Alpines Flair gemixt mit historischen Altstädten und umgeben von Natur – dass die Schweiz jedes Jahr zu den beliebtesten Reisezielen der Deutschen gehört, ist kaum verwunderlich. Doch abseits von Alpen und Zürich hat die Schweiz noch mehr zu bieten, etwa wunderschön gelegene Dörfer.  

Der Reiseführer „Die schönsten Schweizer Dörfer‘“ vom gleichnamigen Verein hat sich umgeschaut – und, wie der Name schon sagt, die schönsten Dörfer der Schweiz ausgewählt. Die Anforderungen, in die Liste aufgenommen zu werden, sind übrigens hoch: Das Dorf muss weniger als 10.000 Einwohnerinnen und Einwohner haben, es muss ein architektonisches oder naturgegebenes Erbe aufweisen und natürlich den Denkmalschutz leben. 

In der ersten Auflage gab es bereits 43 Orte mit der Bezeichnung schönstes Dorf der Schweiz. Im Sommer 2022 sind durch die Neuauflage aber noch einmal drei dazugekommen: Grüningen im Kanton Zürich, Dardagny im Kanton Genf und Bursins im Kanton Waadt. Dort warten einige Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten, die du bei deinem nächsten Urlaub ausprobieren solltest. 

Aktuelle Deals

1. Grüningen

Nur 20 Kilometer von Zürich entfernt befindet sich das Dorf Grüningen im Zürcher Oberland. Schon von Weitem kannst du das Wahrzeichen der Kleinstadt sehen: Schloss Grüningen. Es dient nicht nur als Blickfang, sondern ist auch Anlaufpunkt für Ausflüglerinnen und Ausflügler, denn im Schlosscafé wird Kaffee und hausgemachter Kuchen serviert.

Das Schloss ist das Wahrzeichen der Gemeinde Grüningen in der Schweiz.

Gut gestärkt können Reisende sich dann aufmachen, um das Schlossmuseum zu erkunden, das Waffen und Werkzeuge aus dem Mittelalter vorstellt. Das Schloss Grüningen wurde bereits 1229 als Burg erbaut, aus dieser Zeit sind aber nur der Palas und der Bergfried übrig. Das Schloss brannte einmal nahezu komplett aus und wurde über die Jahrhunderte mehrfach restauriert. 

Wer Natur bevorzugt, besucht den Botanischen Garten von Grüningen. Bei der Bewirtschaftung spielen Ökologie, Biodiversität sowie Arten- und Naturschutz eine entscheidende Rolle. Zur Schau stehen nicht nur exotische, sondern auch eine Menge einheimischer Pflanzen. Beim Schlendern durch den Ort kannst du zudem tolles Fachwerk entdecken.

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA

Weiterlesen nach der Anzeige

Anzeige

2. Dardagny

Wer Weine liebt, muss das Dorf Dardagny besuchen! Umgeben von grünen Weinbergen, strahlt Dardagny große Ruhe und Entspannung aus – und das unweit von Genf gelegen. In einem der zahlreichen Weinkeller, die sich unter dem Dorf verstecken, kannst du den sagenhaften Wein in typisch französischer Atmosphäre probieren, denn Dardagny liegt an der französisch-schweizerischen Grenze.

Blickfang ist aber nicht nur die Natur, sondern auch das Château de Dardagny. Heute dient es als Rathaus und Schule. Den Rittersaal mit den beeindruckenden italienischen Fresken können Touristinnen und Touristen besichtigen. Rund um das Schloss begegnet man immer wieder Frauen und Männern in Hochzeitskleidung: Der prächtige Trausaal ist einer der beliebtesten Orte in der Region, um zu heiraten. Das Ehebündnis kann dann quasi nebenan auch kirchlich geschlossen werden: in der Kapelle aus dem 13. Jahrhundert im Weiler Malval. 

An der Stelle der heutigen Kirche von Dardagny im Ortskern stand schon im elften Jahrhundert ein Gotteshaus.

Das Dorf Dardagny hat eine lange Historie. Schon im elften Jahrhundert soll mitten im heutigen Ortskern die erste Kirche entstanden sein, aber es gibt Funde, die belegen, dass Menschen schon in der Jungsteinzeit, also 4000 bis 5800 vor Christus, auf dem heutigen Gelände der Kleinstadt gelebt haben. 

3. Bursins

Wer Bursins besuchen möchte, kann sich auf eine wunderschöne Aussicht freuen: Das Dorf liegt leicht erhöht und bietet einen großartigen Blick über den Genfer See. „La Côte“ (oder auch Waadtländer Côte) heißt übersetzt zwar „die Küste“, allerdings befindet sich diese Küste rund 100 Meter oberhalb des Badesees. Der Ort hat schon Persönlichkeiten wie Phil Collins oder Peter Ustinov beherbergt, Letzterer ist sogar in Bursins begraben. 

Doch nicht nur die angebliche Küste wird als „La Côte“ bezeichnet, sondern auch die Weine, die aus dem Weinbauerndorf kommen. Im Ortskern der nicht einmal 800 Einwohnerinnen und Einwohner zählenden Gemeinde befinden sich noch einige Weinbauern- und Bürgerhäuser aus dem 17. Jahrhundert. 

Bursins hat aber noch mehr zu bieten, vor allem viel Geschichte. Schon im elften Jahrhundert wurde die Cluniazenserkirche Saint-Martin erbaut. Aus dem Zeitalter der Romanik sind noch Nordapsis und Turm erhalten, während der Chor gotisch umgestaltet wurde. 

Bursins-1-Swissvillages-Christian Guerra

Auch wenn Bursins nur wenige Bewohnerinnen und Bewohner hat, gibt es gleich zwei Schlösser. Das Schloss von Bursins stammt aus dem 18. Jahrhundert, sein Highlight ist der spätgotische Treppenturm. Das Schloss Le Rosey hingegen fällt durch seine Rundtürme auf und ist im Spätmittelalter gebaut worden. 

Die bisherige Liste der schönsten Dörfer der Schweiz

Zu den bisher ausgezeichneten schönsten Dörfern zählen unter anderem: 

  • Aarburg
  • Albinen
  • Avenches
  • Bergün-Bravuogn
  • Breil-Brigels
  • Bremgarten
  • Büren an der Aare
  • Diessenhofen
  • Erlach
  • Ernen
  • Evolène
  • Gersau
  • Grandson
  • Grandvillard
  • Grimentz
  • Gruyères 
  • La Neuveville
  • Le Landeron
  • Lichtensteig
  • Luthern
  • Madulain
  • Morcote
  • Moudon
  • Porrentruy
  • Romainmôtier
  • Rougemont
  • Saillon
  • Saint-Saphorin
  • Saint-Ursanne
  • Schwellbrunn
  • Simplon Dorf
  • Splügen
  • Triesenberg
  • Trogen
  • Tschlin
  • Valangin
  • Yvorne