Baltrum ist die kleinste der Ostfriesischen Inseln. Sie ist lediglich fünf Kilometer lang und 1,4 Kilometer breit. Hügel und Dünen durchziehen das Eiland – Letztere wirken daher besonders imposant. Kleine Wälder und Deichgrün prägen Baltrum und schützen die Insel vor Erosion.

Idyllisch und ruhig liegt Baltrum als eine der sieben Ostfriesischen Inseln im Wattenmeer. Auch sie ist autofrei, sogar Fahrräder sind unerwünscht. Per Pferdekutsche oder Pedes mit Bollerwagen – oder Wippe, wie die Einheimischen sagen – kommst die dort voran. Und das ist gut so, denn alle Wege hier sind kurz. Hier sieben Gründe, warum du deinen Urlaub außerdem dort planen solltest.

Die Nordsee-Insel Baltrum ist zwar klein, aber hat dennoch einiges zu bieten.

1. Beschauliche Orte auf Baltrum

Überschaubar ist Baltrum auf den ersten Blick – und doch gibt es überraschend viel zu entdecken, die Inseldörfer beispielsweise. Drei gibt es. 

Eines ist das von der Strandpromenade umrahmte Westdorf. Hier befinden sich die meisten Geschäfte und Restaurants, zudem das Rathaus, das Kur- und Wellness-Center und alle drei Inselkirchen. Das Meer ist nicht weit und stets präsent. Bei Hochwasser hörst du das Tosen der Brandung.

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Baltrum ist ein grünes Kleinod, das sich super erwandern lässt.

Das Ostdorf liegt geschützt zwischen Dünen und Salzwiesen, auch Heller genannt. Es besticht durch seine Ruhe, seine blumengeschmückten Gärten vor den Häusern und die Nähe zu Strand und Watt, was die Vielzahl von Feriendomizilen erklärt.

Letztlich bleibt noch das beschauliche Alte Ostdorf, wo du noch einige der ursprünglichen Insulanerhäuser sehen kannst.

2. Spät entdeckter Tourismus

1876 wurde Baltrum ein „Seebad“, seit 1966 ist es ein staatlich anerkanntes Nordseeheilbad. Doch im Gegensatz zu den Schwesterinseln Langeoog und Norderney entwickelte sich der Tourismus nur langsam. Vielleicht ist das auch gut so, denn neben den knapp 500 Einwohnerinnen und Einwohnern kommen in der Hauptsaison rund 3000 Gästinnen und Gäste auf die Insel, womit deren Aufnahmekapazität erschöpft ist.

Da der Tourismus auf Baltrum erst relativ spät gefördert wurde, hat es seinen Werbeslogan „Baltrum – Dornröschen der Nordsee“ verdient.

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Hübsche Gärten gibt es viele auf Baltrum.

3. Baltrum als grünes Kleinod

Zum Slogan haben bestimmt auch die vielen liebevoll gepflegten und blühenden Vorgärten ihren Teil beigetragen. Besonders schön ist der Rosengarten – eine kleine Grünanlage, die sich in einem Kiefernwäldchen zwischen dem West- und dem Ostdorf befindet. Der Garten wird ehrenamtlich gepflegt und gilt als der kleinste Kurpark in Deutschland.

Nicht weit davon entfernt – wie überall auf Baltrum – befindet sich im Süden der Insel zwischen West- und Ostdorf ein toller Ort für Kinder: der Spielteich. Modellboote flitzen dort übers Wasser, es kann geangelt werden und ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm für Kinder wird angeboten.

Baltrum hat drei beschauliche Orte zu bieten.

4. Weißes Naturwunder Baltrum

Das große Dünental ist eine der schönsten Landschaften der Insel, wo du staunend und bewundernd das Panorama genießen kannst. Denn das Tal ist etwa 1000 Meter lang und bis zu 300 Meter breit zwischen den Weißdünen im Norden und den Graudünen im Süden der Insel. Teilweise liegt die Talsohle nur einen Meter über dem Meeresspiegel, sodass sie unter Wasser steht und von Schilf bedeckt ist.

Ein Wanderweg führt durch die Dünen von Baltrum.

5. Baltrumer Wahrzeichen

Das Wappen der Insel zeigt den sogenannten Glockenturm. Er gehört zur 1826 erbauten evangelisch-lutherischen Kirche, die das zweitälteste erhaltene Gotteshaus auf einer Ostfriesischen Insel sein soll.

Glockenturm ist dabei ein irreführender Begriff, denn es handelt sich um ein einfaches Holzgerüst, in dessen Mitte eine Glocke hängt, die von einem vor der Insel gestrandeten holländischen Segelschiff stammt. Die „Inselglocke“ ist aber zum Wahrzeichen Baltrums geworden.

Die Kirche wird heute übrigens nur noch für Trauungen und Taufen sowie für kulturelle Veranstaltungen genutzt.

Die Kirchenglocke ist das Wahrzeichen der Insel Baltrum.

6. Baltrum zwischen den Gezeiten

Auch wenn die Insel ruhig und beschaulich wirkt, gib es eine Menge zu entdecken – allem voran die Natur mit Dünen, Wäldchen, Salzwiesen und Watt.

Daher solltest du unbedingt einmal auf dem Baltrumer Gezeitenpfad wandern. Das ist ein rund sieben Kilometer langer Lehrpfad, der 2006 zum 20-jährigen Bestehen des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer gestaltet wurde. Er beginnt am Hafen bei den Wattflächen, führt dann über die Küstenschutzanlagen am Westkopf der Insel und quert den Strand. Weiter geht’s über die Dünen durch die imposanten Dünentäler und vorbei an den Hellerwiesen zurück Richtung Westen, wo er am Nationalpark-Haus Baltrum endet.

Robben sonnen sich auf Baltrum.

22 Tafeln entlang des Pfades informieren dich über die Gezeiten, den Küsten- und Naturschutz, die Inselgeschichte sowie die touristische Entwicklung auf Baltrum. An fünf Stationen kannst du auch aktiv experimentieren.

7. Seeluft schnuppern auf Baltrum

Nach so viel Aktivität kannst du dich wunderbar an dem knapp sieben Kilometer langen, feinen, weißen Sandstrand erholen, in die Wellen tauchen oder am Abend den Sonnenuntergang und die Ruhe der Insel genießen.