Rad fahren liegt voll im Trend. Kein Wunder: Auf zwei Rädern bist du der Natur ganz besonders nah und kannst selbst entlegenste Orte und versteckte Aussichtspunkte entdecken. Bekannte Rad-Routen sind aber gerade im Sommer auch sehr beliebt und bevölkert. Wer es lieber ruhiger mag, ist hier fehl am Platz.

Der Individualreise-Spezialist Evaneos hat deswegen sieben Regionen in Europa abseits der Touristenmassen für eine Radtour zusammengestellt. Wir stellen dir die Geheimtipps vor.

1. Zum Hallstätter See in Österreichs Bergwelt

Österreich ist bekannt für seine beeindruckende Berglandschaft und zieht jedes Jahr zahlreiche Wanderinnen und Wanderer in den Bann. Doch auch auf dem Radweg gibt es eine Vielzahl schöner Touren, auf denen du die Seen- und Bergwelten der einzelnen Regionen erkunden kannst.

Eine noch unbekanntere Fahrradstrecke für Hobby- und Profisportlerinnen und -sportler versteckt sich am Wolfgangsee an der Grenze zwischen dem Salzburger Land und Oberösterreich. Von Bad Ischl führt die rund 56 Kilometer lange Route entlang der Traun bis nach Bad Goisern, wo du den tiefblauen Hallstätter See erreichst.

Der Hallstätter See in Österreich.

Über den Ostuferradweg geht es dort rund um den See, vorbei an Obertraun bis zum berühmten Unesco-Weltkulturerbe-Städtchen Hallstatt. Die alpine Stadt ist vor allem für die Salzgewinnung bekannt. Wilde Gebirgsformationen und Felswände sowie enge, tiefe Täler prägen die Landschaft, die sich mit dem Rad optimal erkunden lässt.

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2. Rund um die Feenkamine in der Türkei

In der Türkei kannst du nicht nur einen tollen Strandurlaub verbringen, auch Radfahrerinnen und Radfahrer kommen hier voll und ganz auf ihre Kosten. Besonders die Weltkulturerbe-Region Kappadokien lädt zu ausgiebigen Touren ein. 

Schöne Täler, abgeschiedene Höhensiedlungen und eindrucksvolle Felsdenkmäler prägen die Landschaft. Viele der Gesteinsformationen haben ungewöhnliche Formen, die an Pilze erinnern, und werden deswegen als Feenkamine bezeichnet.

Feenkamine in der türkischen Region Kappadokien.

Beginnen kannst du deine Mountainbiketour durch Kappadokien in dem kleinen Ort Mustafapasha mit mächtigen Steinhäusern und Kirchen. Von dort aus führt sie auf Schotterwegen durch Ayvali bis nach Bahceli. Das kleine Dorf ist geprägt von landestypischer Architektur und lädt zu einer ersten Pause mit türkischem Tee oder Kaffee ein.

Weiter geht es in das Akvadi-Tal, auch „weißes Tal“ genannt. Hier erkundest du die eindrucksvollen Feenkamine, die zum Unesco-Weltkulturerbe gehören. Das Ende der knapp 50 Kilometer langen Route bildet die Stadt Goreme.

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3. Abenteuertour im Hochgebirge Albaniens

Als Reiseland ist Albanien vielen Urlauberinnen und Urlaubern noch unbekannt, lockt aber mit historischen Burgen und wildromantischer Natur.

Ein besonderes Erlebnis in dem südosteuropäischen Land ist die wenig befahrene Strecke durch das Pindosgebirge auf über 2000 Metern Höhe. 

Das Pindosgebirge in Albanien.

Mit dem Mountainbike radelst du von Korça aus in das malerische 500-Einwohner-Dorf Voskopoje. Anschließend führt dich die Tour in luftiger Höhe durch das Hochgebirge, vorbei am Grammos-Berg an der Grenze zu Griechenland.

Endpunkt der Tour ist das kleine und ursprüngliche Dorf Rehova mit seinen markanten, traditionellen Steinhäusern. Nach einem anstrengenden Tag triffst du hier auf die Bewohnerinnen und Bewohner des Ortes und kannst regionale Köstlichkeiten genießen.

4. Entlang der Garonne in Frankreich

Rauschende Flüsse und wunderschöne Orte findest du in Frankreich auf einer Radroute entlang der Garonne. Der Fluss fließt im südwestlichen Teil von Frankreich durch die Städte Bordeaux und Toulouse. Dazwischen führt die rund 55 Kilometer lange Strecke von Sérignac sur Garonne bis zum kleinen Ort Moissac – stets entlang des Kanals.

Reisende fahren dabei durch die Stadt Agen mit ihrer eindrucksvollen Kanalbrücke, die mit 550 Metern Länge die zweitgrößte ihrer Art in Frankreich ist. Am Ziel wartet ein Ort römischer Kunst inmitten einer traumhaften Landschaft mit Obstplantagen und Weinhängen.

Der kleine Ort Mossaic in Südfrankreich mit der Abtei Saint Pierre.

Zum Abschluss deiner Radreise kannst du die Abtei von Moissac besuchen, die zum Unesco-Weltkulturerbe
gehört.

5. Unterwegs auf der grünen Halbinsel Renvyle in Irland

Grüne Landschaften, so weit das Auge reicht: Nicht ohne Grund wird Irland auch als „Grüne Insel“ bezeichnet. Besonders die kleine Halbinsel Renvyle im Westen des Landes ist ein echter Geheimtipp für Naturfans und eignet sich ideal zur Erkundung mit dem Fahrrad.

Die Küste der Halbinsel Renvyle in Irland.

Die verkehrsarmen Straßen führen dich durch das grüne Hügelland und durch eine eindrucksvolle Küstenlandschaft mit einsamen Stränden. Vorbei an der Ruine der Burg Grace O’Malley und dem aussichtsreichen Renvyle Point radelst du auch durch die einzigen Dörfer der Halbinsel: Tully und Tully Cross.

Zahlreiche Ecken auf der Route laden zu einem Stopp mit Rundumblick über die Landschaft und den wilden Atlantik ein.

6. Von Arcos de Valdevez bis in die älteste Stadt Portugals

Portugals wilde Natur und die malerischen Landschaften kannst du prima mit dem Rad erkunden. Ein besonders schöner Radweg erstreckt sich entlang des Flusses Limas. 

Der Startpunkt ist Arcos de Valdevez. Hier erkundest du den denkmalgeschützten Ortskern sowie den historischen Stadtpalast Casa do Terreiro aus dem 18. Jahrhundert. Von dort aus führt die Route auf rund 20 Kilometern flussabwärts bis zur Stadt Ponte de Lima.

Die Brücke über den Fluss Lima in Ponte de Lima – Portugals älteste Stadt.

Auf dem Weg entdeckst du idyllische Lagunen und gleitest durch ruhige Landschaften entlang des rauschenden Flusses bis in die älteste Stadt des Landes – Ponte de Lima.

7. Auf der Stadtmauer durch Lucca in Italien

Rund 20 Kilometer von der italienischen Stadt Pisa entfernt liegt der charmante Ort Lucca. Umrahmt von den Weinbergen und Olivenhainen der Toskana finden Entdeckerinnen und Entdecker eine ganz besondere Radtour durch die malerische Stadt: Auf der zwölf Meter hohen und an manchen Stellen bis zu 30 Meter breiten Stadtmauer umrundest du das Zentrum hoch über den Toren der Stadt.

Die Stadtmauer von Lucca in der Toskana – hier kannst du das Stadtzentrum umrunden.

Entlang der vier Kilometer langen Strecke sorgen einige Bäume für Schatten und leuchtendes Grün inmitten der
historischen Umgebung.

Laut „Evaneos“ ist die abwechslungsreiche Tour mit authentischen Einblicken auch für Familien bestens geeignet. Wenn du auch die Region erkunden möchtest, kurvst du anschließend noch weiter durch die grünen Hügel der Toskana.