Während viele Menschen den Sommer genießen, bedeutet die Hitze für andere eine enorme Belastung. Immer wieder erreicht Deutschland stellenweise Außentemperaturen bis zu 40 Grad. 

Du willst trotzdem raus – und hast einen Ausflug oder eine Wanderung geplant? Dann solltest du diese elf Tipps beachten, um dich vor Hitzefolgen wie Dehydrierung, Sonnenbrand und Hitzschlag zu schützen.

1. Die richtige Kleidung wählen

Luftige und helle Kleidung kann dabei helfen, den Körper kühler zu halten. Dunkle Kleidung beispielsweise erwärmt sich durch die Sonne mehr als helle, in der Folge schwitzen wir mehr. Außerdem wird weite, bequeme Kleidung empfohlen. Durch ein bisschen Wind kommt so frische Luft an die Haut, die kühlend wirken kann.

2. Aktivitäten am frühen Morgen und späten Abend

In Ländern des Mittelmeerraums ist es völlig üblich, im Sommer mittags ein Schläfchen zu halten oder sich zumindest nicht zu sehr zu bewegen. Wer gern wandert, im Urlaub anderweitig aktiv ist oder Tagesausflüge plant, sollte die aktive Phase in die frühen Morgenstunden legen, wenn sich Luft und Boden noch nicht zu sehr aufgeheizt haben.

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Ein Thermometer bei Sonnenschein im Wasser.

Auch wenn die Sonne langsam untergeht, wird es etwas frischer und Aktivitäten wie Wandern, Kajaken oder Radfahren sind wieder besser möglich. Da Boden und Luft aber lange zum Abkühlen brauchen, ist der frühe Morgen für Unternehmungen ratsamer als der Abend.

3. Genug Wasser trinken

Wie viel Wasser man an heißen Tagen trinken soll, unterscheidet sich je nach Experte und Expertin. Zwei bis vier Liter, abhängig von der Körpergröße und dem eigenen Schwitzverhalten, dürfen es aber schon sein.

Dabei ist zu beachten, dass Wasser nicht gleich Wasser ist. Der Körper scheidet über das Schwitzen auch zahlreiche Mineralien und Salze aus, die wieder aufgenommen werden müssen. Mineralwasser eignet sich in diesem Fall als Getränk ebenso wie zimmerwarme Saftschorlen oder warmer (nicht heißer!) Tee. Auf eiskalte Getränke sollte verzichtet werden.

4. Sonnenschutz einpacken (und nutzen!)

Wer sich bei Hitze und starker Sonnenstrahlung im Freien aufhält, etwa weil er oder sie in der Natur unterwegs ist oder das Sightseeing nicht lassen kann, sollte sich den perfekten Sonnenschutz zulegen. Sonnencreme mit einem hohen Lichtschutzfaktor (mindestens 30) sollte verwendet und regelmäßig aufgefrischt werden – vor allem, wenn man viel schwitzt.

Außerdem sollte der Kopf vor direkter Sonnenstrahlung geschützt werden, etwa durch eine Cap oder einen Hut. Die Kopfbedeckung spendet dann auch direkt dem Gesicht ein wenig Schatten, was für eine kleine Abkühlung sorgt.

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Frau benutzt Sonnencreme am Pool.

5. Wasserhaltige Lebensmittel essen

Wer kennt es nicht: Kaum ist die Hitze da, hat man weniger Hunger. Doch essen ist wichtig, vor allem aber das richtige zu essen. Leichte Speisen wie Salate, Obst und Gemüse helfen durch den Tag. Wasserhaltige Lebensmittel wie Gurken oder Wassermelone tragen dazu bei, den Wasserhaushalt zu regulieren. 

Tagsüber sollten Reisende der Versuchung widerstehen und nicht allzu Fettiges und Süßes zu sich nehmen. Das lähmt den Körper und macht noch träger und müder als die Hitze allein.

Wassermelonen sind sehr wasserhaltig und deshalb ein perfekter Snack in heißen Zeiten.

6. Unterwegs für Abkühlung sorgen

Im Winter kann man einfach noch ein Paar Handschuhe oder einen Taschenwärmer einpacken, um sich aufzuwärmen. Im Sommer ist es da schon schwieriger, sich abzukühlen. Doch es gibt ein paar Tricks. So hilft es beispielsweise, wenn man sich lauwarmes oder zimmerwarmes Wasser über die Handgelenke laufen lässt. 

Außerdem können Wärmflaschen zu Kälteflaschen umfunktioniert werden. Statt heißen Wassers wird kaltes Wasser eingefüllt – und schon ist es abends im Bett etwas kühler.

7. Nur lauwarm duschen, kaltes Wasser meiden

Schon ab etwa 26 Grad Außentemperatur leidet unser Körper, erzählt Renate Scheunemann vom Gesundheitsamt Nürnberg dem „Bayerischen Rundfunk“. Demnach wollen Menschen, die viel in der Hitze sind und sich dabei vielleicht sogar bewegen, immerzu duschen – bisweilen mehrfach am Tag.

Eiskaltes Wasser kann aber kontraproduktiv sein, da der Blutdruck steigt und sich die Gefäße zusammenziehen, um die Körperwärme zu speichern. Statt Abkühlung folgt also das große Schwitzen. Wer noch einen zusätzlichen Frischekick sucht, trocknet sich nicht komplett ab. Wenn die Haut an der frischen Luft trocknet, gibt es einen kleinen Kühl-Effekt.

8. Lieber Naturerlebnis als Städtetrip

Es gibt Orte, die heizen sich mehr auf als andere. Durch den hohen Anteil an Beton und versiegelten Flächen ist es in von Städten oft heißer als außerhalb. Wer also die freien Tage für Urlaub innerhalb Deutschlands nutzen möchte, sollte lieber über ein Erlebnis in der Natur nachdenken als über Sightseeing bei einem Städtetrip nach Berlin oder Hamburg. 

Eine Wanderin am Funtensee im Berchtesgadener Land. Der See hält einen Rekord in Deutschland.

Wer in der Natur unterwegs ist, sollte allerdings auf jeden Fall offene Feuer vermeiden. Die Waldbrandgefahr ist aufgrund der langen Dürre nahezu überall enorm hoch. Schon das Anzünden einer Zigarette kann Funken verursachen, die zu einem verheerenden Feuer führen können.

9. Das richtige Reiseziel wählen

In den nördlichen Regionen ist es häufig kühler als im Süden Deutschlands, zudem weht an der Küste häufig ein frischer Wind. Schon die Wahl des Reiseziels kann also dabei helfen, einen kühlen Kopf zu bewahren.

10. Wasserverschwendung vermeiden

Auch wenn das Gefühl da ist, ständig duschen zu wollen, um sich etwas abzukühlen, sollte dringend Wasserverschwendung vermieden werden. Zwar gibt es in Deutschland noch nicht wie beispielsweise in Italien eine Rationierung des Wassers. Dennoch sind auch hierzulande die Folgen der langen Dürreperiode zu spüren. Mit Trinkwasser sollte man also nirgends verschwenderisch umgehen.

11. Urlaub am Wasser machen

Dieser Tipp gegen die Hitze fällt quasi auch in die Kategorie: richtiges Reiseziel wählen. Doch egal, wohin Urlauberinnen und Urlauber in diesen Tagen unterwegs sind, in der Regel ist es nicht weit bis zum nächsten See, Fluss oder Freibad. 

Reisende sollten sich mit den Gegebenheiten und Regeln vor Ort vertraut machen, beispielsweise mögliche Badeverbote aufgrund von Strömungen oder Blaualgen-Befall beachten. Dann jedoch steht der Abkühlung nichts mehr im Wege – auch wenn der ein oder andere Sightseeing-Spot dafür weichen muss.