Einsame Buchten, üppige Pflanzen, raues Klima, zerklüftete Steilküsten und eine vielfältige Tierwelt: Du hast Lust auf ein ruhiges Leben in der Natur? Dann aufgepasst: Einige abgelegene schottische Inseln suchen dringend neue Einwohnerinnen und Einwohner – die bis zu 50.000 Pfund (umgerechnet gut 58.000 Euro) für den Umzug erhalten!

Denn viele schottisch Inseln im Atlantik und in der Nordsee haben ein Problem: Die Menschen, die dort wohnen, werden immer älter. Viele junge Leute ziehen lieber in die größeren Städte auf dem Festland wie Glasgow, Edinburgh und Dundee.

Einmal abschalten, bitte: Die Hafenstadt Stromness ist einer der Hauptorte der Orkney-Inseln – dabei wirkt sie nicht nur vom Wasser aus eher wie eine beschauliche Kleinstadt.

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50.000 Pfund für die ersten 100 Menschen

Helfen soll ein 5 Millionen Pfund schweres Konjunkturprogramm, das Teil des britischen „National Islands Plan“ ist. Das Parlament in Edinburgh hatte das Programm im Sommer 2021 angekündigt, im Sommer 2022 könnten nun tatsächlich die ersten Gelder ausgezahlt werden, wie die britische Zeitung „The Times“ berichtet.

Bis zum Jahr 2026 sollen 100 Menschen unter 30 Jahren beziehungsweise Familien je bis zu 50.000 Pfund bekommen, wenn sie auf eine der ausgewählten schottischen Inseln ziehen.

„Das Geld wird den Menschen die Möglichkeit geben, Häuser zu kaufen, Unternehmen zu gründen und ihr Leben hier langfristig zu gestalten“, sagte Alasdair Allan, Abgeordneter der Scottish National Party für die westlichen Inseln, gegenüber der „The Times“.

Welche Inseln zur Auswahl stehen? Das wurde noch nicht genau festgelegt. Allerdings trifft das Problem der Unterbevölkerung praktisch alle etwas abgelegenen schottischen Inseln. Dazu zählen Argyll, Arran, Bute, Great Cumbrae, die Äußeren Hebriden mit den Inseln Lewis and Harris sowie Uist und Barra, das Orkney-Archipel, die Shetlandinseln, die Insel Skye oder die benachbarten Small Isles.

Skara Brae ist eine der Orkney-Inseln – viele schottische Inseln sind von Unterbevölkerung betroffen.

Offiziell melden oder bewerben können sich Interessierte aber noch nicht. Ein Sprecher der schottischen Regierung sagte gegenüber dem reisereporter, dass weitere Infos zu dem Projekt zeitnah veräffentlicht werden sollen.