Die Luft scheint zu knistern. Steht die Sonne mittags am höchsten über Marsa Alam, liegt ein Glühen über dem Ferienort und die Farben wirken noch satter als sonst: die Strände in einem leuchtenden Gold, der Himmel in einem kräftigen Blau, das Wasser in einem strahlenden Türkis.

Marsa Alam ist klein

Nicht ganz 2000 Menschen leben in Marsa Alam, einem ehemaligen Fischerdorf im südlichen Ägypten. Sie arbeiten als Fischer, Landwirte und in den wenigen Minen, die es heute in der Gegend noch gibt, denn Bergbau wird in Marsa Alam seit Jahrtausenden betrieben.

Doch das kleine Dorf hat sich verwandelt. Wo einst nur eine Handvoll niedriger Steinhütten stand, gibt es heute Hotels, Restaurants – und Reisende, die erkannt haben, dass ein Urlaub in Ägypten nicht zwangsläufig in die Bettenburgen in Hurghada und Sharm El Sheikh führen muss.

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In Marsa Alam erwarten dich kilometerlange, goldene Strände.

Viele Hotels mit Hausriff

Marsa Alam hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten zum Geheimtipp gemausert: Rund 275 Kilometer südlich von Hurghada gelegen, gilt das ehemalige Fischerdorf als neuer Urlaubshit. Denn rund um Marsa Alam liegt kilometerweiter Sandstrand und unzählige Korallenriffe. Die idealen Bedingungen also für einen Bade-, Schnorchel- und Tauchurlaub. Denn die Hotels und Resorts hier sind nicht nur relativ neu, sondern punkten vielerorts auch mit eigenen Hausriffen.

Die Unterwasserwelt von Marsa Alam wird oft mit den Malediven oder den Seychellen verglichen.

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Marsa Alam hat mehr als 240 verschiedene Korallenarten

Wer gern unter Wasser ist, findet hier intakte Riffe mit einer spannenden Unterwasserwelt, die nicht überlaufen sind. Fachleute vergleichen die abwechslungsreiche Unterwasserwelt mit den Malediven und den Seychellen. In der Region gibt es rund 240 verschiedene Korallen- und mehr als 100 Fischarten!

Mit etwas Glück sieht man in Marsa Alam ein Dugong aus der Familie der Seekühe.

Marsa Alam bezaubert aber nicht nur mit herrlichen Stränden und der beeindruckenden Unterwasserwelt, sondern auch mit der Nähe zur Wüste und der Geschichte der Region, die bis zu den Pharaonen zurückreicht. Die Umgebung von Marsa Alam war schon in prähistorischen Zeiten besiedelt. Uralte Felsritzungen zeugen von der langen Geschichte.

Heute kannst du eine Tagestour von Marsa Alam nach Edfu und weiter nach Kom Ombo und dabei eine Zeitreise machen, wenn du den Horus-Tempel von Edfu besuchst. Dieser wurde ab 237 vor Christus errichtet und ist einer der am besten erhaltenen Tempel Ägyptens!

Der Horus Tempel in Edfu ist ein beliebtes Ausflugsziel.

Marsa Alam hat eine lange Geschichte

Oder du fährst weiter zur antiken Siedlung El-Kanais. Etwa 170 Kilometer westlich von Marsa Alam und 50 Kilometer östlich von Edfu machten die Ägypter einst halt, wenn sie auf dem Weg zu den Goldminen von el-Barrāmīya waren. König Sethos I. ließ deshalb hier einen Brunnen anlegen und einen Felsentempel errichten. Noch heute ist diese altägyptische Brunnenstation eine Besonderheit.

Ein absolutes Must-see in Marsa Alam: Eine Wüstensafari.

Das pralle Wüstenfeeling und ein Meer aus Sand erlebst du im Süden von Marsa Alam. Nur etwa 50 Kilometer entfernt beginnt der Wadi-el-Gemal-Nationalpark, einer von insgesamt drei Nationalparks in Ägypten. Übersetzt bedeutet der Name „Tal der Kamele“, es leben aber auch viele andere Tiere hier: wilde Affen und viele Vogelarten genauso wie Seekühe, Meeresschildkröten und unzählige Fischarten.

In Marsa Alam haben sogar die Kamele gute Laune.

Inmitten der Wüste entdeckst du dann eine weitere Besonderheit: die historischen Smaragdminen von Marsa Alam und damit einen der berühmtesten Minenkomplexe aus der Zeit der alten Ägypter. Legenden zufolge war Kleopatra vernarrt in Smaragde. Kein Wunder, dass Marsa Alam so strahlt.