Der Hafenort Greetsiel ist so klischeehaft schön, dass es in der Hauptsaison von Besucherinnen und Besuchern wimmelt. Dann bestaunen die Urlauberinnen und Urlauber den lang gestreckten, romantischen Fischerhafen mit seiner großen Kutterflotte; sie schlendern oberhalb des Hafens vorbei an den alten, malerischen Fischer- und Giebelhäusern aus dem 17. und 18. Jahrhundert und besuchen die mittelalterliche Dorfkirche.

Sie genießen fangfrischen Fisch in den Restaurants, trinken Ostfriesentee in den Cafés oder bummeln durch die Gassen mit allerlei Geschäften, Museen und Galerien. Und am Ortsrand recken die zwei historischen Windmühlen ihre Flügel in den Himmel, wenn sie nicht gerade restauriert werden. Dazu weht die salzige Nordseeluft vom wenig entfernten Meer heran.

Hier aber zunächst die genauen Fakten: Greetsiel gehört zur Gemeinde Krummhörn im niedersächsischen Landkreis Aurich. Gut 1450 Einwohnerinnen und Einwohner leben in dem Sielort an der Leybucht an der ostfriesischen Westküste und sind stolz auf ihre über 650-jährige Ortsgeschichte. In Briefen aus dem Jahr 1388 wird Greetsiel das erste Mal urkundlich erwähnt. Häuptlinge aus dem Geschlecht der Cirksena sollen den Ort gegründet haben, der der Stammsitz der Familie war (1464–1744).

Besucher tummeln sich meist rund um den Hafen: Neben den Kuttern mit frischem Fang gibt es hier kleine Geschäfte, Cafés und vieles mehr zu erbummeln.

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Greetsiel liegt nicht direkt am Wasser. Die Schiffe müssen erst einige Seemeilen durch das Leyhörner Sieltief (eine Art Kanal) fahren und passieren dann die Greetsiel-Schleuse Leysiel, bevor sie in See stechen können. Vielleicht macht das den beschaulichen Reiz des Dorfes aus und verleiht ihm nicht umsonst den Titel des attraktivsten Sielortes an der deutschen Nordseeküste.

Angenehm für eine ruhige Ortserkundung ist, dass der Ortskern verkehrsberuhigte Zone.

Der Ortskern von Greetsiel ist autofrei. Das macht das Schlendern durch das Fischerdorf mit seinen historischen Häusern besonders angenehm.

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Greetsiel: Eingebettet in geschützte Natur

Greetsiel liegt auch umgeben von Natur. Das Naturschutzgebiet Leyhörn schließt sich mit seinen Wasser- und Schlickflächen westlich an den Ort an. Es ist Teil des EU-Vogelschutzgebietes Krummhörn. Auf seinem 646 Hektar großen Schutzgebiet gedeiht besondere Flora wie Schilfrohr und Rohrkolben. Viele Tierarten leben in dem dichten Grün. Des Weiteren grenzt Greetsiel an den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Eine Seehundbank befindet sich unweit der Schleuse. Die Tiere können mit etwas Glück während einer kleinen Schifffahrt beobachtet werden.

Ganz viel Natur umgibt Greetsiel – ideal zum Abschalten, Erkunden und Tiereentdecken.

Greetsiel ist ein Ort für die ganze Familie

Greetsiel ist für einen Urlaub bei Familien, Seniorinnen und Senioren sowie bei jungen Leuten gleichermaßen beliebt. Das liegt an der Palette an Freizeitmöglichkeiten, etwa die zu Wasser.

Zwar besitzt Greetsiel keinen eigenen Strand, dafür aber eine kleine Badebucht mit Sand und ein Schwimmbad mit Sauna. Segler und Jachtbesitzerinnen legen gern an den zwei kleinen Bootshäfen an. Und auf den kleinen Kanälen, die den Ort umgeben, können Kanutinnen und Stand-up-Paddler vom Wasser aus die Gegend erkunden. Boote und Tretboote können vor Ort gemietet werden.

Kanu, Tret- oder Ruderboot – in Greetsiel kann allerlei Schwimmbares ausgeliehen werden.


Die Wasserwanderwege rund um Greetsiel sind gut ausgebaut, ebenso die für Radtouren und Nordic Walking.

Sollte Kindern das an Programm nicht reichen, gibt es in Greetsiel einen großen Abenteuerspielplatz und das Lükko Leuchtturm Kinderhaus. Dort können sie toben, spielen, basteln und an diversen Kinderveranstaltungen teilnehmen.

Ältere Semester mögen es natürlich ruhiger und schätzen die „Gartenroute Krummhörn – Ostfriesland“. Seit 2007 öffnen Gartenliebhaberinnen und Gartenliebhaber aus der Krummhörn von März bis Oktober die Pforten zu ihren privaten Gärten und gewähren Interessierten Einblicke in ihre grünen Paradiese. Der Gartenbesuch ist kostenpflichtig, einige Veranstaltungen sind mit der Nordsee-Servicecard (NSC) vergünstigt, eine Führung kann dazugebucht werden.

Unterbringung und Verpflegung – für jeden ist etwas dabei

Als Touristenort bietet Greetsiel für jeden Geschmack und Geldbeutel die geeignete Unterbringung: Camping- und Wohnmobilstellplätze, Ferienhäuser und ‑wohnungen, Pensionen und Hotels stehen zur Auswahl.

Auch die Gastronomielandschaft im Ort bietet für jeden Geschmack etwas. Ein frisches Fischbrötchen am Hafen sollte sich jeder Besucher und jede Besucherin aber unbedingt schmecken lassen.