Wenn schon der Blick aus dem Hotelfenster Lust auf einen Tag im Freien macht, hast du dich für das richtige Wanderdorf in Österreich entschieden! Im besten Fall wird dein Urlaubsort zum Vermittler zwischen Mensch und Naturerlebnis.

Die gute Nachricht: Viele Dörfer in Österreich schaffen dies tatsächlich und haben dafür das Österreichische Wandergütesiegel erhalten. Bewertet werden die Dörfer für diese Auszeichnung

  • nach ihrer Einbettung in die Umgebung
  • nach der Übersichtlichkeit ihrer Ausschilderung für Wandernde
  • nach dem Service vor Ort
  • nach ihrer Attraktivität
  • sowie dem Erlebnisangebot im Dorf. 

Eine ganze Reihe hübscher Dörfer in Österreich glänzen in diesen Punkten. Wir stellen dir unsere neun Favoriten unter den Wanderdörfern in Österreich vor. 

1. Seeboden in Kärnten

Seeboden liegt direkt am Millstätter See und ist ein anerkannter Luftkurort. Für Wanderungen bietet sich beispielsweise die idyllische St.-Wolfgang-Runde an, bei der auf knapp sieben Kilometern die malerische Landschaft und die Kirche St. Wolfgang erkundet werden. Bei der Garten:Kunst-Runde geht es durch hübsche Parkanlagen und hinauf zu Dörfern am Sonnenplateau – beste Aussicht inklusive. 

Malerisch: Seeboden liegt direkt am Millstätter See.

In Seeboden selbst beeindrucken die vielen Parks, die bis an den Millstätter See reichen. Im Garten des Bonsaizentrums kannst du auf 15.000 Quadratmetern etwa 3000 Bonsai beim Wachsen zusehen – eine mehr als meditative Freizeitbeschäftigung. Eine Schifffahrt über den See und der Besuch der Burg Sommeregg, auf der sich auch ein Foltermuseum befindet, gehören ebenfalls zum Pflichtprogramm im Wanderdorf Seeboden.

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2. Warth in Vorarlberg

Mit unter 200 Einwohnerinnen und Einwohnern ist Warth die zweitkleinste Gemeinde in Vorarlberg. Der auf 1500 Metern gelegene Ort ist als Wintersportort bekannt, zur wärmeren Jahreszeit ist er aber auch ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen. Themenwege rund um Warth führen auf die Spuren der Walser, die im 14. Jahrhundert die Gemeinde besiedelten. 

Die idyllische Bergwelt Warth-Schröcken mit dem Körbersee.

Zum Wandern gibt es vielfältige Möglichkeiten bei den Hausbergen Wartherhorn, Biberkopf und Widderstein. Auch der Körbersee ist ein beliebtes Ziel. In Warth können auch geführte Wanderungen zu Zeiten des Sonnenauf- beziehungsweise Sonnenuntergangs gebucht werden, ebenso Kräuterwanderungen, bei denen dir der herrlich-frische Duft in die Lungen strömt. 

3. Westendorf in Tirol

Auf einem sonnigen Plateau im Brixental findest du die Idylle von Westendorf. Bauernhöfe, blühende Geranien vor den Fenstern, Almwiesen und abwechslungsreiche Natur prägen das Bild. Sehenswert ist auch die hübsche Kirche im Zentrum des Dorfes. Das Umland lockt mit der Tiroler Bergwelt und dem Naherholungsgebiet Windautal. 

Entpanntes Dorf mit vielen Wandermöglichkeiten im Umfeld: Westendorf in Tirol.

Zu den Klassikern unter den Rundwanderungen gehört die Tour Filzenscharte – Rotwandalm, die einen mittleren Schwierigkeitsgrad hat und tolle Ausblicke auf das Windautal freigibt. Wer mal nicht zu Fuß gehen möchte, nimmt die Alpenrosenbahn und fährt beispielsweise zum interaktiven Erlebnispark Alpinolino oder zum Wasserfallweg. 

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4. Zwettl in Niederösterreich

Schon der Startpunkt klingt einladend: Ab dem Faulenzerhotel Friedersbach kannst du eine geführte Wanderung zu den Themen Flussläufe, Buchten und Steinformationen unternehmen. Aber das ist längst nicht alles. Der Walderlebnisweg, der Pyramidenweg, der Hundertwasserweg, der Storchenblickweg oder der 5-Dörfer-Weg sind nur eine Auswahl an Wanderwegen, die von Zwettl aus begehbar sind. 

Ein Kaffee mit Blick auf die Stiftskirche von Zwettl: Hier lässt sich wunderbar nach einer Wanderung entspannen.

Der Ort selbst liegt eingebettet in einem Tal. Kamp und Zwettl fließen hier zusammen und grüne Wälder sowie Raps-, Mohn- und Hopfenfelder und eine artenreiche Flora und Fauna sind das blühend-bunte Ergebnis. Auch Zwettl selbst lohnt einen Besuch: Dort empfängt etwa die barocke Stiftskirche mit dem Prälatengarten die Besucherinnen und Besucher und entführt sie in eine Oase der Ruhe.

5. Kirchberg am Wechsel in Niederösterreich

Im Feistritztal und am Fuße des 980 Meter hohen Wechsels gelegen, bietet Kirchberg eine große Auswahl an verschiedenen Wanderwegen. Ob kurzer Spaziergang, Themenpfad oder Rundwanderung bis zu Weitwanderwegen ist alles dabei, zum Beispiel der familienfreundliche Märchen- und Mühlenweg Ödenhof und der Pilgerweg von Kirchberg am Wechsel nach Payerbach an der Rax. 

Majestätisch: die Wolfgangskirche in Kirchberg am Wechsel.

Auch die größte Tropfsteinhöhle Niederösterreichs kannst du in Kirchberg besuchen. In der Herrmannshöhle geht es mehrgeschossig durch Höhlengänge, in denen auch acht Fledermausarten zu Hause sind. Eine architektonische Sehenswürdigkeit des Ortes ist die Wolfgangskirche auf einer Hangstufe des Lienberges. 

6. Hüttschlag in Salzburg

Wer Almen liebt, wird im Bergsteigerdorf Hüttschlag glücklich. Ungefähr 40 bewirtschaftete Almen kannst du in dessen Umgebung gemütlich erwandern. Und unter den geführten Touren gibt es den sogenannten Entschleunigungstag in den Bergen, die Alpenblumenwanderung, eine Yoga-Wanderung oder auch die anspruchsvolle Bergtour. 

Die Gemeinde Hüttschlag gehört zum Nationalpark Hohe Tauern und liegt auf 1000 Metern Höhe. Etwa 30 Kilometer entfernt erleben Urlauberinnen und Urlauber ein besonderes Naturschauspiel: die Liechtensteinklamm bei St. Johann. Sie gilt als eine der tiefsten Schluchten der Alpen mit beeindruckenden Wasserfällen. 

Weizenbier und Käsjause bei der Modereggalm: Nur eine von 40 Almen rund um Hüttschlag.

7. St. Lambrecht in der Steiermark

Die kleine Marktgemeinde St. Lambrecht liegt im Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen. Von April bis November ist hier Wandersaison. Der Ort bietet einen entschleunigenden Mix aus Natur, Ruhe und Möglichkeiten, die Umgebung mit ihren rauschenden Bächen und stillen Wäldern Schritt für Schritt zu erkunden. 

Das Benediktinerstift St. Lambrecht prägt das Ortsbild des gleichnamigen Wanderdorfes.

Zum Ort selbst gehört das 900 Jahre alte Benediktinerstift, das als das kulturelle Zentrum angesehen werden kann. Schön ist auch der Stiftsgarten mit duftenden Rosen und Kräutern. Vom Benediktinerstift ausgehend kannst du zur Klamm St. Lambrecht gehen und dort den Eiszeitwanderweg erkunden, der auch familientauglich ist.

8. Liesich im Lesachtal in Kärnten

Blühende Wiesen und authentische Natur umgeben den auf einer Kuppe liegenden Ort Liesich im Lesachtal. Das dünn besiedelte Liesich mit kaum mehr als 100 Einwohnerinnen und Einwohnern liegt im angeblich naturbelassensten Tal Europas, noch heute zeichnen es seine Abgeschiedenheit und die regionale Baukultur aus.

Und ein passendes kulinarisches Highlight kannst du in dem Ort verköstigen: das traditionelle Bauernbrot, das auf den Bauernhöfen des Tals gebacken wird – und das schon seit Jahrhunderten.

Bauernhöfe und Kapelle in Liesing im Lesachtal im Hochsommer.

Wer fachkundig begleitet die schöne Natur und die angrenzende Bergwelt von Liesich entdecken möchte, hat immer donnerstags die Möglichkeit dazu. Kostenlose Ganztagesführungen beginnen in Liesich. Zum Angebot gehören Wanderungen zum Sonnenaufgang, Gipfeltouren für Genießerinnen und Genießer oder die sogenannte Runde eines Hirten, bei der die Vormittagstour eines Niedergailer Hirten nachgestellt wird.

9. Dienten in Salzburg

Ob die Sage von der Übergossenen Alm oder vom Kesselgeist: In Dienten haben Legenden Hochkonjunktur. Und genau die gibt es hier auf die Ohren, zum Beispiel auf dem Audio-Sagenweg, der sich rund um Dienten befindet. Während du die Landschaft genießt, kannst du dir an zwölf Audio-Stationen die Dienter Sagen erzählen lassen.

Wenn du noch weitere landschaftlich reizvolle Touren machen willst, schließ dich einer geführten Wanderung, beispielsweise zur Erichhütte und weiter zur Taghaube, an. Oder wander von der Kräuteralm Grünegg zur Gabühelhütte und weiter zur Steinbockalm.

Wenn du spüren willst, dass deine Beine wirklich brennen, kannst du die Gegend alternativ mit dem Fahrrad erkunden. Alle, die zum Erholungsurlaub herkommen, dürfen sich auch ein E-Bike leihen. 

Die Pfarrkirche zum Heiligen Nikolaus mit dem eindrucksvollen Hochkönig im Hintergrund.

Der Ort Dienten selbst hat knapp über 700 Einwohnerinnen und Einwohner und liegt eingebettet in die imposante Kulisse vom Hochkönig, der mit 2941 Metern der höchste Gebirgsstock der Berchtesgadener Alpen ist. Wer hier übernachtet, schläft garantiert mit tollem Blick auf die Alpen ein.