15 Bundesländer starten im Juli in die Sommerferien. Nach zwei Jahren Pandemie-Einschränkungen zieht es viele Menschen jetzt wieder ins Ausland. An deutschen Flughäfen herrschen wegen des Ansturms und der Personalnot bei Airlines und Flughäfen bereits jetzt Chaos und lange Wartezeiten – wie du trotzdem möglichst frustfrei ans Ziel kommst, verraten wir hier.

Das Flughafenchaos ist aber nicht das Einzige, was du bei deiner Reiseplanung im Juli beachten solltest. Vom ablaufenden 9‑Euro-Ticket im Inland bis hin zu Jahrestagen mit Konfliktpotenzial haben wir zusammengestellt, worauf Reisende im Juli achten müssen.

9‑Euro-Ticket: Bei diesem Fehler droht ab Juli ein Bußgeld

Millionen Deutsche haben im Juni bereits das 9‑Euro-Ticket gekauft. Im Juli geht die Aktion zur Entlastung von Bürgerinnen und Bürgern und zur Werbung für den ÖPNV in den zweiten Monat. Viele Menschen haben sich inzwischen bereits daran gewöhnt, mit dem Ticket in der Tasche einfach in den Bus oder die Bahn einzusteigen, ohne vorher einen separaten Fahrschein zu kaufen.

Aktuelle Deals

Zum Start in den Juli ist hier aber Vorsicht angesagt. Dann verliert das Ticket nämlich seine Gültigkeit – egal, ob du es direkt zu Beginn der Aktion oder erst später im Monat gekauft hast.

Mit dem 9-Euro-Ticket kannst du ab Juni zum günstigen Kurs verreisen.

Das bedeutet: Bis zum 30. Juni um 23.59 Uhr kannst du den aktuellen Fahrschein noch nutzen. Danach musst du ein neues 9‑Euro-Ticket kaufen. Wer das versäumt, riskiert ein Bußgeld von 60 Euro.

Kaufen kannst du das 9‑Euro-Ticket für Juli natürlich an Fahrkartenautomaten und Verkaufsstellen. Zum Monatswechsel musst du dort aber mit langen Warteschlangen rechnen. Wenn du die vermeiden möchtest, empfiehlt sich stattdessen der Kauf über die App der Deutschen Bahn oder der regionalen Verkehrsgesellschaft.

Weiterlesen nach der Anzeige

Anzeige

Corona-Zahlen steigen: Gefährdet das den Urlaub?

Corona macht keinen Sommerurlaub – ganz im Gegenteil. In beliebten Urlaubsländern wie Frankreich, Italien, Österreich oder Griechenland steigen die Infektionszahlen stark an, im Vergleich zu Ende Mai haben sie sich teilweise verdoppelt bis verdreifacht.

Noch haben die Länder keine erneute Verschärfung der Schutzmaßnahmen angekündigt. Das könnte sich aber kurzfristig ändern. Wenn du im Juli ins Ausland reist, solltest du dich daher kurz vor der Abreise unbedingt auf der Seite des Auswärtigen Amtsüber die aktuellen Einreisebestimmungen informieren. 

Jahrestage und Wahlen – hier gibt es Potenzial für Störungen

Sicherheitsspezialisten von International SOS stellen auf dem Touristik-Portal „Reise vor 9“ jeden Monat vor, welche Ereignisse auf der Welt anstehen. An diesen Reisezielen solltest du im Juli mit Versammlungen und Demonstrationen rechnen:

Europa: In Deutschland, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, Schweden, Spanien und Tschechien finden im Juli verschiedene LGBTQI+-Pride-Veranstaltungen statt. In vielen städtischen Zentren gibt es dann Märsche und Versammlungen – in London beispielsweise am 2. Juli, in Köln bis zum 3. Juli, in Madrid am 9. Juli, in Berlin am 23. Juli und in Amsterdam am 30. Juli. 

Großbritannien: Am 12. Juli wird in Nordirland der Orangemen’s Day gefeiert. Protestantinnen und Protestanten gedenken der Schlacht am Fluss Boyne im Jahr 1690, in der sich der protestantische König Wilhelm III. und der katholische König Jakob II. gegenüberstanden.

In der Vergangenheit gab es an dem Feiertag deswegen immer wieder Ausschreitungen zwischen Katholiken und Protestanten in Nordirland. Auch in diesem Jahr müssen Reisende in den größeren Städten mit Demonstrationen und Zusammenstößen rechnen. Außerdem sind Schulen und die meisten Geschäfte geschlossen.

Indien: Vom 28. Juli bis zum 3. August findet in Indien die sogenannte Märtyrer-Woche statt. Linksextreme Naxaliten (Maoisten) gedenken dann kommunistischer Märtyrer. In den indischen Bundesstaaten, die von der Gewalt der Naxaliten betroffen sind, sollten Reisende in diesem Zeitraum mit erhöhten Sicherheitsmaßnahmen wie Patrouillen und Kontrollpunkten rechnen.

Kuba: Vom 25. bis zum 27. Juli begeht Kuba den Jahrestag des Nationalen Aufstandes. Im Juli 1953 begann an diesen Tagen der gescheiterte Angriff der Rebellen unter Führung Fidel Castros, der später die kubanische Revolution auslöste.

Laut „Reise vor 9“ gibt es Hinweise auf Gedenkveranstaltungen unter anderem in Santiago de Cuba einschließlich der ehemaligen Moncada-Kaserne sowie in der Hauptstadt Havanna.

Kubanerinnen und Kubaner feiern den Jahrestag des Nationalen Aufstands am 26. Juli.

Malaysia: Am 20. Juli begeht Malaysia „Hari Raya Haji“, die malaysische Version des muslimischen Opferfests. An dem Feiertag wird es Einschränkungen wie geschlossene Geschäfte und Behörden geben.

Malawi: Am 6. Juli feiert das afrikanische Land die Unabhängigkeit von England 1964 mit einem gesetzlichen Feiertag. Auch hier sind Einschränkungen wie geschlossene Geschäfte und Behörden zu erwarten.

Myanmar: Am 19. Juli erinnert Myanmar an die Ermordung des Unabhängigkeitshelden Aung Sang. Laut „Reise vor 9“ haben sich an diesem Tag in den letzten Jahren zahlreiche Menschen versammelt.

Die thailändische königliche Garde führt einen Salut zum Geburtstag von König Maha Vajiralongkorn am 28. Juli durch.

Thailand: Am 28. Juli finden in Thailand an buddhistischen Tempeln im ganzen Land und auf öffentlichen Plätzen Feiern zum Geburtstag von König Maha Vajiralongkorn statt.