Ein Drink gefällig? Wer sich in die Bar über der Daschbaschi-Schlucht traut, sollte frei von Schwindel und Höhenangst sein. Allein der Weg dahin ist eine Mutprobe: Er führt über eine insgesamt 240 Meter lange Brücke mit gläsernen Bodenplatten, die den Blick in die tiefe Schlucht freigeben.

Glasbrücke mit Bar in 280 Metern Höhe

Mitte Juni wurde die neue Brücke in Südgeorgien, etwa zwei Autostunden von der georgischen Hauptstadt Tiflis entfernt, nach drei Jahren Bauzeit eröffnet. Die riesige Konstruktion erstreckt sich über die wilde Natur der Daschbaschi-Schlucht und bietet einen fantastischen Blick auf ihre Wasserfälle und Höhlen. 

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Highlight der Attraktion ist zweifellos die mehrstöckige Bar in Form eines riesigen Diamanten, die in der Mitte der Brücke 280 Meter über dem Boden baumelt. Sie gilt als die größte und höchste hängende Struktur der Welt. Hier können Besucherinnen und Besucher bei einem kühlen Getränk nicht nur die Natur beobachten, sondern auch vorbeifahrende Radfahrerinnen und Radfahrer. 

Auch eine Fahrradseilbahn führt über die Schlucht

Denn wem der Nervenkitzel eines Spaziergangs über die Schlucht noch nicht genügt, der oder die kann sich – natürlich ordentlich gesichert – auch mit dem Fahrrad dorthin wagen. An der Glasbrücke führen Seilbahnen und Ziplines entlang, auf denen Besucherinnen und Besucher auf Zweirädern in luftiger Höhe radeln können.

„Das Ziel war es, einen extremen, aufregenden und unvergesslichen Moment zu schaffen, der alle fünf Sinne der Gäste wecken und sich in ihre Erinnerung einprägen wird“, sagte Tomer Mor Yosef von der Kass Group im vergangenen Jahr der Wochenzeitung „Georgian Journal“.

Das Millionenprojekt soll mehr Touristen anziehen

Die Kass Group, eine georgisch-israelische Investmentgruppe, hatte das Projekt umgesetzt. Das umfasst außerdem eine Klippenschaukel und eine Reihe von Gästesuiten in der Nähe der Brücke, die bald eröffnet werden. Insgesamt soll die Konstruktion rund 40 Millionen US-Dollar (etwa 38 Millionen Euro) gekostet haben.

Die georgischen Behörden hoffen, dass die Brücke mehr Touristinnen und Touristen an den Ort locken wird, der als einer der beeindruckendsten Naturdenkmäler Georgiens gilt.