Nordrhein-Westfalen hat viel zu bieten! In NRW findest du Schlösser und Burgen, Seen, Bauernhauscharme und Industriekultur. Wie gut, dass du all dies per Zug mit dem 9‑Euro-Ticket einfach und günstig erreichen kannst. 

Doch wohin lohnt sich der Trip mit dem günstigen Fahrschein ganz besonders? Na klar, den Kölner Dom, die Zeche Zollverein und die Rheinpromenade mit Rheinturm in Düsseldorf kennen alle – und sie gehören zu den absoluten Must-sees in NRW. Aber abseits dieser drei Höhepunkte hat das Land noch viel mehr zu bieten. 

Dürfen wir vorstellen? Hier kommen neun besondere Ziele in NRW, die noch nicht jede und jeder kennt und die du einfach per Bahn mit dem 9‑Euro-Ticket erreichst. 

Canyon in Lengerich

Es gibt Flecken in NRW, die man anhand von Bildern geografisch in eine ganz andere Ecke einordnen würde. Der Canyon in Lengerich ist einer dieser Orte: türkisblaues Wasser, weiße Hänge, grüne Sträucher und Bäume. Ausflüglerinnen und Ausflügler fühlen sich bei diesem Anblick fast wie Winnetou in Karl Mays „Der Schatz im Silbersee“.

Leuchtend blau: Das Wasser im Canyon Lengerich.

Besonders beliebt ist der Canyon zum Wandern. Auf elf Kilometern entdecken Outdoor-Fans die heimische Tier- und Pflanzenwelt rund um die türkisblaue Lagune. Am Wegesrand gibt es außerdem das Gut Stapenhorst, das Städtchen Leeden und einen Hortensien-Garten zu entdecken. Am einfachsten ist es, die Wanderung an der Bushaltestelle Lengericher Feldweg zu beginnen. 

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Museumshof Rahden

In das beschauliche Idyll des Landlebens aus dem 19. Jahrhundert eintauchen – das geht auf dem Museumshof in Rahden. Dafür fährst du vom Bahnhof Rahden aus mit dem Bus 591 nach Rahden-Kleinendorf, Museumshof. Dort steht ein großes Bauerngehöft mit allem Drum und Dran, dass dich in das Leben der Menschen von früher eintauchen lässt. Die Inneneinrichtung besteht sogar aus Originalstücken und auch ein traditioneller Garten wurde angelegt. 

Der Museumshof in Rahden lädt zu einem entspannten Tag ein, bei dem du das Bauernleben des 19. Jahrhunderts kennenlernen kannst.

Den Museumshof kannst du auf vier Rundwanderwegen kennenlernen, oder du lässt dir an den Aktionstagen zeigen, wie damals auf dem Hof gearbeitet wurde. Und weil die Arbeit hungrig macht, kannst du auf dem Museumshof auch regionale Spezialitäten kosten. 

Externsteine

Bis zu 40 Meter ragen mehrere Felsen im Teutoburger Wald in die Höhe. Hineingemeißelt haben Menschen verschiedene Grotten, Altarnischen, Treppen und Figuren. Wer das getan hat und wieso, gibt Archäologinnen und Archäologen bis heute Rätsel auf. 

Im Wald bei Horn-Bad Meinberg stehen die Externsteine. Womöglich dienten sie zu früheren Zeiten als Kultort.

Expertinnen und Experten vermuten, dass die Externsteine in keltischer oder germanischer Zeit ein besonderes Heiligtum darstellten. Beweise gibt es dafür aber bis heute nicht. Stattdessen kannst du die Steine über Treppen und Brücken erklimmen und so die Aussicht über den Teutoburger Wald genießen. 

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Wenn du dir selbst ein Bild machen willst, fahre mit dem 9‑Euro-Ticket nach Detmold und steige am Wochenende in die Touristiklinie 792, wochentags in den Bus 782 zum Parkplatz Externsteine. Das Gebiet eignet sich außerdem hervorragend für eine Wanderung. 

Colani-Ufo

In Lünen sind zwar keine Aliens beheimatet, aber ein Ufo ist in der Stadt trotzdem gelandet. Eigentlich handelt es sich bei diesem besonderen Bauwerk nicht um ein Ufo, sondern um das Ei des Colani. Bitte was? Einmal auf Anfang: Geschäftsleute aus Lünen baten den Designer Luigi Colani, beim Bau eines Technologiezentrums behilflich zu sein. Der Designer entwarf daraufhin eine Skizze für einen Turm, an dessen Spitze sich eine rundliche Plattform befinden sollte. 

Beliebtes Fotomotiv bei Nacht: Lichter geben dem Colani-Ufo in Lünen einen besonderen Anstrich.

Und die sieht aus wie ein Ei oder eben wie ein Ufo. Das ist wohl eine Frage der Ansicht. Jedenfalls thront das Gebilde über der Stadt und gehört zu den beliebtesten Fotomotiven Lünens. Betreten kannst du den Turm nicht, doch für Hobbyfotografinnen und ‑fotografen lohnt sich ein Besuch wegen der bunten Lichter an der Fassade vor allem am Abend. 

Flora-Westfalica-Park

Blumen, Blumen, Blumen, so weit das Auge reicht! Im Flora-Westfalica-Park in Rheda-Wiedenbrück können Reisende ihren grünen Daumen entdecken. Auf dem ehemaligen Landesgartenschau-Gelände reihen sich bunte Blüten jeglicher Form und Farbe aneinander. Nicht nur Menschen, sondern auch Vögel und Insekten wissen das hübsche Miteinander der Pflanzen zu schätzen. 

Zur Landesgartenschau im Jahr 2012 erblühte der Park erstmals mit vielen bunten Blumen, heute ist die Fläche des Flora-Westfalica-Parks frei zugänglich.

Gut erreichbar ist der Park mit dem 9‑Euro-Ticket vom Bahnhof Rheda aus. In wenigen Gehminuten erreichen Ausflüglerinnen und Ausflügler das Flüsschen Ems, hinter dem der Park beginnt. Direkt zu Beginn begrüßt das Schloss Rheda die Besuchenden. Nach einem Spaziergang von rund 1,5 Kilometern durch den Park, der die Stadtteile Rheda und Wiedenbrück miteinander verbindet, erreichst du den Flora-Westfalica-Park mit den bunten Blumen. 

Viadukt-Wanderweg Altenbeken

35 Meter hoch, 482 Meter lang, 24 Rundbögen: Diese Zahlen beschreiben den Eisenbahn-Viadukt in Altenbeken aus dem Jahr 1853. Bis heute thront er mitten in der hügeligen und waldreichen Landschaft. Der Viadukt-Wanderweg ermöglicht aus verschiedenen Perspektiven Blicke auf dieses besondere Bauwerk. Überhaupt steht die Eisenbahn bei diesem Wanderweg im Mittelpunkt: Mit dem 9-Euro-Ticket geht es zunächst per Bahn nach Altenbeken.

Auch von oben eine schöne Aussicht: Mit dem 9‑Euro-Ticket kannst du nicht nur am Viadukt in Altenbeken entlangwandern, sondern auch mit dem Zug darüberfahren.

Im Ortskern beginnt die Wanderung passenderweise an der historischen Güterzug-Dampflokomotive aus dem Jahr 1941. Im Dunetal treffen Wanderinnen und Wanderer dann auf den Viadukt, der später noch aus der Ferne von einer Aussichtsplattform aus bestaunt werden kann. Auch der kleine Bruder des großen Viadukts, der Kleine Viadukt, liegt auf der Strecke. 

Meuchelberg

Lust auf Natur pur? Dann schnapp dir dein 9‑Euro-Ticket, schnür die Wanderschuhe und fahr nach Heimberg. Das liegt in der Rureifel und ganz in der Nähe des Meuchelbergs. Die Landschaft an diesem 373 Meter hohen Berg ist geprägt von Felsen, Heiden, Hangschutt- sowie Eichenwäldern und wird an drei Seiten von der Rur umflossen. 

Wer eine kurze Tour machen will, folgt dem Wanderweg 29, der sich über fünf Kilometer durch das Gelände schlängelt. Währenddessen genießen Outdoorfans Panoramablicke auf den Luftkurort Heimbach und seine Burg Hengebach sowie das Wasserkraftwerk. Wer mehr Kilometer abreißen möchte, dehnt die Wanderung bis zum Rur-Stausee aus und ruht die Füße dort während einer entspannten Schifffahrt aus. 

Hafenrundfahrt Duisburg

Wusstest du, dass es in NRW den größten Binnenhafen der Welt gibt? Genauer gesagt befindet er sich in Duisburg, und du kannst dir das beeindruckende Areal bei einer Hafenrundfahrt genauer erklären lassen. Wer mit dem 9‑Euro-Ticket anreist, steigt am besten am Hauptbahnhof Duisburg aus und fährt von dort aus in unter zehn Minuten mit dem Bus 933 zum Schwanentor. 

Mit dem 9‑Euro-Ticket machbar: Bei einer Hafenrundfahrt lernen Reisende den größten Binnenhafen der Welt in Duisburg kennen.

Ganz in der Nähe liegt der Startpunkt der Tour, von wo aus die Schiffe der „Weißen Flotte“ durch diverse Kanäle, über den Rhein und seine Nebenarme fahren, vorbei an Frachkähnen, Lagerhäusern und kuriosen Sehenswürdigkeiten an den Ufern. Die Schiffsführerinnen und ‑führer kommentieren jede Fahrt individuell, während du dir Kaffee und Kuchen oder ein Kaltgetränk schmecken lässt. 

Aussichtsplattform Biggeblick

NRW hat bekanntermaßen keinen Zugang zum Meer, doch Talsperren mit schönen Seen, Natur und Aussicht gibt es zuhauf. Eine von ihnen ist die Biggeseetalsperre, die alles mitbringt, was einen Tag am See unvergesslich macht: Badestellen, Eisdielen, eine kleine Insel und eine luftige Aussichtsplattform, die tolle Panoramablicke über die Region beschert. 

Tolle Aussicht: Der Biggesee ist dank einiger nahe gelegener Bahnhöfe ein tolles Ausflugsziel für das 9‑Euro-Ticket.

Wer mit dem Zug anreist, erreicht die Aussichtsplattform Biggeblick am besten vom Kraghammer Bahnhof aus. Direkt in der Nähe beginnt der Biggeradwanderweg, der sich kilometerweit am Wasser entlangschlängelt und auch an der Plattform am nördlichen Ufer vorbeiführt. Wer mehr Zeit hat, folgt dem Weg weiter und macht Rast an der Badestelle Waldenburger Bucht oder geht direkt weiter zur Waldenburger Burgruine. 

Wer keine Lust auf eine Wanderung hat, steigt am Bahnhof Sondern aus. Nach dem Ausstieg aus dem Zug trennen nur wenige Meter die Reisenden vom Wasser, vom Strand und von einer Schiffsanlegestelle. Auf der anderen Seite liegt ein Restaurant, von dem aus sich das bunte Treiben auf dem See in aller Ruhe genießen lässt.