1. Titlis Cliff Walk, Schweiz

Die höchste Hängebrücke Europas findet sich in der Schweiz! Die 100 Meter lange Brücke Titlis Cliff Walk findet sich bei Engelberg auf dem Berg Titlis, der 3041 Meter hoch ist. So tief hinab geht der Blick allerdings nicht, sondern nur in die Schlucht der Südwand, die immerhin gut 500 Meter tief ist.

Schon um den Beginn der Hängebrücke zu erreichen, wird es actionreich. Durch eine Gletschergrotte hindurch und über einen unterirdischen Stollen führt der Weg zur Aussichtsplattform am Südwandfenster des Titlis. Hier beginnt dann die Hängebrücke, die sich bis zur Bergstation des Gletscher-Sessellifts spannt. Der Gang über die Brücke kostet nichts, die Brücke ist aber nur bei gutem Wetter geöffnet.

Die Hängebrücke Titlis Cliff Walk beginnt auf mehr als 3000 Metern Höhe, der Blick reicht 500 Meter in die Tiefe.

2. Waterjump Brouwersdam, Niederlande

Du bist im Freibad die erste Person, die mit einem akrobatischen Trick vom Rand ins Wasser springt, und dir ist keine Wasserrutsche zu hoch und zu wild? Dann probier doch mal die Waterjump im niederländischen Brouwersdam aus. 

Die Waterjump ist eine acht Meter hohe Schanze mit einer 25 Meter langen Rampe und sie befördert dich direkt ins Grevelingenmeer. Dabei kannst du entweder stumpf ins Wasser plumpsen oder dich in der Luft verausgaben und Salti machen oder die Arschbombe deines Lebens, wenn du auf der Wasseroberfläche aufkommst. Um die Waterjump eine Stunde zu nutzen, musst du 14 Euro zahlen, zwei Stunden kosten 17,50 Euro. 

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Wasserschanzen gibt es übrigens noch an anderen Orten, vor allem in Frankreich kannst du sie an vielen Stellen finden, etwa in Cap D’Agde, in Saulxures sur Moselotte, Dracénie und in Argelès. 

3. Canyoning in der Verdonschlucht, Frankreich

Zwischen meterhohen Felswänden hindurchschlängeln, durch das Wasser stapfen und auf Felsen hinaufklettern, um auf der anderen Seite ins Wasser zu springen? So sieht Canyoning aus! Inzwischen ist der Outdoor-Sport weltweit eine beliebte Aktivität und wird vielerorts angeboten – etwa in Österreich, Deutschland, Slowenien oder der Schweiz. 

In Frankreich gibt es aber einen ganz besonderen Ort, an dem Canyoning möglich ist: in der Schlucht von Verdon, im Original: Gorges du Verdon. Die Schlucht ist 21 Kilometer lang und bis zu 700 Meter tief. Hier musst du dich an Seilen hoch- und runterhieven, durch enge Spalten klettern und kleinere Wasserfälle überwinden. Gleich mehrere Anbieter haben Touren im Programm. 

Beim Canyoning in der Verdonschlucht wird geklettert, abgeseilt und es gilt einige Hindernisse zu überwinden.

4. Wildwasser-Rafting auf dem Soča-Fluss, Slowenien

Slowenien ist längst kein Geheimtipp mehr, was Natur- und Landschaftserlebnisse angeht. Die kleine Alpenrepublik mit Zugang zum Meer hat alles zu bieten, was Outdoor-Fans brauchen. Wer nicht nur wandern möchte und etwas Action im Urlaub braucht, meldet sich zum Wildwasser-Rafting an.

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Eigentlich ist das Soča-Tal rund um den bekannten Fluss ein Eldorado für Wanderfans und Naturliebhaberinnen und Naturliebhaber. Doch an einigen Stellen geht es auf dem 140 Kilometer langen Fluss mit seiner intensiven grünen Farbe ganz wild zu, weshalb hier Wildwasser-Rafting angeboten wird. Wer es noch abenteuerlicher mag und viel Selbstvertrauen (und vor allem Erfahrung) hat und gut schwimmen kann, kann sich auch ins Kajak setzen. 

Auf dem Soča-Fluss gibt es mehrere Stellen, die sich für Wildwasser-Rafting eignen – hier ein Moment, in dem es ruhiger zugeht.

5. Alpine Coaster in Imst, Österreich

Rodeln ist nicht nur im Winter super – auch im Sommer kannst du Berge hinuntersausen und dabei ordentlich Fahrtwind spüren. Die längste Sommerrodelbahn Europas findest du in Österreich, genauer gesagt im Imst in Tirol. Der Ort nennt sich selbst Outdoorregion und hat allerlei für Abenteuerlustige zu bieten, wie eben den „Alpine Coaster“.

Die Sommerrodelbahn wird auch als „längste Alpen-Achterbahn der Welt“ beworben und bietet Fahrspaß auf 3535 Metern. Mit der Seilbahn fährst du auf die 1500 Meter hoch gelegene Bergstation und startest dort die Fahrt. Es gibt Wellen, Sprünge, steile Kurven und einen 450-Grad-Kreisel zu überwinden. 

Die Fahrt mit dem „Alpine Coaster“ ist aber nicht gerade günstig. Eine Einzelfahrt für Erwachsene kostet mit Lift 15,50 Euro, ohne Lift 9,80 Euro. Kinder bis 15 Jahre zahlen 6,90 Euro (mit Lift: 12 Euro). Es gibt auch günstigere Dreier- und Zehnertickets zu kaufen.

Fahrspaß auf mehr als 3,5 Kilometern Länge bietet die längste Sommerrodelbahn Europas, der „Alpine Coaster“ in Tirol.

6. Holmenkollen Zipline, Norwegen

Einmal eine Skisprungschanze hinuntersausen und sich wie Sven Hannawald, Karl Geiger und Co. fühlen? Am Holmenkollen in Oslo kannst du das – zumindest fast. Skier trägst du nämlich nicht und du fährst auch nicht den Schanzenturm hinunter, sondern fliegst, mit Kollensvevet. 

Ziplining gibt es in Europa inzwischen allerorts. An Seilen befestigt fliegst du über Landschaften, Schluchten, Flüsse und genießt eine ganz neue Perspektive mit einer ordentlichen Portion Adrenalin. Am Holmenkollen in Oslo ist das ganz besonders, denn hier führt die 361 Meter lange Zipline von der Schanze hinunter in den Auslauf – und du bekommst einen Eindruck davon, welche Blickwinkel Skispringerinnen und Skispringer in ihrem Alltag einnehmen. Dabei legst du mehr als 107 Meter zurück.

Billig ist der Spaß aber nicht: Einmal fliegen kostet umgerechnet rund 68 Euro.

7. Bodyrafting in der Alcantara-Schlucht, Italien

Du willst das Wasser am Körper spüren und mal so richtig durchgeschüttelt werden? Wie wäre es dann mit Bodyrafting? Bei diesem Mix aus Canyoning, Schwimmen und Wildwasser-Rafting gibt es kein Boot, dafür ist quasi deine Schutzausrüstung zuständig. Du wirst beispielsweise durch einen Fluss geschleust oder bewegst dich um Felsen herum. 

Ein Ort, an dem Bodyrafting wunderbar funktioniert, ist Sizilien in Italien, genauer gesagt die Schluchten Gole dell'Alcantara. Mehrere Anbieter nehmen Abenteuerlustige mit auf eine etwas andere Tour durch den Alcantara-Fluss. An einigen Stellen ist das Wasser so ruhig, dass Familien darin baden können, an anderen wird es hingegen wild – und dann kommst du ins Spiel!

Wem es in Italien zu warm ist, auch in den nordischen Gebieten wird Bodyrafting angeboten, etwa auf der zu Norwegen gehörenden Insel Senja, die im Nordpolarkreis liegt. Hier schützt dich die dicke Schicht an Kleidung nicht nur vor natürlichen Hindernissen wie Steinen und Felsen, sondern auch vor dem eiskalten Europäischen Nordmeer.

8. Schwarzwald-Zorbing, Deutschland

Und noch einmal Skisprungschanze, dieses Mal geht es aber an die Hochfirstschanze in Titisee-Neustadt im Schwarzwald – und auch nicht ganz hoch hinaus. Während der Sommermonate steht die Schanze an Samstagen nämlich nicht den Skisportlerinnen und Skisportlern zur Verfügung, sondern den gewöhnlichen Adrenalinjunkies beim Zorbing.

Beim Zorbing werden jeweils ein oder zwei Personen in einem riesigen Gummiball festgeschnallt. Das Gerät erinnert stark an die Gummibälle vom Bubble-Fußball. Von einem Podest geht es dann ein Stück des Schanzenauslaufs hinunter, der Ball rollt in alle Richtungen und drinnen gibt es so manche Drehung über Kopf. Das Rollvergnügen kostet 42 Euro für zwei Personen.

Übrigens: Auch andernorts findet sich Zorbing, beispielsweise in der lettischen Hauptstadt Riga.

9. Area 47, Österreich

Eine der coolsten Wasseranlagen in Europa finden Adrenalinjunkies in Österreich. Das Freibad „Area 47“ im Ötztal in Tirol hat alles, was die Herzen von Aktivurlaubenden höherschlagen lässt. Da findet sich beispielsweise eine 17 Meter hohe Wasserschanze, auf der du bis zu 50 Stundenkilometer beschleunigen kannst, um im hohen Bogen ins Wasser zu hüpfen. 

Im Cannonball, einer Art Wasserkanone, lässt du dich durch die Luft schießen und landest mit einem großen Platscher wieder im Wasser. Beim Blobbing nutzt du ein Luftkissen im Wasser, um unkontrolliert durch die Luft zu fliegen – natürlich ebenfalls mit einer Landung im Wasser. Und der Splash Track ist einem Ninja-Warrior-Parcours nachempfunden, allerdings auf dem Wasser. 

In Österreich findet sich einer der coolsten Wasserparks überhaupt: Die „Area 47“ im Ötztal.

Wer es weniger actionreich mag, findet auch normale Sprungtürme und Rutschen, die weniger Adrenalinkick sind. Das Tagesticket für die Water-Area kostet 28 Euro.