Um die Erinnerung an den Urlaub lebendig zu halten, feilschen Reisende auf den Märkten dieser Welt gern um Gewürze. Wieder zu Hause angekommen, entstehen leckere Currys, würzige Nudelpfannen oder aromatische Zimtpuddings – um den Urlaubshunger zumindest ein wenig zu stillen.

Doch dabei ist Vorsicht geboten, warnt die Verbraucherzentrale in Deutschland: Die in der Europäischen Union gültigen Grenzwerte, etwa für Pestizide, würden in der Ferne oft überschritten.

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Gewürze aus dem Urlaub könnten Pestizide enthalten

Demnach seien bei Kontrollen binnen eines Jahres mehr als 150 Gewürze und Kräuter aufgefallen, die in der EU so nicht auf den Markt kommen dürften: Kontrolleurinnen und Kontrolleure haben im Labor Schimmelpilzgifte oder Keime festgestellt.

Gewürze sind ein beliebtes Mitbringsel aus dem Urlaub.

Besonders häufig betroffen seien schwarzer Pfeffer, Paprika- und Chilipulver sowie frische und getrocknete Kräuter. Die meisten dieser Produkte stammten aus Ländern in Asien oder Afrika, selten auch aus Osteuropa, erklärt die Verbraucherzentrale.

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Falsche Farbe für leuchtende Gewürze

Immer wieder komme es zudem vor, dass Händlerinnen und Händler Chili, Paprika, Curry oder Cayennepfeffer mit sogenannten Azo-Farbstoffen aufhübschen, um ihnen eine klarere Farbe zu geben. Bestimmte Sorten gelten allerdings als krebserregend und sollten vermieden werden.

Genau hinsehen sollten Urlauberinnen und Urlauber auch bei Kräutern: Den Kontrolleurinnen und Kontrolleuren fallen immer wieder gestreckte Kräutermischungen in die Hände. Dabei werden zum Beispiel Oregano getrocknete und zerkleinerte Olivenblätter hinzugefügt, die als Lebensmittel gar nicht in der EU zugelassen sind.

Auch Honig als Souvenir kann betroffen sein

Vorsicht walten lassen sollten Reisende auch bei Honig und Kräutertees: Sie können Anteile von Wirkstoffen aus Giftpflanzen enthalten, die von den Bienen angeflogen werden. Besonders häufig betroffen seien Produkte aus Süd- und Mittelamerika.

Nicht immer ist der Honig aus dem Urlaubsland so gut, wie er auf den ersten Blick aussieht.

Auch Honig aus der türkischen Schwarzmeerregion kann unerwünschte Giftstoffe enthalten, die zu Schwindel, Blutdruckabfall, langsamem Herzschlag, Lähmungen, Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall führen können. Sie stammen von Rhododendronarten, die in der Region weit verbreitet sind.

Wer Honig in den USA, Kanada oder Südamerika kauft, müsse zudem damit rechnen, dass er Pollen von gentechnisch veränderten Pflanzen enthalten kann.