Der Sommer ist schon längst in vollem Gange, die Ferien haben in vielen Bundesländern bereits begonnen und du hast noch immer keine Idee, wo du deinen Urlaub im Juli 2022 verbringen magst? 

Neben dem Urlaubsklassiker Mallorca gibt es zahlreiche weitere Ziele, die gar nicht so weit von uns entfernt liegen – und trotzdem als echte Traumreiseziele durchgehen. Wenn du Strand, Kultur, Erholung oder Action (oder auch alles zugleich) suchst, wirst du in unserer Ideensammlung sicher fündig. 

Menorca (Spanien)

Mallorca ist eine wunderschöne Insel, doch auch ihre oft zitierte „kleine Schwester“ Menorca kann sich sehen lassen. Sie ist zwar deutlich kleiner, hat dafür aber mehr Strände – und ebenso tolles Wetter. Reisende auf Menorca genießen zudem klarstes Wasser, zahlreiche kleine, geschützte Buchten inmitten der Natur und jede Menge Platz für ungestörte Stunden.

Schließlich reisen jährlich nur rund eine Million Touristinnen und Touristen an, 13 Millionen weniger als nach Mallorca. 

Klarstes Meerwassr: Reisende lieben die Insel Menorca für ihre schöne Natur.

Darüber hinaus finden auch Naturliebhaberinnen und ‑liebhaber hier jede Menge Lieblingsorte, denn die gesamte Insel wurde als Unesco-Biosphärenreservat eingestuft. Das heißt: Naturschutz steht an erster Stelle. Outdoorfans erfreuen sich daher an intakter Natur sowohl an den Küsten als auch im Landesinneren. 

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Zypern

Wer nach Zypern reist, kann Strand-, Outdoor- und Kultururlaub hervorragend miteinander verbinden. Tolle historische Ausflugsziele wie die Burg St. Hilarion oder die römischen Ruinen in Kourion befinden sich nicht weit von Naturhöhepunkten wie den Kaledonischen Wasserfällen im Troodos-Gebirge entfernt. Dazwischen: quirlige Städte wie Lanarka oder Nikosia. 

Schöne Oleandersträucher lassen auf Zypern Urlaubsfeeling aufkommen.

Im Juli kann es allerdings sehr heiß werden, daher sollten sich Wander- und Kulturfans nach so viel Sightseeing und Outdoor-Action auch mal einen entspannten Tag am Wasser gönnen. Wieso also nicht einfach die Seele baumeln lassen am Traumstrand Karpasia oder auf der Halbinsel Akamas? Wenn du mehr über das marine Leben unter Wasser erfahren willst, ist ein Besuch im Unterwassermuseum, das erst im vergangenen Jahr eröffnet hat, Pflicht. 

Danzig (Polen)

Du liebst Strand und Meer, nicht aber die Julihitze? Dann könnte Danzig der richtige Urlaubsort für dich sein. Direkt bei dieser polnischen Großstadt, nur wenige Tram-Minuten von der Altstadt entfernt, liegen weiße, saubere Ostseestrände. Sie schlängeln sich oft kilometerweit an der Küste entlang. Selbst bei einer langen Wanderung wirst du hier kaum ins Schwitzen kommen, denn nur sehr selten steht der Wind komplett still. 

Danzig liegt am Flüsschen Motława. Hier findest du auch das weltberühmte Krantor.

Wegen der Weitläufigkeit wird es an den Stränden abseits der großen Piers und Seebrücken übrigens selten voll. Du kannst also wählen, ob du Lust auf Trubel oder auf Einsamkeit hast. 

Danzig selbst ist eine richtige Perle: Der kleine historische Altstadtkern wurde im Zweiten Weltkrieg zwar weitgehend zerstört, doch die Menschen in Polen haben ihn liebevoll wiederaufgebaut und restauriert. In den bunten Häuschen rund um die Ulica Długa findest du nette Lokale, versteckte Bars (unbedingt den Cytrynówka kosten!) und interessante Museen.

Korsika (Frankreich)

Korsika ist schon lange kein Geheimtipp mehr. Doch auch dort finden Reisende noch tolle Geheimtipps, abgeschiedene Ecken und vergleichsweise einsame Strände, die zusammen mit den typischen Korsika-Highlights eine perfekte Urlaubsdestination abgeben! 

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Ein alter Baum vor dem azurblauen Meer vor Korsika. Viele Reisende beneiden ihn um seine stets hervorragende Aussicht...

Besonders schön ist unter anderem der Golf von Sagone. Er befindet sich an der Westküste der Insel und verspricht einen tollen Strandurlaub: Selbst in der Hochsaison ist stellenweise oft vergleichsweise wenig los. Das heißt: viel Platz zum Baden, Schwimmen, Spazieren und In-der-Sonne-Brutzeln. In der Region findest du zudem tolle Wasserfälle für  Wanderungen und spannende Schluchten für Canyoning-Touren. 

Alicante (Spanien)

Ein einziges Wölkchen am Himmel kann dir schon die Sommerlaune verderben? Dann reise nach Alicante, denn dort ist es besonders wahrscheinlich, dass die Sonne von morgens bis abends vom Himmel scheint! 349 Stunden erwärmt sie pro Monat im Durchschnitt Sand, Mittelmeer und deine Haut – absoluter Sonnen-Rekord in Europa. 

Eine Frau erkundet die palmengesäumte Promenade von Alicante.

Berühmte Sehenswürdigkeiten kannst du dir in Alicante nur bedingt anschauen – die Erholung steht klar im Fokus. Genau deswegen zählt Alicante zu den vielleicht entspanntesten Großstädten am Mittelmeer. Wer doch Lust auf Kultur hat, sollte keinesfalls das Castillo de Santa Barbara, den Markt Mercat Central d’Alcant und das archäologische Museum verpassen. 

Besonders schön ist auch ein Spaziergang auf der Promenade Passeig Esplanada d’Espanya, auf der Millionen rote, schwarze und cremeweiße Mosaikfliesen in geschwungenem Muster verlegt wurden. Sie führt vom Jachthafen am Strand entlang und vorbei an einigen Lokalen. Abends kannst du hervorragend das bunte Treiben beobachten. Wenn du Glück hast, kannst du die Einheimischen auch beim Tangotanzen bestaunen – mitten am Tag. Lebensfreude pur!

Catania (Sizilien, Italien)

Catania gehört zu den ganz besonderen Städten auf Sizilien, denn viele der historischen Gebäude bestehen aus schwarzem Lavagestein. Das gibt der Stadt ein außergewöhnliches Erscheinungsbild.

Domplatz, Elefantenbrunnen, das Castello Ursino und der quirlige Fischmarkt füllen die Stadt mit Leben – auch, wenn dieses Leben in der Vergangenheit immer wieder von Vulkanausbrüchen unterbrochen wurde. Mehrfach wurde Catania schon von Eruptionen des nahen Ätna heimgesucht, viele Gebäude wurden dabei zerstört. 

Ein Ätnaausbruch bei Nacht – im Hintergrund funkeln die Lichter der Stadt Catania.

Auch heute spuckt der Vulkan hin und wieder Lava, zuletzt im Mai 2022. Dieses einzigartige Naturspektakel fasziniert Reisende seit jeher. Unvergesslich brennt sich das donnernde Grollen aus dem Erdinneren ins Gedächtnis ein. Interessierte sollten es zur Sicherheit jedoch lieber aus der Ferne beobachten. Obwohl Expertinnen und Experten inzwischen ziemlich genaue Vorhersagen machen können, bleibt die Gefahr bestehen. 

Blåvand (Dänemark)

Blåvand in Dänemark ist ein herrliches Ziel, wenn du einen eher unaufgeregten Urlaub im Juli machen willst. Hier gibt es viele schöne, weite und breite Strände mit hellem Sand, die flach ins Wasser abfallen. Der Platz für Sandburgen ist an den Stränden fast endlos, also vergiss Schaufel und Eimer auf keinen Fall zu Hause. Für einen Familienurlaub ist das Städtchen im kinderfreundlichen Dänemark also hervorragend geeignet. 

Idyllische Ferienwohnungen: Im ruhigen Städtchen Blåvand in Dänemark kannst du deine Akkus auftanken.

Darüber hinaus warten tierische Erlebnisse im Zoo auf große und kleine Besucherinnen und Besucher, und auch den Leuchtturm des Städtchens musst du unbedingt erkunden. Er ragt an Dänemarks westlichstem Punkt, Blaavands Huuk genannt, 55 Meter über die Wasseroberfläche in die Höhe. 

Pellworm (Deutschland)

Saftige Wiesen, Schafe, Kühe, Wattenmeer: Das ist die Nordsee-Insel Pellworm! Wenn du gern Entdeckungen in der Natur machst, bist du auf dem Eiland gut aufgehoben, denn es ist für seine faszinierende Tier- und Pflanzenwelt auf dem Meeresboden bekannt. Eine geführte Wattwanderung kannst du zum Beispiel mit dem Briefträger und Inseloriginal Knud Knudsen auf die Hallig Süderoog machen. 

Drolliger Anblick: Nicht nur Menschen, auch Seehunde wissen die Natur rund um die Insel Pellworm zu schätzen.

Bei Flut hingegen muss ein Ausflug zu den Seehundbänken auf deinem Programm stehen. Dabei kannst du die drolligen Tiere beim Sonnen und Baden beobachten. Wenn du lieber selbst baden gehen möchtest, eignen sich die Wiesen am Deich bei Flut hervorragend als Ausgangspunkt dafür. Der Deich führt übrigens einmal um die gesamte Insel herum und lädt zu Wanderungen inmitten von Wiesen und Schafen ein. 

Saaremaa (Estland)

An den Stränden Estlands geht es entspannt zu. Noch entspannter wird der Strandurlaub auf der estnischen Ostseeinsel Saaremaa, die du nur per Fähre erreichen kannst. Flug, Mietwagen, Fähre – ein wenig umständlich ist es schon, die Insel von Deutschland aus zu erreichen, doch dementsprechend individuell finden deine Ferien hier statt. 

In grünster Umgebung: Kuressaare auf der Insel Saaremaa in Estland bezaubert mit hübschen Häusern am Wasser.

Neben den langen (und abschnittsweise auch einsamen) Stränden bezaubert Saaremaa mit niedlichen Städtchen wie Kuressaare. Viele alte Häuser und ein Brunnen bilden den Ortskern, in dem du auch leckeren, frischen Fisch essen kannst. Auch auf das Gelände der Bischofsburg lohnt ein Ausflug. Und die Windmühlen, die über die ganze Insel verteilt erhalten geblieben sind, darfst du nicht verpassen! 

Ansonsten steht auf Saaremaa alles im Zeichen der Natur. Beliebte Ausflugsziele sind der Meteoritenkrater von Kaali, der Leuchtturm auf der Halbinsel Sörve und die beeindruckenden Steilküsten von Panga. 

Ijsselmeer (Niederlande)

Unter Windsurferinnen und Windsurfern ist das Ijsselmeer in den Niederlanden längst kein Geheimtipp mehr. Und auch Kitesurferinnen und Kitesurfer, Segel- oder SUP-Fans reisen regelmäßig an diesen See, um ihren Leidenschaften nachzugehen. Und wenn sie dabei einmal ins Wasser fallen, ist das deutlich angenehmer als im Mittelmeer. Denn hier brennt kein Salzwasser in den Augen, da es sich um einen Süßwassersee handelt. 

Ein Leuchtturm ragt in idyllischer Lage am IJsselmeer in die Höhe.

Zur Stärkung kehrst du nach dem Sport in das Pfannkuchenhaus Hans & Grietje in Zeewolde ein. Während du in deinen Apfelpfannkuchen beißt, lauschen deine Kinder den Märchen der Brüder Grimm, denn in dem liebevoll hergerichteten Lokal dreht sich alles um die bekannten Märchensammler. 

Doch auch abseits des Gewässers kannst du dich austoben: Die Gegend ist wie geschaffen für Radtouren. Das Radwegnetz zählt mehr als 200 Kilometer. Besonders fleißige Radlerinnen und Radler nehmen die Zuiderzee-Route (440 Kilometer Gesamtlänge), die einmal um das gesamte Ijsselmeer herumführt.