Die Schwäbische Alb wird oft unterschätzt. Dabei hat dieses Mittelgebirge es in sich, im wahrsten Sinne des Wortes. Die „spröde Schöne“ zieht sich wie ein Laib Brot quer durchs Ländle, durchlöchert wie ein Schweizer Käse. Früher als „Schwäbisch Sibirien“ verspottet, hat sich die Alb längst zum Urlaubsparadies für Neugierige gemausert.

Entdeckerherzen pochen hier ganz automatisch schneller. Kennst du zum Beispiel die schwäbische Venus, die Archäologen und Archäologinnen aus aller Welt verzaubert? Hast du vom Berg gehört, der heimlich abgerutscht ist? Weißt du, wo du ausgelassen auf dem Vulkan tanzen kannst? Nein? Dann uns hinterher: Wir verraten dir 15 faszinierende Spots, die du auf der Schwäbischen Alb besuchen solltest.

1. Das Ofterdinger Schneckenpflaster: Heimlich versteinert

Pass auf, sonst spazierst du noch daran vorbei! Die kleine Ortschaft Ofterdingen hat ein gut gehütetes Geheimnis: Im steinernen Bachbett des Flüsschens Steinlach treten Hunderte beeindruckend große Fossilien zutage: das „Ofterdinger Schneckenpflaster“.

Genau genommen handelt es sich natürlich nicht um Schnecken, sondern um Austernmuscheln und Ammoniten der Gattung Arietites – die ausgestorbenen Verwandten der Tintenfische.

Versteckt und versteinert: Wer entdeckt das Schneckenpflaster in Oferdingen?

Mit ihren Durchmessern von stolzen 80 Zentimeter erreichen die Möchtegern-Schnecken Riesenformen und sind vor allem bei Niedrigwasser gut zu sehen. Insgesamt hat das Ammonitenpflaster eine Größe von rund 100 Metern Länge und vier Metern Breite. Obwohl das Geotop als Naturdenkmal streng geschützt ist, kannst du es sogar betreten. Na, wie fühlt es sich an, auf 190 Millionen Jahren alten Gesteinsplatten umherzuschlendern?

2. Der Lembergturm und die „Region der zehn Tausender“

Wer auf der Schwäbischen Alb hoch hinaus will, kommt an ihrem südwestlichen Teil nicht vorbei. Im Donaubergland tummeln sich die zehn höchsten Berge der Alb auf einer Fläche von gerade einmal 20 Quadratkilometern. Doch keine Angst, die „zehn Tausender“ sind ganz ohne Kletterseil und Steigeisen zu meistern.

Absolutes Must-do: auf den Lemberg(turm) steigen und auf dem „Dach der Alb“ den Blick über ganz Baden-Württemberg schweifen lassen. Zugegeben, der Lemberg ist nicht die Zugspitze, doch mit seinen stolzen 1015 Metern die höchste Erhebung der Schwäbischen Alb.

Auf der Schwäbischen Alb ist er der Höchste weit und breit: Der Lemberg(turm).

Bist du schwindelfrei? Dann nichts wie hoch mit dir: Auf der Spitze des stählernen Aussichtsturmes wirst du mit einem grandiosen Rundumblick belohnt. Auf dem „Dach der Alb“ siehst du nicht nur über die Städte und Dörfer des Albvorlandes, sondern auch bis zu den Schwarzwaldhöhen und an manchen Tagen sogar bis in die Schweizer Alpen.

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3. Das Wental: Wo Frauen zu Felsen erstarren

Sphinx, Nilpferd, Bischofsmütze und Hirschfelsen heißen die frei stehenden Dolomitfelsen, die bei Bartholmä im Wental stehen. Du befindest dich in einem typischen Trockental auf der Schwäbischen Alb. Entstanden ist diese einzigartige Naturlandschaft aus dem Flussbett des Wasserlaufes Wedel. Dieser hat sich, nach Abzug des Jurameeres vor rund 150 Millionen Jahren, immer tiefer ins Gestein gefressen, bis er völlig versickerte.

So ist auch heute trotz steiler Talwände im Wental kein Bach mehr zu sehen. Zurückgeblieben sind nur seine bizarr geformten, urigen Steinzeugen. Der bekannteste Fels im Tal ist das sogenannte Wentalweible, das auf dem Gipfelkreuz thront. Der Legende nach wurde eine geizige Krämerin, die ihre Kunden betrog, bei einem Gewitter dort vom Blitz getroffen und versteinerte.

Im Wental auf der Schwäbischen Alb grasen steinerne Nilpferde.

Am 1. Dezember solltest du die Ohren spitzen: In dieser Nacht kannst du angeblich noch ihr Geheul vernehmen, wenn sie auf breitestem Schwäbisch ihre herzlosen Taten bedauert. Vor allem für Familien ist das Felsenmeer im Wental zu empfehlen, da die ebene Strecke durch das Tal auch gut für Kinderwagen geeignet ist.

4. Der Mössinger Bergrutsch: Heimlich abgebrochen

Am Hirschkopf bei Mössingen kannst du Erdgeschichte im Zeitraffer erleben. Am Albtrauf ereignete sich am 12. April 1983 der bis heute größte und spektakulärste Bergrutsch der Schwäbischen Alb. Innerhalb weniger Stunden rutschten vier Millionen Tonnen Erde und Geröll hinab. Wo vorher dichter Wald stand, war eine riesige Kieswüste mit meterhohen Schutthügeln und entwurzelten Bäumen entstanden.

Es war eine geologische Sensation: Am 12. April 1983 rutschte der Berg am Hirschkopf ab.

Ein gewaltiges Naturereignis, für das es unglaublicherweise keine Augen- und Ohrenzeugen gab. Heimlich, versteckt durch den Nebel, hatte sich der größte Bergrutsch Baden-Württembergs seit über 100 Jahren ereignet. Heute kannst du sehen, wie das zerstörte Gebiet wiederbesiedelt wurde. Aus der „Urlandschaft“ hat sich mit den Jahren ein Refugium für viele Tier- und Pflanzenarten entwickelt.

Inzwischen ist das Gelände Naturschutzgebiet, nationales Geotop und Teil des Unesco-Geoparks. Auf ausgeschilderten Wegen darfst du das Gebiet heutzutage betreten. Doch Achtung: Bis heute ist die Fläche noch nicht ganz zum Stillstand gekommen. Wandern auf der Schwäbischen Alb ist eben auch etwas für Mutige! Traust du dich?

5. Park Inzigkofen: Mit Fürstin Amalie durch den Grünen Salon

Jetzt wird’s romantisch. Eine perfekte Kulisse für einen wilden Spaziergang bietet der Fürstliche Park Inzigkofen westlich von Sigmaringen. Grüner geht nicht: Felsentore, Grotten, spektakuläre Brücken und immer wieder Ausblicke auf die funkelnde Donau – bei einer Tour durch den Grünen Salon von Inzigkofen erleben wir Natur pur.

Inzigkofen war der Lieblingsaufenthaltsort der Sigmaringer Fürstin Amalie Zephyrine. Wenn sie in ihrem Park zu Teegesellschaften einlud, kamen sogar Gäste aus München und Karlsruhe. Denn hier im Donautal, ein paar Kilometer von Sigmaringen entfernt, hatte die Adelige ab 1815 eine außergewöhnliche Gartenanlage geschaffen.

Spaziergang durch den Grünen Salon: Park Inzigkofen begeistert mit Brücken, Felsentoren und der funkelnden Donau.

Bis heute führen schmale Wege über Lindenalleen und steile Hänge zu Aussichtspunkten wie dem Amalienfelsen oder dem Känzele, von denen aus du immer neue Perspektiven über die Flusslandschaft und das Donautal erhältst. Ein Highlight der Anlage wurde erst nach dem Tod der Fürstin gebaut: Spektakulär schwingt sich die Teufelsbrücke zwischen zwei Felshängen über einen 20 Meter tiefen Abgrund. Lustwandeln gestattet!

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6. Der Ipf: Geheimnisvoller Keltenhochsitz

Schon von Weitem ist sein Buckel nicht zu übersehen: der Ipf. Erhaben und geheimnisvoll überragt der Zeugenberg des Weißen Jura die Landschaft rund um Bopfingen. Der kegelförmige Berg ist 668 Meter hoch und bildet den östlichen Ausläufer der Schwäbischen Alb. Archäologische Ausgrabungen weisen darauf hin, dass auf dem Ipf einer der größten keltischen Fürstensitze nördlich der Alpen lag.

Hier entdeckten Forscher und Forscherinnen „mediterrane Importgüter“, darunter griechische Amphoren, eine Münze und Keramik aus Athen. Die Wallanlagen der fürstlichen Befestigung sind an der Ostflanke noch gut zu erkennen. Über den flachen Ostrücken empfiehlt sich auch der Anstieg auf das Gipfelplateau.

Mysteriös: Der Keltenhochsitz Ipf wölbt seinen Buckel.

Von oben bietet sich ein imposanter Blick über den Meteoritenkrater Nördlinger Ries und die geschichtsträchtige Landschaft, die geprägt ist von traditionell gepflegten Magerrasenflächen und Wacholderheiden. Bei diesem weitläufigen Ausblick fühlst du dich fast wie ein keltischer Fürst oder eine keltische Fürstin.

7. Das Schopflocher Moor: Tanz auf dem Vulkan

Wer die Schwäbische Alb bei Ausflügen näher kennenlernt, dem fällt schnell auf: Im Gegensatz zum Schwarzwald oder dem Alpenvorland gibt es hier nur sehr wenig Wasser. In den Spalten des Jurakalkes versickert das Wasser leicht und verschwindet schnell im Untergrund.

Dieser Umstand macht das „Schopflocher Moor“ bei Lenningen zu einem besonderen Naturschatz. Es ist das einzige Hochmoor auf der wasserarmen Albhochfläche. Auf einem Holzsteg können Spaziergänger und Spaziergängerinnen das Moor durchqueren und seine Besonderheiten bewundern. Knorrige Moorbirken und Ebereschen stehen hier zwischen Heidelbeersträuchern, Pfeifengras, Seggen und Binsen. Überall zwitschert und summt es.

Lieblingsausflugsziel Schopflocher Moor: Wieso sickert das Wasser hier nicht ab?

Doch warum konnte sich das Wasser hier ursprünglich überhaupt sammeln? Des Rätsels Lösung befindet sich unter deinen Füßen: Das Moor liegt auf einem 17 Millionen Jahre alten Vulkanschlot.

8. Das Schwäbische Hanami: Im Streuobstparadies schwelgen

Hanami, „Blüten betrachten“, ist eine japanische Tradition. Doch wieso nach Japan fliegen, wenn du die Kirschblüte auch auf der Schwäbischen Alb bewundern kannst? Seit 2011 werden die Kirschblütenfeste auch im Streuobstland zwischen Alb, Neckar und Rems gefeiert. Wer im Frühling von einem der zahlreichen Aussichtspunkte des Albtraufs hinab in das Albvorland blickt, schaut auf den größten zusammenhängenden Obstgarten Europas.

Apfel- oder Kirschblüte? Auf alle Fälle: Schwäbisches Hanami!

Auf 26.000 Hektar blühen dort jedes Jahr rund 1,5 Millionen Obstbäume. Das baumgewordene Meisterwerk ist ideal für eine Wanderung samt abschließendem Picknick im Blütenregen. Doch nicht nur im Frühling haben die typischen Streuobstwiesen ihren Reiz. Im Sommer hängen sie voller Kirschen, Mirabellen und Zwetschgen, im Herbst bieten sie eine fast unendliche Vielfalt an Apfel- und Birnensorten.

Ein Geheimtipp: Auf dem Dettinger Kirschenweg darfst du zur Erntezeit an den blau markierten Bäumen verschiedene Kirschsorten probieren. Nichts wie hin, zum schwäbischen Hanami!

9. Das Urweltmuseum in Holzmaden: „Jurassic Park“ im Ländle

An einem eiskalten Wintertag ist es schwer vorstellbar, dass auf der Schwäbischen Alb vor 180 Millionen Jahren ein tropisch warmes Meer schwappte. Die Überreste der Tiere und Pflanzen, die sich darin tummelten, kannst du heute als beeindruckende Fossilien im Urweltmuseum Hauff in Holzmaden bewundern.

Deutschlands größtes privates Naturkundemuseum beherbergt die besterhaltenen und spektakulärsten Funde, die in den letzten 150 Jahren in Holzmaden, Ohmden und Umgebung entdeckt wurden. Zu den Ausstellungsstücken gehören unter anderem ein Ichthyosaurier mit fossiler Haut und Muskulatur, ein vollständiger Flugsaurier, verschiedene Meereskrokodile der Jurazeit sowie zahlreiche gut erhaltene seltene Fische und eine Vielzahl von Ammoniten, Belemniten und Krebsen. Hauptausstellungsstück ist mit über 100 Quadratmetern die weltweit größte Kolonie von Seelilien: Hunderte Blüten ranken sich um ein zwölf Meter langes Treibholz.

Eine Berühmtheit im Urweltmuseum in Holzmaden: Der Ichtyosaurier.

Wer beim Anblick von so großer fossiler Schönheit Lust auf mehr bekommt, kann 2,5 Kilometer entfernt vom Urweltmuseum selbst aktiv werden. Im Schieferbruch Kromer in Ohmden können kleine und große Forscher und Forscherinnen auf dem Klopfplatz von März bis November selbst auf Fossiliensuche gehen.

10. Die Höhlen der Schwäbischen Alb: Ein steinernes Herz

Wieso nicht mal down sein? Klar doch: Die Schwäbische Alb ist ein Traumziel für alle, die gerne Höhlen und unterirdische Ausflugsziele erkunden. Unaufhörlich führt das Wasser das aufgelöste Kalkgestein unterirdisch davon. Das Ergebnis: Mit ihren 2700 Höhlen ist die Region durchlöchert wie ein Schweizer Käse. Die Bärenhöhle macht ihrem Namen alle Ehre.

Nirgendwo sonst auf der Schwäbischen Alb wurden mehr gut erhaltene Überreste von Höhlenbären gefunden. Das Skelett eines solchen Urweltriesen begrüßt dich direkt am Wegesrand. Die Nebelhöhle wiederum gilt wegen ihrer Tropfsteine als einer der schönsten Hohlräume im Untergrund der Schwäbischen Alb.

Auf der Schwäbischen Alb gibt es 2700 Höhlen. Die Bärenhöhle gehört zu den bekanntesten.

Als die tiefste gilt die Laichinger Tiefenhöhle: Mit ihrem versteinerten Riff, gewaltigen Schächten und riesigen Hallen ist sie ein außergewöhnlich sehenswertes Geotop und reicht 86 Meter tief hinab in den Bauch der Erde. Die Besichtigung der Wimsener Höhle dauert zwar nur zehn Minuten, ist aber ein Erlebnis, das es nirgendwo sonst in Deutschland gibt. Auf einer geführten Bootstour schipperst du rund 70 Meter weit in die Wasserhöhle hinein.

11. Das Große Lautertal: Ein burgenreiches Naturwunder

Das burgenreichste Tal in Deutschland ist ein Anziehungsmagnet für alle Outdoor-Fans, die gerne Rad fahren, wandern, reiten oder paddeln. 2019 wurde die Große Lauter zum Naturwunder gewählt. Auf seinem Weg zur Donau schlängelt sich der Fluss durch Wiesen und Auen, vorbei an Schlehenhecken und Wacholderheiden, Felsformationen, kleinen Stromschnellen und ganzen 18 mittelalterlichen Burgen und Ruinen.

Vom Quelltopf im Hof der ehemaligen Klosteranlage Offenhausen bis hin zu ihrer Mündung in die Donau ist hier alles zu finden, was dein Wander-, Radler- oder Paddler-Herz begehrt. Ein Abstecher nach Marbach, aufs älteste Gestüt Deutschlands, begeistert vor allem Pferdemädchen und Reitjungs.

Auf der Schwäbischen Alb gibt es 2700 Höhlen. Die Bärenhöhle gehört zu den bekanntesten.

Du gehörst eher zum Team „Wasser“? Ab auf den Fluss mit dir: Das Große Lautertal ist auch aus der Schwanenperspektive einen Ausflug wert. Zwischen Buttenhausen und Indelhausen können Wasserratten eine Kanutour unternehmen.

12. Burgruine Hohenneuffen: Bitte den Überblick behalten

Burgen, Burgen, Burgen: Die Schwäbische Alb ist förmlich gepflastert mit trutzigen Bauwerken auf Bergrücken. Die Burg Hohenzollern ist natürlich das prominenteste Exemplar, doch sicherlich nicht das einzige. Viele Burgen auf der Schwäbischen Alb lassen sich besichtigen und bieten ein Mittelalterprogramm für Kinder, in anderen wie Burg Katzenstein können Mittelalterfans sogar übernachten.

Lohnenswert ist es, die Festung Hohenneuffen zu erklimmen. Sie thront seit 1140 über die Stadt, auf einem 743 Meter hohen Felsmassiv. Kein Feind konnte ihr wuchtiges Bollwerk je bezwingen. Heutzutage musst du dich nicht fürchten, Besucher und Besucherinnen sind gern gesehen.

Früher konnte niemand die Festung erobern, heute sind Gäste auf der imposanten Burgruine Hohenneuffen gerne gesehen.

Hast du den 20-minütigen Aufstieg vom Wanderparkplatz aus geschafft, wirst du bei gutem Wetter mit einer atemberaubenden Fernsicht bis zur Schwarzwald-Hochstraße belohnt. Die sogenannte blaue Mauer der Schwäbischen Alb tritt hier besonders gut zutage. Weinkenner und Weinkennerinnen sollten sich den berühmten „Täleswein“ nicht entgehen lassen, der im anliegenden Neuffener Tal gekeltert wird.

13. Die zwei Uracher Wasserfälle: Großer und kleiner Bruder

Ein Spaziergang entlang des Brühlbachs zum Uracher Wasserfall, dem höchsten Wasserfall der Schwäbischen Alb, ist kein Geheimtipp, aber immer ein Naturerlebnis – egal zu welcher Jahreszeit. Vom Wanderparkplatz führt ein Spazierweg durch die wildromantische Auenlandschaft des Brühlbachtals bis hin zum Uracher Wasserfall.

Direkt am Wasserfall entlang führt eine steile Treppe hinauf auf die Hochfläche und gewährt Wanderern und Wanderinnen immer wieder neue Eindrücke. Knapp 40 Meter stürzt das Wasser in die Tiefe. Doch wie wäre es, den Spaziergang nun etwas auszuweiten? Mit etwas mehr Zeit im Gepäck solltest du unbedingt auf dem „Wasserfallsteig“ zum versteckteren Gütersteiner Wasserfall wandern.

Eine Berühmtheit: Der Uracher Wasserfall. Aber kennst du auch seinen kleinen Bruder, den Gütersteiner Wasserfall?

Der kleine Bruder des Uracher Wasserfall ist weniger bekannt, aber umso romantischer. In vielen kleinen Kaskaden fällt sein Wasser in ein gefasstes Becken. Oberhalb dieses Teichs steht eine kleine Kapelle, die an das Kloster Güterstein erinnert, das bis 1560 an dieser Stelle stand.

14. Das Steiff-Museum: Eine kuschelige Angelegenheit

Ein Museum voller Tiere zum Liebhaben und Streicheln? Das findet ihr in Giengen an der Brenz. Hier fertigte Margarete Steiff vor gut 130 Jahren ihren ersten Teddybären an und machte das Städtchen auf der Schwäbischen Alb zur Hauptstadt der Plüschtiere.

Im Steiff-Museum können Besucher und Besucherinnen auf drei Ebenen erleben, wie ein original Steiff-Tier entsteht. Highlight für Kinder ist sicherlich der weltgrößte begehbare Streichelzoo. Über 2000 Kuscheltiere haben auf einer Gesamtfläche von 2400 Quadratmetern ein Zuhause gefunden.

Willkommen in der Hauptstadt der Teddybären: Das Steiff-Museum.

Wer will, kann mit Gorillas kuscheln, auf Tigern reiten, Dschungellandschaften erforschen oder auf der längsten Plüschrutsche der Welt in Form einer gigantischen Schlange schnurstracks in den Urwald rutschen. Das Steiff-Museum ist das perfekte Ausflugsziel für Groß und Klein, mit der Devise: Auf die Plätze, kuscheln, los!

15. Der Aufzugstestturm in Rottweil: Ein Riese auf der Alb

Wenn du von Stuttgart über die Autobahn herfährst, siehst du den Rottweiler Aufzugstestturm schon von Weitem. Bitte die Hand heben: Wer denkt bei dem Anblick dieses grauen Giganten nicht an „Herr der Ringe“ und Sarumans Turm?

Das moderne Wahrzeichen der ältesten Stadt Baden-Württembergs hat zahlreiche Architektur-, Ingenieurs- und Designpreise gewonnen, wiegt so viel wie 8000 Elefanten, sein Treppenhaus besteht aus knapp 1500 Stufen. Der futuristische Riese dient nicht nur dem Test von Aufzugsinnovationen, sondern ist auch noch die höchste Besucherplattform Deutschlands.

Nach nur 30 Sekunden gewährt er den perfekten Ausblick auf zwei Mittelgebirge: Der Aufzugstestturm in Rottweil.

In 30 Sekunden katapultiert dich sein gläserner Aufzug 246 Meter in die Höhe. Die Umgebung verschwimmt, die Landschaft fliegt vorbei. Belohnt werden Höhenflieger und Höhenfliegerinnen von einem atemberaubenden Panoramablick. Und weil Rottweil praktischerweise genau in der Mitte zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alb liegt, kannst du nun die Höhen beider Mittelgebirge betrachten.