Antike Städte und Ausgrabungen, Berge und Burgen, Theater und Tempel: Gehst du auf Entdeckungstour an der Türkischen Riviera, machst du eine Reise durch die Zeit und Geschichte. Vom spektakulären Wasserfall auf den höchsten Berg an der Südküste, von magischen Höhlen zu einer Festung auf einer Insel: Wir zeigen dir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten an der Türkischen Riviera.

Düden-Wasserfälle

Direkt vor der Stadt Antalya kannst du ein Naturschauspiel bestaunen, wenn du die Düden-Wasserfälle besuchst. Der gleichnamige, 30 Kilometer lange Fluss sorgt hier für enorme Wassermassen, die sich aus 40 Meter Höhe in die Tiefe stürzen und ins offene Meer rauschen.

Der Düden-Wasserfall vor der Stadt Antalya ist ein Naturschauspiel.

Der Fluss mündet aus dem Norden kommend bei Antalya ins Mittelmeer. An der Mündung liegt der untere Düden-Wasserfall, inmitten eines Naturparks liegt 15 Kilometer nördlich der obere Düden-Wasserfall. Den schönsten Blick auf den Wasserfall hast du vom Lara Beach aus. Es gibt auch geführte Touren, bei denen du die Höhlen hinter den Wasserfällen besichtigen kannst.

Termessos-Ruinen

Etwa 25 Kilometer entfernt von Antalya liegt im Termessos Nationalpark die Ruinenstadt Termessos, mitten im hohen Taurusgebirge. Die spektakuläre Lage war einst der Grund dafür, dass es niemandem gelang, die Stadt einzunehmen.

Im Termessos Nationalpark liegt die gleichnamige Ruinenstadt Termessos.

Die Geschichte von Termessos reicht bis in das zweite Jahrtausend vor Christus zurück. Schon Homer erwähnte Termessos bereits in seiner Ilias. Heute hast du das Gefühl, eine Zeitreise zu machen, wenn du durch die Ruinen schlenderst und Verteidigungsringe, Stadtmauern, Tempel und anderer Gebäude besichtigst.

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Burg von Alanya

Hoch über Alanya thront die Festungsanlage der Stadt auf dem Burgberg und scheint alles zu überblicken. Die seldschukische Festung wurde im frühen Mittelalter errichtet und war eine der wichtigsten Burganlagen des Landes. Heute zählt die Festung zu den am besten erhaltenen der Türkei.

Die Burg von Alanya zählt zu den am besten erhaltenen der Türkei.

Die Burg wurde seit der hellenistischen Periode andauernd bewohnt. Die Festung bot damals Platz für etwa 400 Einwohner und hatte Zisternen zur Speicherung von Süßwasser, Badehäuser, die St.-Georgs-Kirche, Verteidigungsfestungen und militärische Gebäude. Die Burgmauern, die um die Halbinsel verlaufen, sind sechs Kilometer lang. Heute befinden sich ein Museum, eine Moschee, Souvenirläden und ein Restaurant auf dem Festungsgelände.

Dim-Höhle

Nur zwölf Kilometer von Alanya entfernt tauschst du Strand und Stadt gegen Stalagmiten, Stalaktiten und Stalagnaten: Die Dim-Höhle liegt im gleichnamigen Nationalpark etwa 230 Meter über dem Meeresspiegel und bietet mit ihrer Kulisse ein tolles Naturschauspiel. Unzählige Tropfsteine gibt es in bis zu 15 Meter hohen Räumen zu bewundern.

In der Dim-Höhle gibt es Tropfsteine in bis zu 15 Meter hohen Räumen.

Die Tropfsteinhöhle ist etwa eine Million Jahre alt, jedoch erst seit 1998 für die Öffentlichkeit zugänglich. Über Treppen und Stege geht es durch die ganze Grotte. Am Ende der Höhle befindet sich zudem eine kleine Lagune. Vor Ort gibt es außerdem ein Restaurant und ein Café.

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Theater von Aspendos

Du musst nicht nach Rom, Verona oder Pula reisen, um ein Amphitheater zu sehen. An der Türkischen Riviera kannst du ebenso ein antikes Theater bestaunen. Das Theater von Aspendos wenige Kilometer nordöstlich von Belek wurde in der zweiten Hälfte des zweiten Jahrhunderts gebaut und umfasst 39 Sitzreihen.

Das Theater von Aspendos wurde in der zweiten Hälfte des zweiten Jahrhunderts gebaut.

Das Theater von Aspendos wird auch heute noch für Aufführungen genutzt. Das liegt an der hervorragenden Akustik. Die Anlage wurde im Laufe der Jahrhunderte von den Seldschuken ständig renoviert. Fun-Fact: 2005 fand hier eine Open-Air-Ausgabe der ZDF-Show „Wetten, dass..?“ statt.

Seldschukische Werft

Die Seldschuken waren auch jenes Volk, das in Alanya eine beeindruckende Werft errichtete. Um die Stadt vor Angreifern zu schützen, ließ der Sultan Alaeddin Keykubat im Jahre 1227 in unmittelbarer Nähe des Roten Turms, des Wahrzeichen Alanyas, eine Werft errichten.

In Alanya gibt es noch heute eine seldschukische Werft.

Die Anlage besteht aus mehreren über sieben Meter breiten Docks und einer über 56 Meter langen Mauer, die durch Spitzbögen miteinander verbunden sind. Auf der einen Seite befindet sich eine kleine Moschee, auf der anderen Seite ist ein Raum für die Leibwachen. Im Urlaub buchst du am besten eine geführte Tour, oft ist ein Rundgang auch Teil von Bootstouren in die Umgebung Alanyas.

Felsengräber von Myra

Eine antike Stadt mit besonderer Geschichte liegt etwa 120 Kilometer südwestlich von Antalya. Einst bekannt unter dem Namen Myra, ist die bergige Stadt Demre heute nicht nur ein bekannter Wallfahrtsort, sondern auch ein Highlight für viele Besucher, die die Felsengräber von Myra besichtigen wollen.

Die Felsengräber von Myra wurden in Felsen gemeißelt.

Jene antiken Gräber wurden direkt in die Felsen gebaut und so hoch wie möglich angelegt. Altertumsforscher vermuten in dieser speziellen Bauweise, dass die Menschen einst glaubten, dass die Seele eines Verstorbenen mithilfe von Vogeldämonen in den Himmel gelangte.

Römisches Ruinenfeld in Side

Es waren indes die Römer, die im beliebten Ferienort Side ihre Spuren hinterlassen haben. Denn in der römischen Kaiserzeit war Side eine bedeutende Hafenstadt und einer der wichtigsten Handelsplätze in Kleinasien. 

In Side kannst du ein römisches Ruinenfeld besichtigen.

Im zehnten Jahrhundert wurde die antike Stadt aus unbekannten Gründen verlassen. Ein Erdbeben im zwölften Jahrhundert zerstörte dann viele der noch restlichen Bauwerke. Heute kannst du das Ruinenfeld besuchen, denn im Jahr 1947 wurde mit Ausgrabungen begonnen. Um nicht die Orientierung zu verlieren, gibt es einen historischen Rundweg, der zu den bedeutendsten Ausgrabungen führt.

Apollo-Tempel

Das eigentliche Highlight in Side ist der Apollo-Tempel, der spektakulär direkt am Strand liegt. Der Tempel wurde im zweiten Jahrhundert vor Christus erbaut und dem Gott des Lichts, Apollon, geweiht. Nebenan befand sich der Tempel der Athene. Heute sind die fünf rekonstruierten Säulen ein beliebtes Ausflugsziel und Fotomotiv.

Beim Apollo-Tempel siehst du die spektakulärsten Sonnenuntergänge.

Denn Licht spielt hier tatsächlich eine Rolle: Der Tempel bietet vor der untergehenden Sonne ein umwerfendes Panorama. Deshalb ist abends die beste Zeit für eine Besichtigung. Im Sommer finden im Theater und am Tempel regelmäßig Veranstaltungen statt.

Großer Wasserfall von Manavgat

Ein herrlicher Ort für ein Picknick oder Lunchdate liegt nur wenige Kilometer nordöstlich von Side. Nahe der Stadt Manavgat fließt der gleichnamige Fluss, dessen Highlight der große Wasserfall von Manavgat ist.

Der Wasserfall von Manavgat bietet einen herrlichen Anblick.

Zwar ist die Fallhöhe von zwei Metern auf den ersten Blick nichts Besonderes, allerdings zeigt sich das Wasser sehr kraftvoll und fließt hier sehr laut und sehr schnell. In der Umgebung ist alles da, was du für einen Ausflug brauchst: Fischrestaurants und Cafés genauso wie Picknickplätze und Aussichtsplattformen.

Olympos

Geht es um antike Städte an der Türkischen Riviera, darf Olympos nicht fehlen. Etwa 70 Kilometer von Antalya entfernt ist Olympos heute Teil eines Nationalparks. Die Hauptattraktionen sind das Freilichtmuseum mit Ruinen und Überresten aus der gesamten Stadtgeschichte, ein Tempel aus dem zweiten Jahrhundert und die Nekropole, wo Gräber und Sarkophage zu sehen sind.

Die Hauptattraktion in Olympos ist das Freilichtmuseum mit Ruinen und Überresten aus der gesamten Stadtgeschichte.

Viele Urlauber kommen auch hierher, weil es eine Besonderheit in Sachen Übernachtungen gibt: Im Ort befinden sich mehrere Baumhaushotels entlang der Gewässer, die vor allem von Rucksacktouristen gern gebucht werden.

Der Tahtalı-Berg

Eine luftige Brise statt heißer Sonne erwartet dich, wenn du dich in der Nähe des Ferienortes Kemer auf den höchsten Berg der Türkischen Riviera begibst: Der Tahtalı Dağı, auch Olympos genannt, ragt bis auf 2365 Meter und ist oft bis Juni mit Eis und Schnee bedeckt.

Der Tahtalı-Berg ist der höchste Berg an der Türkischen Riviera.

Seine unmittelbare Nähe zur Küste des Mittelmeeres machte den Tahtalı-Berg früher für Seefahrer weit sichtbar. Heute kannst du mit der Bergbahn Olympos Teleferik bis auf den Gipfel fahren. Von oben hast du einen unfassbar weiten Ausblick über die gesamte Türkische Riviera.

Mädchenburg

Im Südosten der Türkei liegt beim Badeort Kızkalesi ein ganz besonderes Ausflugsziel. Auf einer Insel etwa 300 Meter vom Strand entfernt thront eine große Festung, die den Namen Mädchenburg trägt. Der Name entstand nach einer Legende: Es hieß, dass Mädchen hierher verbannt wurden, wenn ihnen ein Tod durch einen Schlangenbiss prophezeit worden war.

Die Steinküste vor der Mädchenburg im Mittelmeer bei Kizkalesi.

Die Festung wurde vermutlich vom armenischen König Leon II. im zwölften oder 13. Jahrhundert erbaut. Im Laufe der Jahrhunderte war die Burg Versteck und Rückzugsort gleichermaßen. Heute kannst du eine Bootstour machen und den Bau mit seinem runden Eckturm und den Überresten einer Kapelle besichtigen.