfe einen UV-Strahlen-Index mit Ampelsystem installiert. Urlauberinnen und Urlauber am Strand wissen so immer, wann sie besser den Schatten aufsuchen sollten.

UV-Strahlung: Index im Timmendorfer Strand

Mancherorts kannst du die UV-Strahlung direkt auf einer Anzeige am Strand ablesen, zum Beispiel aktuell im Timmendorfer Strand. Dort testet die Deutsche Krebshilfe im Sommer 2022 eine UV-Index-Anzeige, die wie eine Ampel funktioniert: Eine Flagge mit einem bunten Sonnenkranz auf schwarzem Grund sorgt für Aufmerksamkeit, am Ende des Masts finden Urlauberinnen und Urlauber die UV-Index-Anzeige. 

Steht die Ampel auf Grün, besteht keine Gefahr, bei Rot sollten die Badenden Schatten aufsuchen und den Sonnenschutz lieber einmal öfter auf der Haut auftragen – und natürlich zur Sonnenbrille greifen. In den kommenden Monaten soll das Warnsystem den Angaben zufolge an weiteren Stränden in Deutschland etabliert werden.