Sie sind klein, gemütlich und legen dir Europa zu Füßen: Auf einem Flusskreuzfahrtschiff kannst du den Kontinent entspannt entdecken. Entlang der Ufer großer und berühmter Flüsse wie Donau, Rhein, Loire oder Weichsel führen sie dich durch große Metropolen, verschlafene Bauerndörfer und abwechslungsreiche Landschaften. 

Besonders schön: Du lernst die Umgebung von einer ganz anderen Perspektive aus kennen, denn von der Wasserkante aus gibt die Welt ein ganz eigenes Bild ab. Doch welche Tour ist die beste? Das ist und bleibt eine Frage des persönlichen Geschmacks.

1. Auf Frankreichs Kanälen unterwegs

Kanal klingt für dich nach Frachtschiffen und Industrie? Falsch gedacht! Eine Flusskreuzfahrt auf Frankreichs Kanälen führt vorbei an Ruheoasen und idyllischen Landschaften. Als besonders schön gelten der Canal du Rhône, die Kanäle im Burgund, der Canal Saint-Martin und der Rhein-Marne-Kanal. 

Weite Landschaft: Bei einer Flusskreuzfahrt auf dem Canal du Rhône kannst du sie kennenlernen.

An ihren Ufern liegen spannende Städte wie etwa Lyon, Arles, Avignon und Vienne, dazwischen sorgen lilafarbene Lavendelfelder für einen besonderen Duft. Technikfans begeistern sich über die Schleusen, die das Schiff während der Reise passiert. 

2. Schottland: Ins Herz der Highlands

Die schottischen Highlands kannst du ganz entspannt vom Boot aus kennenlernen. Von den Küstengewässern geht es den Caldonian Canal hinauf, der dich von Loch zu Loch bringt, während du die bergige Landschaft bestaunst. Neben der wilden Natur siehst du von Bord des Schiffs aus Burgen und Schlösser, malerische Küstenorte und liebevoll gestaltete Gärten. In der Regel enden die Touren in der historischen Stadt Edinburgh. 

Eine Kreuzfahrt auf dem Caledonian Canal in Schottland lohnt sich, wenn du auf satte grüne Natur stehst.

Bei dem ein oder anderen Stopp im Hafen kannst du viele dieser Höhepunkte davon aus nächster Nähe betrachten. Und wer weiß – vielleicht lächelt dir sogar eins der berühmten und pelzigen schottischen Hochlandrinder von den saftigen grünen Wiesen aus zu. 

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3. Durch die Weinfelder Portugals

Mit einem Schiff durch die portugiesischen Weinberge fahren und dabei einen edlen Tropfen verköstigen? Wer darauf Lust hat, bucht eine Flusskreuzfahrt im Duoro-Tal. Der Fluss führt vorbei an beschaulichen Städtchen wie Pinhão, wo du die berühmte, mit blau-weißen Keramikfliesen geschmückte Bahnhofshalle bestaunen kannst, oder Guimarães. Das Städtchen gilt als „Wiege Portugals“.

Wunderschöne Kulisse: Eine Flusskreuzfahrt über den Duoro führt auch am malerischen Porto vorbei.

Auch die Kulturmetropole Porto und eine Fahrt unter der berühmten blauen Ponte Dom Luís I hindurch gehören zu einer Douro-Kreuzfahrt unbedingt dazu. Nur wenige Kilometer hinter der Stadt liegt dann gleich der Atlantik, der sich hervorragend eignet, wenn du noch einige Tage Badeurlaub dranhängen möchtest. 

4. Schweden auf dem Göta-Kanal durchkreuzen

Wer den Göta-Kanal von West nach Ost befährt, hat einmal ganz Schweden durchkreuzt! Über Tjörn an der Westseite Schwedens über Göteborg, Trollhättan, Vadstena, Berg und Birka bringen dich die historischen, kleinen Kanalschiffe bis nach Stockholm auf der Ostseite des Landes. Dazwischen: jede Menge Seen, Schäreninseln, Aquädukte, Brücken und insgesamt 66 Schleusen. 

Wer den Göta-Kanal befährt, durchkreuzt einmal Schweden von West nach Ost oder andersherum.

Dabei umgibt dich die beeindruckende Natur Schwedens während der gesamten Fahrt. Zwischen grünen Wiesen und Bergen entdeckst du auch immer wieder gemütliche Holzhäuschen, die sich idyllisch in die Landschaft einfügen. Schöne Zwischenstopps legt dein Boot mit Sicherheit am Wasserfall Trollhättan, in der Wikingerstadt Birka und am Kloster der Heiligen Birgitta ein. 

5. Wein erleben auf Mosel, Saar, Rhein und Neckar

Auf einer Flusskreuzfahrt entlang von Mosel, Saar, Rhein oder Neckar bestaunst du nicht nur hügelig-romantische Landschaften und schöne Weinberge. Auch viele spannende Städte liegen hier auf den Schiffsrouten!  

Zunächst lernst du die Saarschleife und die niedlichen Fachwerkhäuser an der Mosel vom Wasser aus kennen, dann machst du dir während eines Spaziergangs durch die Domstadt Trier, das märchenhafte Bernkastel-Kues und weitere schöne Orte ein Bild der märchenhaften Umgebung. 

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Ein Schiff fährt auf der Mosel in Rheinland-Pfalz.

Zu den Höhepunkten gehört auch die Fahrt vorbei am sagenumwobenen Loreley-Felsen: Die Geschichte von der betörenden Jungfrau, die die Schiffer ins Verderben gerissen haben soll, hat der Sage nach dort stattgefunden haben. Daneben Mainz mit seinen mächtigen Bauwerken der Gotik und Romanik, die vom Wasser aus gesehen ein spannendes Bild abgeben. Und am Neckar beeindrucken Heidelberg und das barocke Residenzschloss in Ludwigsburg. 

6. Dem sagenumwobenen Rhein folgen

Der Rhein gehört zu den beliebtesten Wasserwegen für Flusskreuzfahrten. Kein Wunder: Es geht vorbei am Loreley-Felsen, urig-romantischen Dörfern, Weinbergen, Burgen, Schlössern und dem Deutschen Eck, wo die Mosel in den Rhein mündet. 

Wasser, Bäume, nette Häuschen: In Straßburg wanderst du durch Fachwerkhäuschen.

Oft starten die Flusskreuzfahrt-Schiffe in der Rhein- und Medienmetropole Köln, fahren über Mainz und Speyer, eine von Deutschlands ältesten Städten, bis nach Straßburg in Frankreich. Beim letzten Halt im Elsass erkundest du das berühmte Straßburger Münster, die vielen Fachwerkhäuser und spazierst auf den schönen Rheinpromenaden, ehe du wieder an Bord deines Schiffes gehst. 

7. Über die Oder an die Ostsee

Einsteigen am Fluss, aussteigen an der Ostsee – und noch eine Woche Strandurlaub an die Kreuzfahrt dranhängen! Das ist bei einer Flusskreuzfahrt auf der Oder möglich. Starten könntest du etwa in Potsdam, als Nächstes steht ein Stopp am Kloster Chorin in Eberswalde auf dem Programm. Beeindruckend ist die Schleusung auf dem Schiffshebewerk Niederfinow, bei der das Schiff 36 Höhenmeter überwindet.  

Stettin: Nicht nur auf dem Heumarkt bieten bunte Häuserfassaden ein schönes Bild.

Weiter geht es durch malerische Fluss- und Auenlandschaften des Nationalparks Unteres Odertal, ehe das Schiff die Grenze zu Polenüberquert. Nächster Halt: die schöne Küstenstadt Stettin! Das Ostseebad macht unter anderem annhand prächtiger historischer Wohnhäuser und Hotels deutlich, wieso Menschen hier seit Jahrhunderten gern Urlaub machen. 

8. Über Elbe und Moldau nach Prag

Geschichte, Natur und Handwerkskunst: Bekommst du auf einer Flusskreuzfahrt über Elbe und Moldau! Zum Beispiel ab der schönen Lutherstadt Wittenberg, von wo aus du über die Elbe bis nach Meißen schipperst. Dort stattest du der weltbekannten Porzellanmanufaktur einen Besuch ab. 

Ein Flussschiff nimmt Tagesausflüglerinnen und -ausflügler auf der Elbe bei Dresden auf. Die Bäume an den Ufern leuchten in Herbstfarben.

Nicht weit entfernt von Meißen liegt Dresden. Entlang steiler Weinberge fahren die Reisenden nach „Elbflorenz“ hinein. Zu den Must-sees gehört die renovierte Frauenkirche mit ihrer beeindruckenden Kuppel, und auch die Gemäldegalerie der Alten Meister dürfen Kulturinteressierte nicht verpassen. 

Danach kommen Outdoorfans auf ihre Kosten, denn der nächste Halt Bad Schandau ist ein toller Ausgangspunkt für Ausflüge ins Elbsandsteingebirge. Von hier aus fahren außerdem Ausflugsboote bis nach Prag, die schöne „Goldene Stadt“ und Hauptstadt Tschechiens. 

9. Die acht Donau-Länder kennenlernen

Die Donau gehört zu den wohl aufregendsten Flüssen, auf denen du eine Flusskreuzfahrt machen kannst. Sie ist der zweitlängste Fluss Europas und durchquert auf seiner über 2800 Kilometer langen Reise etliche Länder, zwischen manchen dient sie gar als natürliche Grenze. Entsprechend zahlreich sind die Höhepunkte entlang der Strecke: In Passau, Wien und Bratislava kommen Kulturfans auf ihre Kosten. 

Die Donau fließt durch Passau – und das Städtchen gehört zu den schönen Stopps einer Flusskreuzfahrt.

Weiter geht die Fahrt durch Ungarn, wo ein Stopp in Budapest ein absolutes Muss ist. Anschließend markiert die Donau die Grenze zwischen Kroatien und Serbien sowie Rumänien und Bulgarien.

Am Ende wartet dann noch ein Höhepunkt der Reise: ein Ausflug ins Donaudelta. Es ist eins der letzten Wildnisgebiete in Europa. Hier kannst du seltene Vogel- und Fischarten beobachten, die hier ungestört in den unzähligen Armen der Donau brüten und leben, ehe der Fluss ins Schwarze Meer mündet. 

10. Garonne und Dordogne: Auf den Spuren der Welterbestätten

Lust auf viele Unesco-Welterbestätten in kleiner Entfernung? Eine Flusskreuzfahrt auf der Garonne und der Dordogne in Frankreich bringt dich hin. Das erste von ihnen ist Bordeaux mit seinen eleganten Stadthäusern, kurz darauf beeindrucken die sternförmige Vauban-Zitadelle in Blaye und später die mittelalterlichen Städtchen in der Weinregion um St. Emilion. Während du hier über den Fluss schipperst, ziehen malerische Weinhänge an dir vorbei. 

In St. Emilion reiht sich Weinstube an Weinstube in den historischen Gassen.

Die Flussfahrt endet im Mündungstrichter Gironde: Hier fließen Garonne und Dordogne zusammen, ehe sie in den Atlantik übergehen. Besonders schön ist es, dieses 75 Kilometer lange und bis zu 15 Kilometer breite sogenannte Ästuar mit Blick auf den Ozean zu befahren. Immer breiter wird die Wasserfläche, immer beeindruckender die Vorstellung, wie weit sich der Atlantik fernab dieser Mündung noch erstrecken wird. 

11. Fast ganz Frankreich auf der Loire durchqueren

Wer die gesamte Loire, Frankreichs längsten Fluss, befährt, bringt mehr als 1000 Kilometer Strecke hinter sich. Sie durchquert fast das gesamte Land. Beginnend am Zentralmassiv fließt das Gewässer an Orléans vorbei, dann folgen Tours, Montsoreau, Saumur und Nantes, bis sie bei Saint-Nazaire in den Atlantik mündet. 

Beliebtes Fotomotiv: Auch das hübsche Städtchen Amboise mit seinem Schloss liegt direkt an der Loire.

Eine ziemlich lange Strecke – und sie ist gespickt mit tollen Höhepunkten. Hunderte Châteaus und Burgen thronen auf den sanft geschwungenen Hügeln, eingebettet in beeindruckende Gartenanlagen oder versteckt in Wäldern und Weinbergen. Kein Wunder, dass diese schöne Gegend zum Unesco-Welterbe ernannt wurde! 

12. Hauptstadt-Flair an der Seine

Die Seine gehört zu den Klassikern, wenn es um Flusskreuzfahrten geht. Kein Wunder, schließlich fließt sie direkt durch Paris. Reisende tauchen hier in das bunte Großstadtleben ein und bestaunen einige der wichtigsten kulturellen Höhepunkte Frankreichs. Danach wird die Fahrt ruhiger: Tolle Landschaftspanoramen betonen die Idylle der Normandie. Vielleicht legt dein Schiff ja einen Zwischenstopp für ein Picknick auf den Apfelbaumwiesen ein? 

Paris aus einer anderen Perspektive kennenlernen: Eine Flusskreuzfahrt macht es möglich.

Ein Halt lohnt sich außerdem in Giverny, wo das Anwesen des Malers Claude Monet deine kreative Ader kitzelt. In der gotischen Stadt Rouen beeindrucken schöne Kathedralen. Beschaulicher geht es im Städtchen Etretat oder in den Seebädern an der Côte Fleurie zu. 

13. Rhône und Saône

Starte in der Hügellandschaft des Burgunds, fahre bis in die Provence und lerne dabei Frankreich aus einer anderen Perspektive kennen. Bei einer Flusskreuzfahrt über die Flüsse Rhône und Saône steht das Genießen herrlicher Landschaften im Vordergrund: breite Schilfgürtel, schroffe Berge, beschauliche Flussauen, Weinberge und Obstgärten liegen zu beiden Seiten der Flüsse. 

Vom Fluss aus betrachtet: Die Brücke Pont Benezet gehört zu den markantesten Sehenswürdigkeiten in Avignon.

Sie wechseln sich ab mit uralten Städten, noch nicht ganz so alten Booten und vielen Wasservögeln, die sich hier pudelwohl fühlen. Schlösser und Burgen bilden einen spannenden Kontrast zu den beeindruckenden Schleusenanlagen, die Reisende passieren. Besonders beliebte Ausflugsziele an Rhône und Saône sind zudem die Stadt Lyon, die Ardèche-Schluchten und die historische Stadt Avignon.