Eine der beliebtesten Küstenregionen Spaniens ist die Costa Blanca, die jedes Jahr Tausende Touristinnen und Touristen anzieht. Gelegen in der Region Alicante an der Mittelmeerküste, warten wunderschöne Strände und Städte und Dörfer mit langer Geschichte, die von den Phöniziern, den Griechen, den Römern, den Iberern und den Mauren geprägt wurde.

Wie verraten dir, was die Urlaubsorte an der Costa Blanca unterscheidet und wo du am besten Urlaub machen kannst.

Denia

Als Startpunkt der Costa Blanca gilt die hübsche Küstenstadt Denia. 40.000 Menschen leben hier. Das Wahrzeichen von Denia ist das Castell de Dénia, eine Befestigungsanlage, deren Anfänge auf die römische Zeit zurückgehen. Die Burg steht auf einem Hügel von fast siebzig Meter Höhe. Die Altstadt liegt rund um den Burgberg.

In Richtung Süden führt von hier die Pracht- und Geschäftsstraße Carrer del Marques de Campo. Besonders sehenswert ist der Hauptplatz der Altstadt, die Plaça de la Constitució, mit der barocken Kirche Nuestra Señora de la Asunción, und die Calle Loreto, eine Gasse mit zahlreichen Bars und Restaurants.

Panorama der Küstenstadt Denia mit ihrem Wahrzeichen: Dem Castell de Dénia.

Im Urlaub genießt du aber nicht nur das Flair der Stadt, sondern auch die Strände: Die Küste von Denia zieht sich über stolze 20 Kilometer. Der beliebteste Strand ist die Playa de Las Marinas, weil es hier alles gibt: Wassersportverleihe und Aktivitäten wie Jetski, Surfen, Wind- oder Kitesurfen, außerdem Kinderspielplätze, Outdoor-Fitnessgeräte und mehrere Strandbars.

Dénia ist auch berühmt für den Hafen, der neben Alicante der zweitwichtigste Hafen der Costa Blanca ist. Im ehemaligen Fischerviertel um die Placeta de la Creu reihen sich heute Bars und Restaurants aneinander. 

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Jávea

Ebenfalls im Norden der Costa Blanca verspricht der charmante Urlaubsort Jávea eine herrliche Zeit. Die 27.000-Einwohner-Hafenstadt liegt zwischen dem Kap San Antonio und dem Kap Nao. Jávea hat eine hübsche Altstadt mit engen Gassen, weiß getünchten Häusern und mittelalterlichen Palästen. Das Herz der Altstadt ist die spätgotische Wehrkirche Església de Sant Bertomeu aus dem Jahr 1513.

Im charmanten Urlaubsort Jávea leben 27.000 Einwohner.

Rund um Jávea liegen etwa 25 Kilometer Strände und Buchten. Als Klassiker gilt El Arenal. Der Sandstrand ist zwar nur knapp 300 Meter lang, dafür hat sich hier seit den 1960er-Jahren der Tourismus prima entwickelt: Wo damals ein einziges Hotel gebaut wurde, gibt es heute mehrere Restaurants, Bars und Discos am Strand.

Auch die Natur in der Region hat viel zu bieten: Es gibt zahlreiche Rad- und Wanderwege, die unter anderem zum Naturpark Parque Natural del Montgó führen. 

Moraira

In den letzten Jahrzehnten entwickelte sich das kleine Moraira zum beliebten Ferienort an der Costa Blanca. Die Gemeinde besteht aus zwei Stadtteilen: Teulada im Landesinneren und Moraira am Meer. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind der Wachturm des Cap d’Or und das Castillo de Moraira. Früher diente die Burg von Moraira zur Verteidigung vor Piraten, heute hast du einen tollen Blick auf den Hafen, den Strand und das Meer.

Der Ferienort Moraira besteht aus zwei Teilen: Teulada im Landesinneren und Moraira am Meer.

Das Städtchen hat sich enorm entwickelt. So gibt es mittlerweile einen schicken Jachthafen und neue Ferienhaussiedlungen. Direkt vor dem Zentrum liegt die Playa de l’Ampolla, die als beliebtester Strand gilt. Eine Alternative ist die Playa del Protet, die 1,5 Kilometer vom Zentrum entfernt liegt.

Calpe

Zwischen Denia und Benidorm liegt der Urlaubsort Calpe. Das ehemalige Fischerdorf bietet eine tolle Mischung aus malerischen Stränden, dem historischen Zentrum und Kultur. In Strandnähe wächst der Ort immer mehr und höher über sich hinaus. Es entstehen viele Hochhäuser, der Bauboom erinnert an Benidorm. 

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Das Wahrzeichen von Calpe ist der 332 Meter hohe Penyal d’Ifac: Der auffällige Felsen ist durch einen schmalen Landstreifen mit dem Festland verbunden und steht unter Naturschutz.

Das Wahrzeichen des Urlaubsortes Calpe ist der 332 Meter hohe Felsen Penyal d’Ifac.

Zu Calpe gehören 14 verschiedene Strände, der bekannteste ist die Playa la Fossa. Der breite Sandstreifen erstreckt sich über knapp einen Kilometer zwischen zwei Landzungen. Du kannst hier surfen oder Jetski fahren oder an der Strandpromenade abhängen, wo sich Pubs, Restaurants, Eisdielen und alle Arten von Läden aneinanderreihen.

Ein Highlight ist der Mirador de Punta Fossa: An der südlichen Spitze des Strandes gibt es einen Aussichtspunkt, den du über einen schmalen Pfad erreichst. Oben angekommen hast du einen Panoramablick über die Costa Blanca. 

Altea

Das Küstenstädtchen Altea ist bekannt für seine weiße Altstadt mit engen Gassen und historischen Gebäuden. Die Stadt besteht aus zwei Teilen: der Altea-Altstadt am Meer und Altea la Vieja, etwa einen Kilometer im Landesinneren.

Das Herz der Altstadt ist der Kirchplatz, der Plaza de la Iglesia, der höchste Punkt ist der Glockenturm der Kirche Nuestra Señora del Consuelo. Hier findest du auch den Aussichtspunkt Mirador de la Plaza de la Iglesia, von wo du bis nach Calpe, Benidorm und zum Naturpark Sierra Helada siehst.

Altea ist bekannt für die weiße Altstadt.

Unter der Altstadt führt entlang der Küste eine zwei Kilometer lange Promenade. Hier reihen sich die Restaurants, Cafés und Bars aneinander. In Altea kannst du an unterschiedlichen Stränden schwimmen, besonders beliebt sind die Playa la Roda, die Nueva Playa De Altea und die Platja de l’Espigó. Ein besonders schönes Ausflugsziel ist der Naturpark Sierra Helada. Hier reichen die Klippen auf über 400 Meter – das sind die höchsten an der spanischen Ostküste!

Benidorm

Der bekannteste Urlaubsort an der Costa Blanca ist Benidorm. Der lange Strand, an dem sich Hochhäuser aneinanderreihen, gilt als Urlaubshochburg. Noch in den 1950er-Jahren war Benidorm ein Fischerdorf, bis der Bürgermeister ab 1950 Straßen asphaltieren, das Dorf mit einem Wasserversorgungssystem ausstatten und einen Bebauungsplan aufstellen ließ.

Das Ziel: Tourismus. Schräg: Benidorm hat die größte Hochhausdichte (pro Einwohnerzahl) weltweit mit 345 Gebäuden mit mehr als zwölf Etagen. Aufgrund dieser Hochhausdichte wird Benidorm auch als „Little Manhattan“ bezeichnet.

Der gut besuchte Playa de Levante in Benidorm.

Heute wird Benidorm jeden Sommer von Tausenden Urlauberinnen und Urlaubern angesteuert. Am meisten los ist an der Playa de Levante. Der Stadtstrand ist zwei Kilometer lang und ideal für alle, die gerne feiern. Die bekannte Partymeile Avenida de Madrid mit ihren Bars, Clubs, Cafés und Restaurants führt entlang des Strandes.

Willst du dem Wirbel am Partystrand ausweichen, ist die Playa de Poniente genau richtig für dich. Der Strand ist knapp vier Kilometer lang und hat einen Fokus auf Ruhesuchende, Familien und ältere Menschen. Abends sieht man hier die schönsten Sonnenuntergänge in Benidorm.

Villajoyosa

Einer der schönsten Orte an der Costa Blanca ist Villajoyosa. Auf Deutsch übersetzt heißt das „die fröhliche Stadt“. Das Küstenstädtchen hat eine urige Altstadt, traumhafte Strände und ist vor allem bekannt für seine farbenprächtigen Häuser. Der Grund für die bunten Hausfassaden liegt in einer Legende: Es heißt, dass die bunten Farben einst den Seeleuten dabei geholfen haben, abends wieder nach Hause zu finden. 

Bunte Häuser am Strand Villajoyosa.

Der Hauptstrand von Villajoyosa ist die Playa Centro, die auch bekannt ist als Playa de Villajoyosa. Sie liegt direkt vor der bunten Altstadt und verfügt über weichen Sand und herrliche Palmen. Entlang der Playa Centro führt die Promenade mit vielen Restaurants, Bars und Cafés. Bekannt ist Villajoyosa aber nicht nur für einen tollen Urlaub, sondern auch für Schokolade: In der Stadt gibt es die Schokoladenfabrik Valor mit angeschlossenem Schokoladenmuseum.

Alicante

Alicante ist das Zentrum der Costa Blanca. Die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz ist das ideale Ziel, wenn man Strand- und Stadtfeeling miteinander kombinieren möchte. Früher wurde Alicante als „Stadt des Lichts“ bezeichnet. Das liegt daran, dass zur Zeit des Sonnenuntergangs die Häuser von Alicante in ein ganz besonderes Licht gehüllt sind.

Highlights finden sich viele: Das Castillo de Santa Barbara hoch über der Stadt bietet einen atemberaubenden Panoramablick. Unterwegs nach oben passierst du das kleine Stadtviertel Santa Cruz mit seinen verwinkelten Gassen, mit Blumen geschmückten und bunten Fliesen verzierten Fassaden. Viel los ist immer auf der Explanada de España und im Hafen der Stadt, wo es viele Restaurants und Bars gibt.

Die herrliche Kulisse von Alicante, der „Hauptstadt“ der Costa Blanca.

Alicante hat einen Stadtstrand, weniger los ist an der Playa Urbanova. Urbanova ist ein Strand-Bezirk am Meer, umgeben vom Naturschutzgebiet am Flughafen Alicante. Nordwestlich des Stadtzentrums von Alicante liegt die Playa de San Juan. Der Strand ist elf Kilometer lang und einer der beliebtesten Strände der Costa Blanca. Das Wasser ist sehr warm, weil es flach ins Meer geht. Die Promenade lockt mit einer Vielzahl von Cafés, Bars und Restaurants.

Torrevieja

Noch bis in die 70er-Jahre war Torrevieja ein unbedeutendes Fischerdorf. Durch den beginnenden Tourismus an der Costa Blanca wuchs die Stadt, die 1970 noch rund 11.000 Einwohnerinnen und Einwohner zählte, enorm an. Heute leben rund 100.000 Menschen in Torrevieja.

Berühmt ist die Stadt für ihre Salzlagunen: Seit dem Mittelalter werden diese zur Salzgewinnung genutzt. Die zwei großen Salzseen von Torrevieja und La Mata sorgen zusammen mit der Meeresluft dafür, dass Torrevieja zu den klimatisch gesündesten Gegenden Europas zählt. 

Die Stadt Torrevieja ist berühmt für ihre Salzlagunen.

In Torrevieja gibt es schöne Sandstrände und felsige Badebuchten. Ein besonders schönes Stück Küste findest du am Playa de la Mata. Der Strand liegt nördlich des Zentrums und ist mit seinen rund 2400 Meter der mit Abstand längste von Torrevieja. Das sorgt dafür, dass du sogar im Sommer ein ruhiges Plätzchen finden kannst.

Zum Feiern geht es indes in den Jachthafen. Hier kannst du an der Promenade einen Cocktail trinken und bis zum Morgengrauen in den Discos tanzen. 

Pilar de la Horadada

Den südlichen Abschluss der Costa Blanca stellt der Ferienort Pilar de la Horadada dar. Bereits die Römer kamen auf ihrem Weg nach Cádiz durch den Ort. Einen Teil der Stadtgeschichte kannst du im Museo Arqueológico-Etnológico Gratiniano Baches besichtigen. Ein Highlight ist der Torre de la Horadada, ein Wachturm, der im 16. Jahrhundert von König Felipe II. eingerichtet wurde, um die Angriffe der Berberpiraten abzuwehren.

Im Süden endet die Costa Blanca im Ferienort Pilar de la Horadada.

Pilar de la Horadada gilt als eine der ruhigeren Urlaubsregionen an der Costa Blanca mit weniger Trubel und naturbelassenen Stränden. Insgesamt fünf Kilometer lang ist die Küste vor der Stadt. Besonders beliebt sind die Playa Las Higuericas, die Playa Los Jesuitas und die Playa de Mil Palmeras mit ihrem kilometerlangen Strand und der nicht enden wollenden Promenade.