Die Costa Brava schlängelt sich über 220 Kilometer vom Norden Spaniens an der Grenze zu Frankreich bis kurz vor die Metropole Barcelona. Übersetzt bedeutet Costa Brava „wilde Küste“. Das liegt an der Nähe von Bergen und Meer. An zahlreichen Stellen reichen die Pyrenäen bis an das Mittelmeer und verleihen diesem Küstenabschnitt ein wildes Aussehen.

Unterwegs triffst du auf spannende Städte, urige Dörfer und beliebte Feriensiedlungen. Von Cadaqués im Norden bis Calella de la Costa im Süden: Wir zeigen dir die schönsten Urlaubsorte an der Costa Brava.

Cadaqués

Ganz im Norden der Costa Brava liegt in einer zu einem großen Teil zum Meer hin geöffneten Bucht das ehemalige Fischerdorf Cadaqués auf der Halbinsel Cap de Creus. Machst du hier Urlaub, befindest du dich auf dem östlichsten Punkt der Iberischen Halbinsel und damit des spanischen Festlands.

Cadaqués ist ein bildhübsches Dorf mit den typischen weißen Häusern.

Cadaqués ist ein bildhübsches Dorf mit weißen Häusern, auf der einen Seite die Ausläufer der Pyrenäen, auf der anderen Seite das türkisfarbene Mittelmeer. Weil die Küste zerklüftet ist, gibt es hier besonders viele kleine Buchten. Cadaqués war früher nicht nur bekannt für Fischfang, sondern auch für Wein. Der berühmteste Künstler aus der Gegend ist Salvador Dalí. Er lebte einst in Port Lligat nordöstlich des Stadtzentrums. Heute befindet sich in seinem ehemaligen Wohnhaus das Dalí-Museum.

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Roses

Eigentlich heißt die Stadt Rhodes Roses. Der Name ist darauf zurückzuführen, dass die ersten Siedler Griechen von der Insel Rhodos waren. Heute ist Roses berühmt für herrlichen Strände und Buchten. Die Stadt liegt an der Bahía de Roses, die seit 2011 unter Unesco-Denkmalschutz steht und zu einer der schönsten Buchten weltweit erklärt wurde. Es gibt mehrere Strände, besonders beliebt sind die Platja de Roses und die Playa de Cayelles.

Roses ist berühmt für herrlichen Strände und Buchten.

Wenn du in der Gegend Urlaub machst, solltest du in die Geschichte der Stadt eintauchen. Spannend ist die Ciutadella de Roses, eine im 16. Jahrhundert gebaute Festungsanlage, die als Schutz vor Piraten und sogar vor den einst verfeindeten französischen Nachbarn dienen sollte. Zuletzt besetzte Napoleon Bonaparte 1808 die Festung. Willst du in die Natur abseits der Strände, kannst du das Naturschutzgebiet Aiguamolls de l’Emporda erkunden oder auf der Ruta Cap Norfeu Roses wandern gehen.

Empuriabrava

In den 1960er-Jahren entstand in der Gemeinde Castelló d’Empúries der Ferienort Empuriabrava (auf Spanisch Ampuriabrava). Der Ort wird auch das „Venedig Spaniens“ genannt, denn es ziehen sich schiffbare Kanäle über eine Länge von 30 Kilometern durch Empuriabrava. Ähnlichkeiten gibt es aber eher mit Sylt als mit Venedig: Der Ort wird überwiegend von europäischen Ausländerinnen und Ausländern bewohnt und die Immobilienpreise liegen deutlich über dem spanischen Durchschnitt.

Empuriabrava wird auch als das „Venedig Spaniens“ bezeichnet.

Ein Urlaub lohnt sich aber in jedem Fall: In der Region gibt es mehrere herrliche Strände, von denen die Platja d’Empúriabrava mit einem Superlativ daherkommt: Es ist der breiteste Strand an der Costa Brava. Er ist insgesamt 1,6 Kilometer lang und bis zu 90 Meter breit. Hinter dem Strand gibt es eine kilometerlange Promenade, die zum Spazierengehen einlädt. Auf der Promenade reihen sich unzählige Restaurants, Cafés und Bars aneinander. 

Estartit

Ebenfalls in den 1960er-Jahren entwickelte sich das Dorf Estartit zum Ferienliebling. Der Ort liegt am Übergang von einer felsigen Steilküste zu einem zehn Kilometer langen, feinen Sandstrand. Der frühere Dorfkern ist unterhalb eines Hügels und rund um den Hafen zu finden.

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Estartit ist als Taucherparadies an der Costa Brava bekannt.

Unter Wassersportlerinnen und Wassersportlern ist Estartit als Taucherparadies bekannt. Das liegt an den Illes Medes, sieben unbewohnten kleinen Inseln, die zum Naturschutzgebiet erklärt wurden und auf denen insgesamt 60 Vogelarten nisten. Weil es um diese Inseln aufgrund von Strömungen einen besonders weichen und kalkhaltigen Boden gibt, gilt die Unterwasserwelt als besonders farbenfroh. Wer nicht taucht, kann mit einem Glasbodenboot aufs Wasser fahren.

Palamós

Palamós wurde bereits im Jahr 1277 auf Königsbeschluss gegründet. Deshalb gibt es heute historische Sehenswürdigkeit wie die Kirche Santa Maria del Mar zu sehen. Im Mittelpunkt steht aber ganz klar der Fischfang, damals wie heute, wenn auch die Fischerei stark zurückgegangen ist.

Palamós verströmt das Flair des Fischerdorfs von einst.

Trotzdem hat Palamós nach Roses den zweitgrößten Fischereihafen Kataloniens. 3000 Menschen leben hier direkt oder indirekt vom Fischfang. Kommst du heute in den Ort, spürst du noch das Flair des Fischerdorfs von einst. Palamós ist beschaulich, nur in der Hauptsaison kann es durchaus voll werden. Der Ort verfügt über sieben Strände verschiedener Kategorien, beliebt sind unter anderem die Platja Gran und der Strand von Sant Antoni de Calonge.

Playa de Aro

Nicht weit entfernt hat sich an einem fast 2500 Meter langen Küstenabschnitt ein Urlaubsgebiet rund um Playa de Aro entwickelt. Langsam gewachsen ab den 1950er-Jahren, ist der Tourismus hier heute gut entwickelt. Du hast in Playa de Aro alles, was du brauchst: Restaurants, Shops, Bars und Discos.

An einem fast 2500 Meter langen Küstenabschnitt hat sich das Urlaubsgebiet Playa de Aro entwickelt.

Neben den neuen Feriensiedlungen, den Stränden und der langen Promenade mit allen Annehmlichkeiten hat sich auch ein historisches Dorf erhalten: Der Ortskern von Castell d’Aro bezaubert mit seiner mittelalterlichen Form und vielen engen Gassen. Willst du noch mehr Geschichte, solltest du zur rund zehn Kilometer entfernten Fundstätte La Cova d’en Daina fahren, einer 4000 Jahre alte Kultstätte mit Dolmen und einem megalithischen Steinkreis.

Tossa de Mar

Tossa de Mar ist ein beliebter Badeort in der Nähe der Partyhochburg Lloret de Mar. Das Städtchen ist bekannt für die Altstadt Villa Vella, die komplett von einer Stadtmauer mit Türmen umschlossen ist und innerhalb der Mauern mit einem Gewirr aus engen Gassen und mittelalterlichen Häusern bezaubert. Die Festung von Tossa de Mar wurde zum Schutz gegen Piraten errichtet und ist heute noch gut erhalten.

Tossa de Mar ist bekannt für die Altstadt, die komplett von einer Stadtmauer umschlossen ist.

In der Neustadt, der Vila Nova, kannst du in kleinen Boutiquen shoppen oder in den vielen Restaurants und Bars essen und trinken. In Tossa de Mar gibt es drei Strände, die Platja Gran gilt als der beliebteste. Der „Hausstrand“ von Tossa de Mar ist 385 Meter lang und bildet eine sichelförmige Bucht. Im Hintergrund erhebt sich die mittelalterliche Burg als herrliche Kulisse.

Lloret de Mar

Party, Discos und Clubs: Der Urlaubsort Lloret de Mar ist die Feierhochburg der Costa Brava und erinnert stark an El Arenal auf Mallorca. Hier dreht sich alles um ein schillerndes und intensives Nachtleben. Da die Auswüchse des Partytourismus aber immer mehr zugenommen haben, ist es unter anderem verboten, Alkohol und Drogen in der Öffentlichkeit zu konsumieren oder in Strandkleidung in der Innenstadt herumzulaufen.

Der Urlaubsort Lloret de Mar ist die Partyhochburg der Costa Brava.

Die Playa de Lloret ist immer voll. Am eineinhalb Kilometer langen Strand gibt es alles, was es für einen gelungenen Strandtag braucht: Liegen, Sonnenschirme, Strandbars, Duschen und Freizeitangebote wie Bananaboot, Wasserski, Jetski oder Bootstouren.

An der Promenade findest du neben Fast-Food-Ketten jede Menge Bars, Restaurants und Partystimmung. Brauchst du eine Pause, kannst du auf eine der kleineren Buchten ausweichen: Die Cala Canyelles, die Cala Morisca und die Cala S’Agulla gelten als besonders schön.

Blanes

Die Küstenstadt Blanes ist ein beliebtes Urlaubsziel an der Südspitze der Costa Brava. Die Stadt mit 39.000 Einwohnerinnen und Einwohnern wird auch als „Tor zur Costa Brava“ bezeichnet. Das Wahrzeichen von Blanes ist die Burg Castell i Erimita de Sant Joan, deren Wehrturm am Rande der Stadt weithin sichtbar ist.

Blanes wird gerne als „Tor zur Costa Brava“ bezeichnet.

In und um Blanes liegen zahlreiche Strände und Buchten. Der Stadtstrand von Blanes, die Platja de Blanes, beginnt unterhalb des Hafens Port de Blanes. Entlang der Promenade gelangt man zu drei weiteren, kleineren Stränden und erreicht auch das Ortszentrum. Die Stadt gliedert sich in zwei Teile: die Altstadt im Nordosten mit dem Fischereihafen und die Feriensiedlung im Südwesten. Hier liegen viele Campingplätze.

Calella de la Costa

Eigentlich endet in Blanes die Costa Brava, doch die katalanische Kleinstadt Calella de Costa, die etwa 55 Kilometer nordöstlich von Barcelona liegt, wird von vielen Reiseveranstaltern noch der Costa Brava zugeordnet. Der Tourismus hier wächst stark und es wird viel renoviert. Calella hat sich aber den Charme einer katalanischen Kleinstadt bewahrt. Highlights in der Altstadt sind die neoklassizistische Kirche Santa Maria i Sant Nicolau und das historische Rathaus.

Calella de Costa hat einen rund 3,5 Kilometer langen, grobkörnigen Sandstrand.

Calella hat einen rund 3,5 Kilometer langen, grobkörnigen Sandstrand. Entlang der Küste stehen viele der Hotels und Tavernen. Am Ende des Strandes thront ein Leuchtturm. Geht man hier um die Felsen, entdeckt man eine kleine Bucht, die als FKK-Strand ausgewiesen ist. Falls du gern wanderst, brauchst du nur ins Hinterland von Calella zu fahren: Hier erstreckt sich mit dem Höhenzug der Serra de Montnegre ein Naturschutzgebiet mit zahlreichen Wanderwegen.