Nicht nur im Winter, wenn Schnee die Gipfel und Täler der bayerischen Alpen bedeckt, ist Garmisch-Partenkirchen ein beliebtes Ausflugziel. 

Ob du dich für Kultur oder Sport begeisterst, Deutschlands höchsten Berg erkunden oder einfach etwas entspannen möchtest: Besucherinnen und Besuchern bietet die bayerische Stadt eine ganze Menge Möglichkeiten. Wir stellen dir einige Highlights vor.

Die Zugspitze erklimmen

Mit 2962 Metern ist sie Deutschlands höchster Berg. Ein Besuch auf der Zugspitze darf bei einer Reise nach Garmisch-Partenkirchen deswegen natürlich auf keinen Fall fehlen.

Im Winter locken die herausfordernden Abfahrten Skifahrerinnen und Skifahrer aus ganz Europa in die Region, im Sommer wandern Outdoor-Fans zum Gipfel und genießen den Blick auf die atemberaubende Alpenlandschaft.

Blick auf die Zugspitze bei Grainau, Garmisch-Partenkirchen.

Aber auch Sportmuffel müssen auf die Aussicht nicht verzichten: Die Zahnradbahn „Bayerische Zugspitzbahn“ bringt dich ebenso zum Gipfel wie die Gletscherbahn und die Seilbahn. Oben angekommen, kannst du in einem der Gipfelrestaurants Kraft und ein leckeres bayerisches Bier tanken.

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Auf die Alpspix fahren

Grandiose Ausblicke auf die Zugspitzregion verspricht auch die Aussichtsplattfom Alpspix am Osterfelderkopf. Etwa tausend Meter über dem Boden ragen dort zwei gekreuzte Stahlträger waagerecht in die Luft. Am Ende des Stegs trennt dich dann lediglich eine Glaswand vom Höllental zu deinen Füßen.

Auf der Aussichtsplattform Alpspix hast du eine hervorragende Aussicht über die Landschaft.

Zur Bergstation am Osterfelderkopf in 2033 Metern Höhe bringen dich die Gondeln der Alpspitzbahn. Der Besuch auf der Plattform ist kostenlos und lässt sich wunderbar mit einer Wanderung kombinieren: zum Beispiel auf dem familienfreundlichen Gipfel-Erlebnisweg am Osterfelderkopf oder dem Genuss-Erlebnisweg von der Bergstation der Alpspitzbahn zur Bergstation der Kreuzeckbahn.

Durch das historische Garmisch und Partenkirchen schlendern

Garmisch-Partenkirchen blickt auf eine lange Geschichte zurück: Schon im 2. Jahrhundert n. Chr. entstand auf dem Gebiet der heutigen Stadt eine römische Handelsstraße nach Venedig. Sie führte über die römische Reisestation Partanum, Namensgeberin von Partenkirchen. Erst seit 1. Januar 1935 besteht der Doppelort Garmisch-Partenkirchen. Bis dahin waren Garmisch und Partenkirchen zwei getrennte Märkte mit jeweils eigener Geschichte.

Die Ludwigstraße mit historischen Häusern im Ortsteil Partenkirchen.

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In Partenkirchen lädt die historische Ludwigstraße mit zahlreichen kleinen Läden und typisch bayerischen Gasthäusern zum Flanieren ein. Besonders bekannt ist die Straße für ihre verzierten Häuserfassaden. Die als Lüftlmalerei bekannte altbayerische Kunstform stellt zum Beispiel Schutzheilige des Volkes oder das Gewerbe der Hausbesitzer dar.

Ein Highlight im historischen Garmisch ist die Frühlingsstraße. Die Häuser stammen vorwiegend aus dem 18. Jahrhundert. Bunte Blumen verzieren ihre Balkons und auch an ihren Fassaden erzählen farbenprächtige Lüftlmalereien wie Bilderbücher von der Geschichte der Straße.

Auch das Werdenfelser Heimatmuseum, die Pfarrkirche und die Sebastianskirche mit dem ehemaligen Pestfriedhof nehmen Besucherinnen und Besucher mit in längst vergangene Zeiten der Zugspitzregion. 

Im Skistadion Olympialuft schnuppern

Als Austragungsort des traditionellen Neujahrsspringens ist die Skisprungschanze in Garmisch-Partenkirchen weltweit bekannt. Vor allem die 2007 neu gebaute große Olympiaschanze zieht dann die Blicke auf sich. Sie erinnert an ein besonderes Datum in der Geschichte von Garmisch-Partenkirchen: 1936 war der Ort Schauplatz der vierten Olympischen Winterspiele. 

Die große Olympiaschanze in Garmisch-Partenkirchen.

Bei einer Führung durch die Olympia-Erlebniswelt kannst du rund um die Olympiaschanze und die historische Bobbahn auf den Spuren der olympischen Sportlerinnen und Sportler wandern. Führungen finden immer samstags um 15 Uhr statt und von Mitte Mai bis Oktober auch mittwochs um 18 Uhr.

Das Kloster Ettal besuchen

Rund zehn Kilometer von der Stadt Garmisch-Partenkirchen entfernt erhebt sich zwischen den Bergen die majestätische Kuppel des Klosters Ettal. Die fast 700 Jahre alte Benediktinerabtei im bayerischen Dorf Ettal ist ein weit über die Grenzen hinaus bekannter touristischer Anziehungspunkt. 

Die Benediktinerabtei im Kloster Ettal.

Schmuckstück des Klosters ist die Klosterkirche mit der „Ettaler Madonna“. Das Marienbild machte das Kloster im 17. und 18. Jahrhundert zu einem der bedeutendsten Benediktinerklöster im Alpenraum. Sehenswert ist auch die goldverzierte Orgel und das riesige Fresko in der großen Kuppel. 

Neben der Kirche gehören zu dem Benediktinerkloster unter anderem ein Klosterhotel, ein Gymnasium mit angeschlossenem Internat, ein Kunstverlag und eine Buchhandlung. In einer Brauerei wird das mehrfach prämierte Ettaler Klosterbier hergestellt und im anliegenden Brauereimuseum können sich Besucherinnen und Besucher über die Geschichte des Bierbrauens im Kloster Ettal informieren. 

Die Partnachklamm besichtigen

Über Jahrhunderte haben die gewaltigen Wassermassen des Flusses Partnach die Felsen der Partnachklamm ausgehöhlt und sie damit zu einem faszinierenden Naturschauspiel gemacht. Bei einem Spaziergang durch die 700 Meter lange Felsenschlucht bist du von massiven Felswänden umgeben, hörst das Wasser unter dir rauschen und kannst atemberaubende Farbspiele beobachten.

Ein Weg führt durch die Partnachklamm in Garmisch-Partenkirchen.

Die Partnachklamm ist zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert: Im Winter erstarren die Wasserfälle zu Eis und bilden meterlange Eiszapfen, im Sommer erwartet dich ein angenehm kühles Klima.

Auf dem Weg durch die Stollen solltest du festes Schuhwerk und Regenbekleidung nicht vergessen. Denn auch nach längerer Zeit ohne Niederschlag tropft und rieselt das Wasser von den Wänden.

Stand-up-Paddling auf dem Eibsee

Hier braucht es keinen Filter, um das perfekte Urlaubsfoto zu bearbeiten: Der Eibsee leuchtet von sich aus in einem klaren Türkisblau. Am Fuß der Zugspitze kannst du auf dem Eibseerundweg rund um den Bergsee herrlich spazieren gehen und dich im Sommer dann mit einem Sprung ins eiskalte Wasser abkühlen.

Eine junge Frau steht auf einem Stand-up-Paddling-Board auf dem Eibsee.

Sportlich Aktive können Tretboote oder Ruderboote ausleihen oder auf dem Stand-up-Paddleboard den See erkunden. Wer es lieber etwas ruhiger mag, unternimmt mit dem Elektroboot eine Rundfahrt – immer im Blick das Wettersteingebirge mit der Zugspitze.

Im Michael-Ende-Kurpark entspannen

Mitten im Herzen von Garmisch liegt der Michael-Ende-Kurpark. Zwischen alten knorrigen Bäumen und einem bunten Seerosenteich findest du hier eine Oase der Ruhe. Auf zahlreichen Sitzgruppen kannst du herrlich entspannt lesen oder dir die Zeit beim Garten-Schach oder auf der historischen Kegelbahn vertreiben. 

Ein besonderes Erlebnis ist auch der Barfußpfad, auf dem du mit bloßen Füßen über piksende Tannenzapfen, sanft geformte Flusskiesel und weiches Moos spazieren kannst.

Das Kurhaus in Garmisch.

Im Kurhaus mitten im Park lädt die Erlebnisausstellung „Der Anfang vom Ende“ zu einem Besuch in der Welt vom Jim-Knopf-Schöpfer Michael Ende ein und im Sommer finden vor der Kurparkmuschel täglich Konzerte statt.