Es wird heiß in Deutschland: Meteorologinnen und Meteorologen erwarten Mitte nächster Woche Temperaturen um die 40 Grad. Besonders heiß soll es Dienstag und Mittwoch im Westen und Südwesten entlang des Rheins werden. Es gibt aber auch Orte, die deutlich kühler bleiben. 

Laut dem Meteorologen Dominik Jung vom Wetterdienst „Q.met“ soll es unter anderem an der Nord- und Ostseeküste insgesamt deutlich angenehmer werden. Wo genau und warum sich diese Orte für einen Ausflug lohnen, verraten wir dir hier.

Bremerhaven

In Bremerhaven sollen Vorhersagen zufolge nur am Dienstag und Mittwoch die 30 Gradüber­schritten werden. Vorher und nachher werden es wohl eher um die 25 Grad.

Aber auch unabhängig von der Außentemperatur kannst du dich in der Stadt im „Klimahaus“ deutlich abkühlen. In dem 5000 Quadratmeter großen Erlebnis-Museum lernst du die verschiedenen Klimazonen der Welt kennen – von der Wüste bis zur arktischen Kälte. Besonders kalt ist es daher natürlich in der Antarktis – minus 70 Grad zeigt das Thermometer im Eis-Raum.

Bremerhaven verbindet maritimes Flair samt Nordseebrise mit regionaler und nationaler Landesgeschichte dank Schifffahrtsmuseum und Deutsches Auswandererhaus.

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Alternativ kannst du eines der vielen spannenden Museen besuchen. Das Deutsche Schifffahrtsmuseum beherbergt unter anderem eine Vielzahl an Modellen und Gerätschaften deutscher Seefahrtsgeschichte – von Windjammern bis zu Dampfschiffen. Das Deutsche Auswandererhaus zeigt anhand von Fotos, Filmen und Dokumenten Ein- und Auswanderergeschichten. Und im Historischen Museum erfährst du alles über das raue Leben an der windigen norddeutschen Küste.

Wer bei 30 Grad Außentemperatur lieber die Sonne genießen will, kann die Überseehäfen auf verschiedenen Bootsrundfahrten näher kennenlernen. Einen kostenlosen Rundblick über das Hafengelände hast du vom 15 Meter hohen Container-Aussichtsturm, den du an der Nordschleuse im Überseehafengebiet findest. Eine tolle Aussicht auf die Stadt und das Umland hast du in 60 Metern Höhe ansonsten auch vom Radarturm aus, der eigentlich ein Rundfunkturm ist.

Ausblick vom Radarturm von Bremerhaven.

Direkt am Großen Leuchtturm des Neuen Hafens findest du Deutschlands kleinsten Zoo samt Freigehegen und einem Nordsee-Aquarium. Zu sehen gibt es unter anderem Eisbären, Polarfüchse, Seehunde, Schneeeulen, Humboldtpinguine und Schimpansen.

Rostock

In Rostock soll die 30-Grad-Marke erst am Mittwoch und Donnerstag geknackt werden. Vorher und nachher werden es wohl eher um die 25 Grad. Leichte Abkühlung findest du zum Beispiel am Brunnen der Lebensfreude oder in der Petrikirche.

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Die beiden Orte könnten nicht gegensätzlicher sein. Die Petrikirche am Alten Markt ist die älteste und mit 117 Metern auch höchste der vier Rostocker Kirchen. Errichtet wurde sie im Backsteingotik-Stil. Nach einer Fahrstuhlfahrt kannst du aus einer Höhe von 45 Metern den Blick über die Hansestadt genießen.

Der Brunnen der Lebensfreude wurde von den Künstlern Reinhard Dietrich und Jo Jastram am 27. Juni 1980 eingeweiht und steht auf dem Universitätsplatz. 20 Figuren und 18 Wasserfontänen zieren den Brunnen und die Einheit zwischen Mensch, Tier und Wasser symbolisieren sollen. Die Rostocker nennen ihn allerdings den „Pornobrunnen“. Warum? Am besten, du schaust selbst vorbei.

Blick auf Rostock und die Petrikirche.

Tolle Sehenswürdigkeiten sind ansonsten auch der Rostocker Stadthafen, das mittelalterliche Rathaus am Neuen Markt und das Kröpeliner Tor, das einst eines von ungefähr 20 Stadttoren und Wassertürmen war.

Hamburg

„In Hamburg kann es auch für zwei Tage mal 30 Grad heiß werden“, sagt Meteorologe Dominik Jung dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. Wasser gibt es in der Hansestadt aber zum Glück genug. Fast überall am Hamburger Hafen kannst du zum Beispiel Eis essen, während dabei Schiffe auf der Elbe schaukeln, im Hintergrund ragen Kräne empor und es leuchten blau-rote Container – ein toller Anblick. Super ist auch eine Hafentour mit dem Boot.

In Planten un Blomen laden Mittelmeerterrassen, Flüsse, Seen und ein japanischer Garten zum Entspannen ein. Der 45 Hektar große Park mitten in der Stadt lässt dich das Großstadtfeeling vergessen.

Das beeindruckende Gebäude des Hanseatischen Oberlandesgerichts liegt direkt beim Planten un Blomen-Park.

Wenn du das aber gar nicht möchtest, dann kannst du auch die klassischen Sightseeing-Spots besuchen. Nur ein paar Meter von Planten un Blomen entfernt wartet die Altstadt. Shopping-Liebhaber und ‑Liebhaberinnen können sich in den Einkaufsmeilen Mönckebergstraße und Spitalerstraße austoben. Wer lieber beim Schlendern und Staunen bleiben möchte, sollte durch die Seitengassen rund um den Gänsemarkt und den Neuen Wall spazieren.

Der berühmte Jungfernstieg mit seiner Alsterfontäne ist gleich nebenan. Ebenso wie das Rathaus, Denkmäler, Kirchen und opulente Theater. Am Abend kannst du dann im alternativen Viertel St. Pauli wählen: Entspannen in einer urigen Kneipe oder Hipster-Bar oder feiern auf der Reeperbahn?

Saarbrücken

In Saarbrücken und Mannheim soll es Jung zufolge zwar die ganze kommende Woche Spitzentemperaturen von über 30 Grad geben – aber immer noch weniger als 40 Grad. Sonne satt und viel Grün findest du im Deutsch-Französischen Garten. Zu den Hauptattraktionen der Wasserlandschaften zählen dort die Wasserorgel mit ihrem imposanten Wasserspiel.

Wer der Mittagssonne entfliehen will, kann die unterirdische Burganlage der Stadt entdecken, die über 500 Jahre alt ist. Um die Kasematten zu erleben, ist der Abstieg unter den Schlossplatz nötig. Das Historische Museum neben dem Schloss dient als Pforte nach unten, wo es dann gleich ein paar Grad kühler ist. Das Schloss Saarbrücken wurde an derselben Stelle errichtet, wo einst eine mittelalterliche Burg stand. Heute ist das Renaissance-Schloss der Verwaltungssitz des Regionalverbands.

Die Saarbrücker Kasematten unter dem Schlossplatz.

Weitere tolle Bauten sind die Ludwigskirche am Ludwigsplatz, das Saarbrücker Rathaus St. Johann, die Stiftskirche St. Arnual und die alte Brücke. Letztere wurde 1546 von Karl V. errichtet und gehört zu den ältesten Bauwerken der Stadt.

Zum Unesco-Weltkulturerbe zählt die Völklinger Hütte. Das 1873 gegründete Eisenwerk wurde 1986 stillgelegt. 1994 erhob die Unesco es als erstes Industriedenkmal aus dem Zeitalter der Industrialisierung in den Rang eines Weltkulturerbes. 

Mannheim

Auch Mannheim nennt Meteorologe Jung mit Temperaturen über 30 Grad als etwas kühleren Ort. Zu den Top-Sehenswürdigkeiten gehören dort der Wasserturm, das Barockschloss Mannheim, die Jesuitenkirche, der Luisenpark, das Chinesische Teehaus und der Fernmeldeturm.

Der Wasserturm ist das Wahrzeichen der Stadt und Teil der größten zusammenhängenden Jugendstilanlage Deutschlands mit Grünflächen, Wasserbecken, Fontänen und Sandsteinfiguren der griechischen Mythologie. Romantisch wird es am Abend, wenn die Wasserspiele bunt beleuchtet werden.

Der Wasserturm ist ein Wahrzeichen von Mannheim.

Im Luisenpark gibt es einiges zu sehen. Im Pflanzenschauhaus kannst du nicht nur tropische Pflanzen, sondern auch Schmetterlinge, Fische, Affen, Krokodile und viele weitere exotische Tiere entdecken. Auf einer Vielzahl an Spielplätzen können sich Kinder austoben: klettern, schaukeln, rutschen, baggern, auf Trampolinen springen.

Spannend ist aber auch das größte original chinesische Teehaus Europas, das ebenfalls im Luisenpark zu finden ist. Dort hast du die Wahl aus 30 chinesischen Teesorten – kalt trinken soll man bei Hitze ja ohnehin nicht.