Italien hat eine besonders lange Küstenlinie und viele Kilometer davon bezaubern mit endlos erscheinenden Sandstränden. Zudem locken Sonnenschein und hohe Temperaturen. Kein Wunder, dass Wasserratten und Strandfans das Land an der Adria längst für sich entdeckt haben!

So kann es an den beliebtesten Stränden in Bella Italia in den Sommermonaten auch mal richtig voll werden. Doch wer den Urlaub abseits von Rimini, Positano, Viareggio und Co. verbringt, findet noch Strandabschnitte, an denen Strand-Nachbarin und -Nachbar nicht direkt Handtuch an Handtuch liegen. 

Das Geheimnis dieser Strände: Sie sind nicht so leicht erreichbar wie ihre bekannten Artgenossen. Manchmal ist eine kurze Wanderung oder eine Bootstour nötig, ehe du dein Handtuch im weichen Sand ausbreiten kannst. Doch wenn du diese Umstände in Kauf nimmst, wirst du mit einem besonders entspannten Strandtag belohnt. 

Cala Liborotto bei Nuoro (Sardinien)

Die Strände vom Städtchen Cala Liborotto liegen im Osten der Insel Sardinien. Oft ist es hier im Sommer voll. Deutlich weniger los ist jedoch, je weiter Reisende von dem Ferienort aus in Richtung Norden vordringen. Dort befinden sich die Naturstrände Spiaggia Pedra Marchesa und Spiaggia di Berchida, die jeweils über einen eigenen Parkplatz verfügen. Doch zwischen den beiden Abschnitten kann es am Strand sogar richtig einsam werden. 

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An der Cala Liborotto finden Reisende immer wieder ein ruhiges Plätzchen.

Wer noch weiter in Richtung Norden aufbricht und die Spiaggia di Berchida hinter sich lässt, kann sich auf rund acht Kilometern Strand so richtig austoben, denn erst dann taucht das nächstgelegene Dörfchen Siniscola am Horizont auf. 

Sperlonga (Latium)

Weißer Sand, klares Wasser, nette Städtchen mit weiß getünchten Häusern – das ist die Kulisse der Strände rund um den Badeort Sperlonga. Hier verbringen vor allem Urlauberinnen und Urlauber ihre Ferien, die es ruhiger angehen lassen. Ebenso entspannt geht es an den kostenfreien Stränden rund um das Städtchen zu. 

Die Strände von Sperlonga laden zu Spaziergängen am Meer ein.

Wer mag, sucht einen der Stabilimenti (Bezahlstrände) direkt am Ort auf und lässt sich mit einem Cocktail und weiteren Annehmlichkeiten verwöhnen. Wer den Tag lieber an einem ruhigen Abschnitt verbringen will, geht Richtung Süden. An den Ruinen der Villa di Tiberio, einer Ausgrabungsstätte, halten sich in der Regel deutlich weniger Menschen auf. Das historische Ambiente der ehemaligen Imperatoren-Villa ist inklusive. 

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Torre Guacato (Apulien)

Vorn die Adria, hinten dichter Wald, durch den sich wenige Trampelpfade ziehen: Das sind die Strände im Landschaftsschutzgebiet Torre Guacato in Apulien. Strandabschnitte mit Liegestühlen und Sonnenschirmen gibt es hier zwar auch, doch sie werden immer wieder durch größere freie Strandabschnitte unterbrochen. Manche von ihnen verfügen über weichen Sandstrand, andere sind mit kleinen Felsen und Steinen durchsetzt. 

Perfektes Strandidyll: Am Strand von Torre Guacato findest du immer wieder einsame Abschnitte.

Hast du ein feines Plätzchen gefunden, heißt es, Füße hochlegen und in Ruhe entspannen, denn Bars und laute Musik gibt es kaum und Strandverkäuferinnen und ‑verkäufer nehmen die langen Strecken zwischen den belebten Abschnitten nur sehr selten auf sich. 

Tipp: Einen langen Spaziergang einplanen! Wer sein Auto hier strandnah parkt und sich rechts und links der Hauptstrände umschaut, findet immer wieder einsame Plätzchen. 

Pollara auf der Isola Filicudi (Liparische Inseln)

Wer einen einsamen Strand sucht, wird auf der vergleichsweise abgeschiedenen Insel Filicudi fündig. Die Isola liegt nördlich von Sizilien und ist von dort aus auch mit der Fähre erreichbar. Von Palermo aus dauert die Fahrt zweieinhalb Stunden.

Wer Ruhe sucht, wird sie hier finden: Neben wenigen kleinen Dörfchen und Stränden besteht Filicudi hauptsächlich aus drei inaktiven Vulkankegeln, von denen der Monte Fossa delle Felci mit 774 Metern am höchsten aus dem Meer herausragt. 

In Orange getaucht: Sonnenuntergang auf der Isola Filicudi.

Beliebt ist die Insel vor allem bei Naturliebhaberinnen und ‑liebhabern sowie bei Tauchfans. Doch auch Wasserratten können ihrer Leidenschaft an den Stränden der Insel frönen. Einer von ihnen ist die kleine Bucht von Pollara. „Wie am Ende der Welt“, kommentiert ein Mann das Strändchen in den sozialen Medien. 

Spiaggia bei Sirolo (Marken)

Allein bist du am Strand direkt bei Sirolo nicht, wohl aber, wenn du weit genug in Richtung Norden gehst. Der nächstgelegene Bezahlstrand Spiaggia Bonetti liegt rund zwölf Kilometer entfernt, dazwischen warten etliche einsame Strandabschnitte und Buchten auf ihre Entdeckung. 

Hinter den Stränden von Sirolo, an denen es im Sommer voll werden kann, gibt es immer wieder einsame Buchten zu entdecken.

Die oft schroffen Klippen schneiden Fußgängerinnen und Fußgängern vielmals den Weg ab, deswegen lohnt es sich, einige dieser Kleinode mit dem Kajak oder einem SUP abzupaddeln. Belohnt wird die Mühe mit einsamen Buchten und beeindruckenden Felsgebilden, die schräg aus dem Meer herausragen. 

Baia degli Infreschi (Kampanien)

Wer die Baia degli Infreschi erreichen will, nimmt sich ein Boot – oder plant eine rund sieben Kilometer lange Wanderung in den Urlaubstag ein. Wer morgens startet, kann die heiße Mittagshitze für ein Bad im Mittelmeer nutzen, ehe es am frühen Abend bei angenehmeren Temperaturen wieder zurückgeht. 

Bucht mit Aussicht: Die Baia degli Infreschi ist am leichtesten mit dem Boot zu erreichen.

Los geht die Wanderung in Marina di Camerota, dann geht es immer wieder entlang der Küste oder stückweise durch das Binnenland. Zu Beginn erklimmst du einige Höhenmeter, was ein wenig schweißtreibend sein kann, doch oben angekommen belohnt eine schöne Aussicht. 

Entlang des Weges findest du zwei weitere Buchten, die sich hervorragend für einen Zwischenstopp eignen. Oder du breitest dein Handtuch einfach schon dort aus, wenn dir die restlichen Kilometer zur Baia degli Infreschi zu lang werden. Doch die Mühe lohnt sich: Die kleine Sandbucht wird malerisch von zwei Felsen eingerahmt.