Mallorca ist sonnig, schön und leicht zu erreichen. Kein Wunder, dass viele Menschen aus Deutschland die Mittelmeerinsel als Ferienziel* lieben. Doch es gibt einige Regeln, die Urlauberinnen und Urlauber kennen sollten. 

Denn inzwischen sind einige Dinge auf der Insel verboten, die vor wenigen Jahren noch ganz normal waren. Manch neue Regel ist der Sicherheit geschuldet, andere sollen helfen, das Image Mallorcas aufzupolieren. Was du bei deinem Urlaub* im Sommer 2022 nicht tun solltest, erfährst du hier. 

Mallorca hat schöne Strände.

Bei roter Flagge baden

An der Playa de Muro* könnte es bald teuer werden, wenn du vor dem Baden nicht die Farbe der Flagge gecheckt hast. Stürzt du dich in die Fluten, während die rote Fahne – also die, die Gefahr anzeigt – im Wind weht, musst du mit einem Bußgeld von bis zu 2500 Euro rechnen. Er gehört zum Teil der Gemeinde Santa Margalida, zum Teil zu Can Picafort. 

Ebenfalls dort verboten: 

  • Lagerfeuer
  • laute Geräusche, zum Beispiel durch Lautsprecher: Sie dürfen Musik nicht mit mehr als 40 Dezibel Lautstärke abspielen
  • Sand mitnehmen
  • Übernachten am Strand

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(Zu) betrunken feiern gehen

Mallorca will nicht länger nur als Partyinsel bekannt sein – und hat deswegen zu Beginn des Jahres neue Regelungen für den gepflegten Suff-Abend eingeführt. Dazu gehört, dass die bekannten Clubs an der Schinkenstraße vermehrte Einlasskontrolle angekündigt haben. Heißt: Wer zu betrunken feiern gehen will, dem sollen die Türsteherinnen und Türsteher den Eintritt verwehren. 

Wer zu betrunken ist, soll keinen Zutritt zu den Ballermann-Lokalen bekommen.

Wie streng diese Regel umgesetzt wird und ab wann ein Partygast oder eine Partygästin zu betrunken ist, liegt im Ermessen des oder der jeweiligen Verantwortlichen. Eine entscheidende Rolle dürften dabei das eigene Betragen und das Erscheinungsbild sein: Wer freundlich bleibt und sich an den Dresscode (siehe unten) hält, dürfte eher eingelassen werden – vielleicht auch dann, wenn das mit dem Geradeausgehen nur noch so halb klappt. 

Doch hier ist Vorsicht geboten: Wer negativ auffällt, kann gleich in allen Ballermann-Lokalen Hausverbot bekommen. Die Betreibenden informieren sich gegenseitig und die Polizei über Störenfriede. 

Rad fahren ohne Helm oder mit Alkohol

Aktivurlauberinnen und ‑urlauber aufgepasst: Wenn du eine Radreise auf Mallorca planst, musst du besonders auf deine Sicherheit achten, denn Rad fahren ohne Helm ist in Spanien nicht erlaubt. Wenn du den unhandlichen Kopfschutz nicht im Gepäck mitnehmen magst, frag bei einer Fahrradvermietung nach einem Helm. 

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Jugendliche unter 18 Jahren sollten sich das Pausenbier auf der Fahrradtour darüber hinaus lieber verkneifen, denn sie müssen während der Fahrt komplett nüchtern sein. 

Dich kleiden, wie du willst

Morgens ans Meer, mittags in den Bierkönig? Das geht leider nicht mehr, es sei denn, du hast Wechselkleidung mit an den Strand gebracht. Ein Zusammenschluss von Lokalen in Palma de Mallorca* hat festgelegt, dass nur noch ausreichend bekleidete Urlauberinnen und Urlauber hereingelassen werden. Barfuß oder oberkörperfrei einen kühlen Drink zu genießen ist damit nicht mehr möglich. 

Keinen Zugang erhalten außerdem Menschen mit fremdenfeindlichen Tattoos. 

In der Schinkenstraße gibt es jetzt einen neuen Dresscode.

Und in vielen Restaurants und Bars gibt es einen weiteren Dresscode: Verboten sind Alltagskleidungsstücke wie Flipflops, trägerlose Tops, Fußballtrikots und T‑Shirts, die für bestimmte Lokale werben. Ebenfalls tabu: auffällige Stücke, die bei Straßenhändlern gekauft wurden, zum Beispiel im Dunkeln leuchtende Hüte.

Auf diese Regeln haben sich elf Lokale in Palma geeinigt, darunter El Chiringuito Beach House, Bonito Kitchen & Cocktails, Upper Mallorca. Mit Hinweisschildern vor den Türen werden Urlauberinnen und Urlauber auf die neue Kleiderordnung hingewiesen. 

Rauchen

In Spanien gelten strenge Nikotin-Gesetze, und seit 2021 dürfen die Gemeinden auch ein Rauchverbot an Stränden durchsetzen. Mehrere Gemeinden haben inzwischen davon Gebrauch gemacht und den Glimmstängel von den Playas verbannt: 

  • Santa Ponça (Calvià) 
  • Paguera-La Romana (Calvià) 
  • Es Carregador (Calvià) 
  • Cala Estància (Palma)
  • Cala Deià (Nordwestküste)
  • Colònia de Sant Pere (Nordküste)
  • Cala San Joan (Nordküste)
  • Cala Millor (Ostküste)
  • Cala Anguila (Ostküste)
  • Portixol (El Molinar) 

Kaffee und Zigarette in der Bar: Wegen der Nichtraucherschutzgesetze ist das auf Mallorca nicht mehr möglich.

Und wie sieht es in Restaurants, Bars und Clubs aus? Das Rauchen ist wie gehabt in allen Innenräumen untersagt – und damit auch in allen Lokalen und Discos. Auch wer sich draußen auf der Terrasse, also außerhalb des Restaurants, eine Zigarette anzünden will, sollte sich das gut überlegen, denn auch das ist nicht erlaubt. 

Ebenfalls tabu: ein Spaziergang mit Zigarette in der Hand. 

Massenhaft Alkohol zum Schnäppchenpreis trinken

Klar kannst du an einem Abend auf Mallorca* viel Bier trinken, du musst jedoch jedes einzelne bezahlen. Flatrate-Saufen und Happy Hour hat die Balearen-Regierung in Palma und Magaluf bereits im Jahr 2020 abgeschafft. Ebenfalls dürfen All-inclusive-Hotels dort seit diesem Jahr nicht mehr unbegrenzt Alkohol an ihre Gästinnen und Gäste ausschenken. 

Bier am Strand? An der Playa der Palma ist das untersagt.

Also einfach günstig mit einem kühlen Bier vom Kiosk an den Strand gehen und chillen? Auch keine gute Idee. Das Trinken am Strand und auf der offenen Straße ist an der Playa der Palma mit einem Bußgeld von bis zu 3000 Euro belegt. An ein kühles Getränk außerhalb einer Bar zu kommen gestaltet sich nach 21.30 Uhr ohnehin schwierig: Bier, Wein, Sangria, Gin und Co. dürfen dann in Läden oder an Automaten gar nicht mehr verkauft werden. 

Bestimmte Handtücher am Strand ausbreiten

Über Geschmack lässt sich nicht streiten, erst recht nicht mit der spanischen Polizei. Solltest du einen allzu ausgefallenen Handtuchgeschmack haben, solltest du dir für Mallorca einige neutrale Exemplare zulegen. Der Grund: Nicht jedes Handtuch darfst du am Strand oder am Pool ausbreiten. Verboten sind solche, die anzügliche Szenen zeigen.

Nicht jedes Handtuch ist an den Stränden von Mallorca erwünscht.

Ach ja: Aufblasbare Sexpuppen solltest du auch nicht als Ersatz für deine Luftmatratze mitnehmen, denn auch sie sind in Palma verboten. 

Auf den letzten Drücker am Flughafen erscheinen

Die Reiselust ist groß, fast überall in Europa überragen die Warteschlangen vor der Sicherheitskontrolle aktuell die Kapazitäten an den Terminals. Mallorca* ist in dieser Hinsicht keine Ausnahme. Viele Reisende treffen auf zu wenig Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, es mangelt an Personal. 

Auch ein Streik der Fluglotsinnen und Fluglotsen auf Mallorca* steht im Raum, am 29. Juni soll darüber entschieden werden. Ebenso drohen Mitarbeitende von Ryanair und Lauda aktuell mit Arbeitsniederlegung in der Ferienzeit. Sollte es so weit kommen, werden Flüge ausfallen und sich verspäten. Alle, deren Flieger doch in Richtung Heimat abhebt, sollten pünktlich am Airport sein, um es rechtzeitig durch den trubeligen Flughafen zu schaffen. 

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