Einmal über eine grüne Wiese laufen, die steifen Gelenke ausschütteln, die Sonne auf der Haut spüren – und dazu noch einen leckeren, frisch gebrühten Kaffee in der Hand? Das wünschen sich viele Autofahrende und ihre Mitreisenden während einer langen Fahrt auf der Autobahn sehnlichst. 

Direkt an Deutschlands Autobahnen gibt es spannende Möglichkeit für eine Pause abseits der immergleichen Tankstellen und der Einöde am Rande der Autobahn. Wir stellen dir einige Raststätten mit dem besonderen Extra vor – in aufsteigender Reihenfolge der Autobahnen.

A1: Raststätte Jägerheim

Wer die Raststätte Jägerheim an der A1 in Lohne (Niedersachsen) betritt, fühlt sich eher wie in einer Waldhütte als direkt an der Autobahn. Die roten Backsteinhäuser erzeugen schon von außen ein heimeliges Gefühl, und im Inneren geht es gemütlich weiter. Reisende ruhen sich in den Ohrensesseln oder am gemauerten Kamin aus, dazu gibt es Speisen, die mit der typischen Bockwurst mit Kartoffelsalat nur wenig gemein haben. 

Direkt hinter der Raststätte geht’s ins Grüne: Auf schmalen Wegen zwischen Feldern und Bäumen hindurch vertreten sich Weitgereiste die Beine bei einem ausgiebigen Spaziergang. 

A1: Raststätte Dammer Berge

Wer gern Autos guckt, bekommt sie in der Raststätte Dammer Berge in Niedersachsen im Sekundentakt serviert, denn sie ist eine von zwei Brückengaststätten in Deutschland. Das heißt, du trinkst hoch oben über der Autobahn 1 einen Kaffee, während unter dir Autos, Lkw und Motorräder hindurchbrausen. 

Mit insgesamt 103 Metern Länge und 18 Metern Breite spannt sich die Brücke über die A1 zwischen Osnabrück und Bremen und bietet somit beste Blicke für alle Autofans. 

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Die Autobahnraststätte Dammer Berge verbindet Ost- und Nordparkplatz mitten über dem Asphalt.

Wer sich lieber die Beine vertreten will, entdeckt neben der spannenden Brückenkonstruktion eine Autobahnkapelle auf der Westseite. Auf beiden Seiten geben außerdem Spielplätze die Möglichkeit zum Austoben. 

A3: Autohof Strohofer Geiselwind

Nur einen kurzen Stopp am Autohof Strohofer Geiselwind an der A3 zwischen Würzburg und Nürnberg einzulegen ist fast nicht möglich. Eine Erlebniswelt mit Bogenschießen, GPS-Schnitzeljagd und einem Kletterwald sorgt dafür, dass die Pause an diesem Rastplatz auch mal länger ausfällt als gedacht.

Viel Betrieb: Am Autohof Strohofer Geiselwind gibt es diverse Restaurants, Shops, ein Hotel, ein Fitnesszentrum, eine Eventhalle und eine Kirche.

Darüber hinaus gibt es diverse Restaurants und Shops, eine Kirche, ein Fitnesszentrum und eine Eventhalle. Wer das ganze Gelände ausgiebig erkunden will, bleibt einfach über Nacht: Schlafmöglichkeiten gibt es im angeschlossenen Hotel oder in kleinen Holzhütten. 

A4: Raststätte Frechen-Süd

Wenn du die Raststätte Frechen-Süd erreicht hast, liegt womöglich noch der typische Stau rund um Köln vor dir. Vor dem Stop-and-go kannst du dich hier noch einmal ausgiebig erholen, und zwar mit einer tollen Fernsicht auf die Rheinmetropole – den Blick auf den weltberühmten Dom gibt es gratis dazu. Zwischen sanften, grünen Hügeln ragen in der Ferne die Kirchturmspitzen und Hochhäuser in die Höhe. 

Nebenbei toben sich Kinder auf dem Spielplatz aus, während das E‑Auto an der Ladesäule tankt. Mama und Papa besorgen sich in dieser Zeit einen Kaffee, denn mit einem Heißgetränk in der Hand lässt sich das Köln-Panorama noch besser genießen. 

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A4: Eichelborn-Süd

An der A4 liegt die Raststätte Eichelborn-Süd zwischen Erfurt und Gera. Dieser Ort ist genau der richtige, wenn du dir ausgiebig die Beine vertreten möchtest: Er liegt inmitten des Landschaftsschutzgebiets Mittleres Ilmtal. Direkt hinter dem Rasthofgebäude beginnen Wiesen, Wälder und Wanderwege.

Die Raststätte Eichelborn liegt mitten im Grünen. Sie zählt zu den beliebten Pausenplätzen für Lkw-Fahrende.

A5: Raststätte Taunusblick

Hoch hinaus geht es an der Raststätte Taunusblick auf der A5 bei Frankfurt. Zwischen dem Kreuz Bad Homburg und dem Nordwest-Kreuz Frankfurt liegt diese Pausenmöglichkeit mit Aussichtsturm. 25 Meter bringt dich die stählerne Konstruktion näher Richtung Sonne und Wolken und beschert dir von dort oben einen Blick über die Autobahn.

Drehst du dich ein Stück weiter, siehst du die Gebirge des Taunus, noch ein Stück weiter bewunderst du dann die imposante Skyline Frankfurts. 100 Stufen musst du für diesen besonderen Blick überwinden. Eine nette Abwechslung für alle, deren Glieder durch das lange Sitzen im Auto müde geworden sind. Es gibt aber auch einen Aufzug.

Zur Stärkung wartet unten ein Schnitzel mit hausgemachter Frankfurter Grüner Soße, an Sommertagen schmeißen die Wirte auch den Grill an. Für Kinder gibt es drinnen und draußen Spielmöglichkeiten. 

A7: Kunst-Raststätte Illertal-Ost

Ecken und Kanten sind an der Kunst-Raststätte Illertal-Ost an der A7 in Baden-Württemberg eher Mangelware. Der österreichische Künstler und Planer Herbert Maierhofer hat diesen besonderen Ort als Gesamtkunstwerk erschaffen und dabei das Runde vorgezogen. 

Anstelle eines Flachdachs ragen bunte Formationen in die Höhe, die an Softeis und Cupcake-Topping erinnern. Große Fenster, geschwungene Mauern und bunte Skulpturen tragen ebenfalls dazu bei, dass sich Durchreisende wie in einem Freizeitpark fühlen.

Bunt geht es auch im Inneren weiter, wo die Küche schwäbische Spezialitäten, vegetarische Gerichte und Pizzen serviert. Auch Kaffee und Kuchen stehen in der Kunst-Raststätte auf der Speisekarte. 

A8: Autobahnraststätte Chiemsee-Nord

Bin ich noch bei der Anreise oder bin ich schon am Urlaubsort angekommen? Viele Reisende, die erstmals auf den Parkplatz der Autobahnraststätte Chiemsee-Nord fahren, möchten am liebsten direkt bleiben. Grund dafür ist der herrliche Blick auf den Chiemsee, der hinter dem Parkplatz liegt.

Möwen füttern am Chiemsee? An einer Autobahnraststätte ist das möglich.

Über dem klaren Seewasser segeln Möwen von einem Ufer zum anderen und hoffen, an der Autobahnraststätte einen leckeren Snack von den Rastenden abzugreifen. Viele Reisende verbringen ihre Pause schließlich direkt an und auf der Mauer, die den See vom Parkplatz trennt. Wer seinen Reiseproviant schon aufgezehrt hat, organisiert sich Nachschub bei der zugehörigen Raststätte. 

A8: Feng-Shui-Rasthaus Gruibingen-Süd

Du benötigst positive Energie beim Autofahren? Dann leg einen Stopp an diesem Rasthaus an der A8 in Baden-Württemberg zwischen Stuttgart und Ulm ein. In Gruibingen liegt die erste Raststätte in Europa, die nach den Gesetzen des Feng-Shui gebaut wurde.

Der Architekt hat beim Design des Gebäudes einen großen Bogen um Ecken und Kanten gemacht. Der Grundriss des Hauses liege zudem in einem exakt berechneten Winkel zur Fahrbahn, damit das Feng-Shui seine Wirkung entfalten könne.

Im Shop gibt es neben Kaugummis und Zeitschriften auch Duftöle und Windspiele, die Speisen sind biozertifiziert. Neben den Raststätten-Klassikern Schnitzel, Bockwurst und Pommes kommen hier auch Wok-Gerichte mit viel Gemüse auf den Tisch. 

Der Innenhof beherbergt einen Brunnen, der das Qi oder die Lebensenergie der Gästinnen und Gäste aktivieren soll, während drinnen ein „Raum der Stille“ dem umgebenden Motorenlärm eine meditative Ruhe entgegensetzt. Zusätzliche Entspannung findet man auf einem weitläufigen Außengelände mit grünen Wiesen, durch die sich ein Bächlein schlängelt.

A9: Rastanlage Frankenwald

Die Rastanlage Frankenwald liegt über der A9, es handelt sich um das zweite Brückenrasthaus neben der Raststätte Dammer Berge in Niedersachsen. Dieser besondere Pausenort lag bei seiner Eröffnung 1967 an einer brisanten Stelle, denn von dieser erhabenen Brücke über die Autobahn aus hatten Reisende einen Ausblick auf die damalige innerdeutsche Grenze und ihre Sicherung. 

Das Brückengasthaus Frankenwald thront über der A9 in Bayern. Von der Brücke aus schauen Reisende auch nach Thüringen hinüber.

Diese Zeiten sind zum Glück vorbei, heute beobachten die Menschen bei einem schnellen Snack oder einem heißen Kaffee die unter der Brücke hindurchrauschenden Autos, die Saale und die umliegenden Wälder, die nächste Grenze liegt in weiter Ferne. 

A40: Beverbach

An der A40 zwischen Bochum und Dortmund gibt es vor allem außergewöhnliche Architektur zu bewundern. Das Wahrzeichen der Raststätte ist ein weithin sichtbarer Förderturm. Die Stahlkonstruktion ist 15,75 Meter hoch und wiegt 26,5 Tonnen. Der Turm verfügt über zwei Aussichtsplattformen in 4,30 Metern und 7,10 Metern Höhe.

Ungewöhnlich ist auch das zweistöckige Raststättengebäude mit einer geschwungenen, an das hügelige Gelände vor Ort angepassten und begrünten Dachkonstruktion. Auf der Sonnenterrasse stehen 66 Sitzplätze zur Verfügung. Originell: Die Soße für die Currywurst sprudelt aus einem Brunnen. Der Spielplatz nebenan ist ein kleines Kinderparadies.

A61: Raststätte Moseltal

An der A61 südlich vom Autobahnkreuz Koblenz befindet sich eine Raststätte direkt an der Moseltalbrücke. Von dem Parkplatz und dem nahe gelegenen Spazierweg aus genießt der Gast oder die Gästin das beeindruckende Panorama des Moseltals mit seinen vielen Weinterrassen.

Gleich drei Wanderrouten führen direkt an dem Rasthof vorbei: Mosella-Zauber, Winninger Weinlehrpfad und Moselhöhenweg.