Hurghada und Sharm El Sheikh sind längst bekannt als beliebte Urlaubsorte in Ägypten. In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich aber eine Region zum Geheimtipp gemausert: Rund 275 Kilometer südlich von Hurghada gelegen, gilt das ehemalige Fischerdorf Marsa Alam als neuer Urlaubshit.

Gerade mal 2000 Menschen leben hier, in der Hauptsaison kommen aber viele Urlauberinnen und Urlauber. Denn rund um Marsa Alam liegen 120 Kilometer Sandstrand und etliche Korallenriffe. Die idealen Bedingungen also für einen herrlichen Bade- und Tauchurlaub. Wir zeigen dir die Sehenswürdigkeiten in und um Marsa Alam.

Die Stadt Port Ghalib

Marsa Alam ist klein. Die nächste größere Stadt ist Port Ghalib. Der Ort entstand für den Tourismus und wurde 2008 von einem Scheich aus Kuwait angelegt. Du findest neben mehreren Resortanlagen auch viele Cafés, Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten und kannst dich mit allem versorgen.

Die moderne Hafenanlage in Port Ghalib bei Marsa Alam.

Wenn du abends nicht nur in deinem Hotel sein möchtest, ist Port Ghalib die richtige Adresse für dich. Abends und nachts tut sich jede Menge in den Lokalen entlang der Hauptstraße und du kannst ordentlich feiern. Ein Highlight ist auch der Hafen: Hier gibt es über 1000 Anlegeplätze!

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Die Tauch-Resorts

Seit es einen Flughafen in Marsa Alam gibt, ist nicht nur die Anreise viel einfacher geworden, es haben sich auch viele Hotels rund um das Feriendorf am Roten Meer angesiedelt. Die Hotels liegen zwar etwas abseits, sind aber fast alle auf das Thema Tauchen spezialisiert. Fast alle Hotelresorts haben ein eigenes Tauchriff.

Viele Resorts in Marsa Alam haben eigene Hotelriffs.

Je nachdem, was du dir im Urlaub wünschst, kannst du dein Hotel auswählen – die Bandbreite reicht von familien- bis taucherfreundlich und von lässig bis luxuriös. Viele der Resorts haben eigene Hotelriffe, wo du die Unterwasserwelt erkunden kannst.

Die Tauch-Riffe

Ein Urlaub in Marsa Alam ist erst komplett, wenn du die Tauchriffe in der Region besuchst. Denn anders als in Hurghada und Sharm El Sheikh, wo Massentourismus längst allgegenwärtig ist, gibt es in Marsa Alam noch viele intakte Riffe mit einer spannenden Unterwasserwelt, die nicht überlaufen sind.

Rund um Marsa Alam liegen 120 Kilometer Sandstrand und unzählige Korallenriffe.

Eines der bekanntesten Riffe ist das Elphinstone Reef. Hier kannst du Weiß- und Schwarzspitzenriffhaie, Hammerhaie, Rochen und sogar Mantas sehen. Auch ein ganz besonderer Wasserbewohner zeigt sich am Elphinstone Reef: der Dugong aus der Familie der Seekühe.

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Eine abenteuerliche Wüstensafari

Marsa Alam punktet nicht nur mit herrlichen Stränden und der beeindruckenden Unterwasserwelt, sondern auch mit der Nähe zur Wüste. Die beliebteste Tour im Urlaub führt hinein in die sandige Weite – wahlweise auf dem Rücken eines Kamels, auf einem Quad oder auf einem Pferd.

Ein absolutes Must-See in Marsa Alam: eine Wüstensafari.

Fast alle Hotels bieten Wüstensafaris an, die Touren dauern meist einen ganzen Tag und führen auf dem Weg in die Wüste auch in Beduinendörfer. Besonders lohnenswert sind die Sonnenauf- oder Sonnenuntergangausflüge.

Die Tempel in Edfu und Kom Ombo

Ein spannender Tagesausflug führt nach Oberägypten zur Geschichte der Pharaonen. Die Umgebung von Marsa Alam war schon in prähistorischen Zeiten besiedelt. Rund um den Ferienort zeugen uralte Felsritzungen von einer langen Geschichte. Einst wurde hier im Tal und bis weit nach Edfu nach Gold geschürft. Heute führt eine beliebte Tagestour von Marsa Alam nach Edfu und weiter nach Kom Ombo.

Der Horus-Tempel von Edfu ist einer der am besten erhaltenen Tempel Ägyptens.

Der Horus-Tempel von Edfu wurde ab 237 vor Christus errichtet und ist einer der am besten erhaltenen Tempel Ägyptens. In Kom Ombo ist der Doppeltempel eines der beliebtesten Touristenziele in Oberägypten. Der Name entstand, weil der Tempel zwei voneinander getrennten Gottheiten gewidmet ist: Sobek, dem Krokodilgott der ägyptischen Mythologie, und Haroeris, einer späteren Erscheinungsform des Gottes Horus.

Die antike Siedlung el-Kanais

Etwa 170 Kilometer westlich von Marsa Alam und 50 Kilometer östlich von Edfu liegt die antike Siedlung El-Kanais. Auf dem Weg zu den Goldminen von el-Barrāmīya wurde einst hier halt gemacht, weil Warenlieferungen nach Edfu oder Berenike auf dieser Route erfolgten. Berenike war einer jener Orte, an denen Schiffe vom Roten Meer aus am ägyptischen Festland anlegen konnten. 

In der antiken Siedlung El-Kanais kannst du eine ltägyptische Brunnenstation und einen Felsentempel besichtigen.

Der König Sethos I. ließ deshalb hier einen Brunnen anlegen und einen Felsentempel errichten. Noch heute ist diese altägyptische Brunnenstation eine Besonderheit, weshalb viele Ausflüge hier halt machen.

Der Kamelmarkt in esch-Schalātīn

Ein großes Stück Lokalkolorit erlebt man beim Besuch des Kamelmarkts in esch-Schalātīn. Das ehemalige Beduinendorf liegt knapp 250 Kilometer entfernt von Marsa Alam und ist seit jeher bekannt für den Handel mit Kamelen.

In esch-Schalātīn findet einer der wichtigsten Kamelmärkte von Ägypten statt.

Es ist einer der wichtigsten Kamelmärkte von Ägypten, da er täglich stattfindet, nur freitags ist zu Mittag Schluss. Die meisten auf dem Markt verkauften Kamele sind Fleischkamele und somit für den Verzehr bestimmt. Ein gutes Kamel kann bis zu 500 Euro einbringen.

Der Wadi-el-Gemal-Nationalpark

Nur 50 Kilometer in Richtung Süden von Marsa Alam liegt der Wadi-el-Gemal-Nationalpark, einer von insgesamt drei Nationalparks in Ägypten. Auf über 7500 Quadratkilometern wartet hier ein schönes Beispiel für die landestypische Fauna.

Der Nationalpark Wadi el Gamal ist einer der drei Nationalparks in Ägypten.

Übersetzt bedeutet der Name des Nationalparks „Tal der Kamele“, es leben aber auch viele andere Tiere hier: wilde Affen und viele Vogelarten genauso wie Seekühe, Meeresschildkröten und unzählige Fischarten. Es ist verboten, den Nationalpark ohne Ranger zu betreten, auch Fahrzeuge wie Geländemotorräder oder Quads sind nicht erlaubt.

Die Smaragdminen von Marsa Alam

Inmitten der Wüste des Wadi-el-Gemal-Nationalparks gibt es eine Besonderheit: die historischen Smaragdminen von Marsa Alam und damit einen der berühmtesten Minenkomplexe aus der Zeit der alten Ägypter. Legenden zufolge war Kleopatra vernarrt in Smaragde.

Bei Sikait (auch Mons Smaragdus oder Emerald Mountain genannt) kann man noch heute Tempel, Arbeitersiedlungen, Stollen und Speicher besichtigen, die aus vorrömischer Zeit stammen. Es gibt unterschiedliche Wüstentouren zu den uralten Smaragdbergbausiedlungen.