Faul im Liegestuhl herumhängen und Cocktails schlürfen? Diese Art des Urlaubs gefällt nicht jedem. Immer mehr Menschen wollen sich auch auf Reisen fit halten – und tauschen Liegestuhl und Sonnenschirm für eine ausgedehnte Tour gegen das Fahrrad ein. Jedes Jahr werden laut einer Studie mehr als 2,2 Milliarden Radreisen gebucht.

Sicheres Radfahren in Europa: Diese Kriterien sind wichtig

Für viele Radsportlerinnen und -sportler gehören Sturzhelm, Reflektoren und Co. dabei zur gewöhnlichen Sicherheitsausstattung. Wie aber ist es um die Sicherheit auf den Straßen vor Ort bestellt? Um das herauszufinden, hat der Sporternährungsshop MyProtein 31 Länder in Europa anhand von fünf verschiedenen Kriterien für die Sicherheit beim Radfahren bewertet:

  • Jährliche Todesfälle unter Radfahrenden
  • Luftverschmutzung
  • prozentualer Anteil des Radverkehrs an der Gesamtverkehrsleistung
  • Anzahl der verfügbaren Radwege
  • Nationale Radverkehrsstrategie

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Radeln unter Palmen: Das geht unter andere man der Côte d'Azur in Frankreich.

Sicheres Radfahren: Diese Länder haben die Spitzenplätze erreicht

Aus diesen Angaben wurde eine Gesamtbewertung berechnet, die als Grundlage für das Ranking dient. Hier siehst du die fünf bestplatzierten Staaten (Staat/Score in der Gesamtbewertung), das gesamte Ranking findest du am Ende des Artikels: 

  1. Schweden / 59,17
  2. Luxemburg / 57,4
  3. Niederlande / 57,38
  4. Malta / 55,8
  5. Deutschland / 52,49

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Doch was machen diese Länder auf den vorderen Plätzen besser in Sachen Sicherheit für Radfahrerinnen und Radfahrer?

Deswegen hat Schweden den Titel eingefahren

Schweden erreicht mit einem Sicherheitswert von 59,17 die Spitzenposition. Wie das möglich ist? Die Zahl der Unfälle ist in Schweden mit durchschnittlich 2,16 Todesfällen pro Million Einwohner relativ gering, und dazu verzeichnet das Land eine der niedrigsten Umweltbelastungen in Europa.

Schweden verlor allerdings auch Punkte für die Anzahl der verfügbaren Radwege, mit nur 6,9 Kilometern kartierten Routen pro Quadratkilometer, gewann aber Punkte für seine nationale Radverkehrsstrategie. Sie zielt darauf ab, langfristige und nachhaltige Verkehrslösungen zu fördern, Staus und Umweltbelastungen zu reduzieren und gleichzeitig die öffentliche Gesundheit zu verbessern.

Radfahren in der Großstadt: Ein Radfahrer radelt durch Helsinki.

​Luxemburg und Niederlande ergattern Treppchen-Plätze

Luxemburg belegte den zweiten Platz mit einer Sicherheitsbewertung von 57,4 – doch gemessen an der Menge der verfügbaren Radwege pro Quadratkilometer liegt es mit satten 446,5 Kilometern kartierten Routen auf dem ersten Platz. Hinzu kommen 1,13 Fahrrad-Todesfälle pro Jahr pro Million Menschen, eine vergleichweise geringe Zahl.

Den dritte Platz belegen die Niederlande, die einen Sicherheitswert von 57,38 erreichten. Das setzt sich so zusammen: Die Niederlande hatten den höchsten Verkehrsanteil aller 31 Länder, 27 Prozent aller Fahrten legten die Menschen in den Niederlanden mit dem Fahrrad zurück. Es gibt zwar keine nationale Radverkehrsstrategie, stattdessen werden landesweit verschiedene lokale und regionale Programme gefördert.

Weit vorm im Ranking: In den Niederlanden gibt es viele Radwege.

Die sichersten Länder zum Radfahren Europas: Ein Überblick

Doch welche Länder sind außer den bereits erwähnten besonders fahrradfreundlich? Hier die Gesamtübersicht (Land/Gesamtberechnung): 

  1. Schweden / 59,17
  2. Luxemburg / 57,4
  3. Niederlande / 57,38
  4. Malta / 55,8
  5. Deutschland / 52,49
  6. Belgien / 49,07
  7. Österreich / 47,84
  8. Norwegen / 46,4
  9. Spanien / 45,18
  10. Großbritannien / 44,36
  11. Finnland / 43,62
  12. Estland / 42,97
  13. Frankreich / 41,27
  14. Portugal / 40,66
  15. Island / 40,14
  16. Dänemark / 39,79
  17. Ungarn / 39,08
  18. Irland / 38,83
  19. Schweiz / 36,2
  20. Zypern / 35,91
  21. Slowenien / 34,42
  22. Slowakei / 30,98
  23. Tschechien / 29,21
  24. Griechenland / 24,2
  25. Italien / 24,09
  26. Lettland / 23,03
  27. Litauen / 18,48
  28. Kroatien / 17,64
  29. Rumänien / 16,03
  30. Polen / 13,98
  31. Bulgarien / 13,09