Der frische Morgenwind weht um die Nase, noch funkeln Sterne am Himmel, in der Ferne trötet ein Elefant. Langsam geht die Sonne auf und färbt die dunkle Landschaft in Rot- und Gelbtönen. Zebras, Antilopen und Giraffen erwachen und die Weite der Landschaft wird sichtbar. 

Eine Safari in Subsahara-Afrika steht auf der Wunschliste vieler Menschen. Einmal die wilden Tiere in ihrer natürlichen Umgebung erleben, dem Ruf der Wildnis folgen und dem größten Landtier der Welt, dem Afrikanischen Elefanten, gegenüberstehen – einige der schönsten Reiseerlebnisse, die es gibt. 

Wildlife-Boom in Uganda: Deshalb musst du auf Safari

Wer bei Safari aber vor allem an die vielen Parks in Südafrika, die sagenumwobene Serengeti in Tansania, die Masai Mara in Kenia mit einer der höchsten Tierdichten überhaupt oder an den Etosha-Nationalpark in Namibia gedacht hat, sollte nun aufpassen.

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Hoch hinaus: Eine Löwin ist im Queen-Elizabeth-Nationalpark in einen Baum geklettert.

In Uganda in Ostafrika hat sich in den vergangenen Jahren einiges in Sachen Wildtierschutz getan und es ist die beste Zeit, um auf Safari in die Nationalparks Queen Elizabeth, Bwindi Imprenetable, Murchison Falls oder Kibale zu gehen. 

Vor 25 Jahren war es zwar schon möglich, eine Safari in Uganda zu machen, doch Wilderei und die Ausbreitung von menschlichen Siedlungen haben es den wilden Tieren schwer gemacht. Nashörner waren 1996 beispielsweise in Uganda in freier Wildbahn ausgestorben, es gab nur noch 153 Giraffen, 1100 Elefanten und 1700 Zebras im gesamten Land.

Wer auf Safari also viele Tiere sehen wollte, musste in Uganda auf viel Glück setzen oder aber direkt in ein anderes Land ausweichen.

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Nashörner waren einst ausgestorben, nun gibt es wieder 35 Tiere

Doch seit 1996 hat sich einiges getan, wie die Wildlife-Behörde Ugandas bekannt gab. Diese hat die Population von beliebten Wildtieren in Uganda dokumentiert und stellt fest, dass sich die Bestände bei nahezu allen Tierarten erholt haben. Uganda erlebt einen regelrechten Wildtier-Boom mit ganz viel tierischem Nachwuchs.  

In Gefangenschaft geborene Nashörner und solche aus anderen Parks in Subsahara-Afrika wurden dort ausgewildert und die Population wächst und wächst: 33 Tiere hat die Wildtier-Behörde inzwischen für das Land registriert, jedes Jahr kommt mehr als ein Nashorn hinzu. 

Uganda: Das Reiseziel für Gorilla-Trekking

Am zweitstärksten ist der Bestand der Giraffen gestiegen: 1968 der Tiere mit dem langen Hals gibt es inzwischen in Uganda. Auch bei den Zebras gab es eine deutliche Zunahme: Zuletzt wurden 17.516 Tiere registriert. Elefanten sieht man ebenfalls wieder häufiger als noch vor 25 Jahren, 7975 der grauen Riesen leben inzwischen in Uganda. 

Die Zahl der Büffel hat sich von 1996 bis heute von 17.000 auf 44.163 erhöht und auch die Zahl der Schimpansen stieg von 1084 auf 5072 Tiere. 

Vor 40 Jahren lebten weltweit nur noch 250 Berggorillas, inzwischen sind im Bwindi-Impenetrable-Nationalpark in Uganda rund 450 Exemplare zu finden.

Während Uganda anders als Kenia oder Tansania kein Ort für eine Safari-Strand-Kombination ist – das Binnenland hat keinen direkten Zugang zum Indischen Ozean –, hat es etwas anderes, was die Herzen von Tierfans höherschlagen lässt. Im Bwindi-Impenetrable-Nationalpark leben auch Gorillas. 

Bestand an Berggorillas hat sich erholt

Weniger als 900 Berggorillas leben noch auf der Welt und Uganda ist eines von drei Ländern (nebst Ruanda und der Demokratischen Republik Kongo), in denen die Menschenaffen noch in freier Wildbahn zu finden sind. Oder genauer gesagt: Die Hälfte der überhaupt noch lebenden Berggorillas hat ihre Heimat im Bwindi-Impenetrable-Nationalpark.

Nirgendwo sind die Chancen also höher, die Tiere bei einer Wanderung durch den Regenwald auch tatsächlich anzutreffen. 

Übrigens zeigt sich bei den Gorillas die gleiche Tendenz wie bei den anderen Wildtieren: Durch Schutzmaßnahmen in den vergangenen 40 Jahren hat sich der Bestand erholt von 250 Tieren 1981 auf 900 Tiere 2021. Auch deshalb ist das Gorilla-Trekking teuer und limitiert, nur eine bestimmte Anzahl Reisender darf die Gorillas täglich besuchen und auch das Zeitfenster für den Besuch wird vorgegeben. 

Safari in Uganda: Hier kannst du Löwen sehen, die auf Bäumen leben

Noch ein weiteres tierisches Highlight hat Uganda nahezu exklusiv: die sogenannten Baumlöwen. Während Leoparden immerzu auf Bäumen zu finden sind und es sich dort gemütlich machen, klettern Löwen eher selten auf Bäume. Es gibt nur zwei Orte, an denen sie das regelmäßig tun, und zwar im Lake-Manyara-Nationalpark in Tansania und im Queen-Elizabeth-Nationalpark in Uganda. 

Mehr Tiere, dafür coronabedingt noch immer weniger Touristinnen und Touristen als vor 2020 – worauf wartest du also noch? Gegen Corona geimpfte Personen können ohne Auflagen einreisen, Ungeimpfte benötigen einen maximal 72 Stunden alten negativen PCR-Test. Reisende müssen darüber hinaus online ein Visum beantragen, das 50 US-Dollar kostet.