Flüge, Hotels, Mietwagen, Ferienwohnungen – der Urlaub ist im Sommer 2022 in vielen Ländern teurer als vor der Pandemie und dem Krieg gegen die Ukraine. In Deutschland ist es im Durchschnitt 25 Prozent teurer als 2019. Anfang Juni kannst du noch das ein oder andere Schnäppchen machen – Ende Juni ziehen in fast jeder Region die Preise an.

An Pfingsten und Fronleichnam sind die Preise in Europa noch relativ günstig. Welche Regionen die günstigsten Ferienhäuser und ‑wohnungen bieten, haben die Ferienhaus-Suchmaschinen „Holidu“ und „Hometogo“ sowie der Ferienhausvermittler „FeWo-direkt“ ermittelt.

So viel kostet eine Ferienunterkunft im Schnitt pro Nacht laut „Holidu“

  • Bulgarien: 80 Euro im gesamten Juni
  • Polen und Tschechien: 90 Euro Anfang Juni,100 Euro Ende Juni 
  • Ungarn: 137 Euro Anfang Juni, 163 Euro Ende Juni
  • Deutschland: 110 Euro Anfang Juni, 120 Euro Ende Juni
  • Italien: 125 Euro Anfang Juni, 143 Euro Ende Juni
  • Spanien: 137 Euro Anfang Juni, 163 Euro Ende Juni
  • Großbritannien: 166 Euro Anfang Juni, 178 Euro Ende Juni
  • Schweiz: 173 Euro Anfang Juni, 187 Euro Ende Juni

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Das kostet eine Ferienunterkunft zu Pfingsten laut „Hometogo“ und „FeWo-direkt“

Die ermittelten Preise ähneln denen von „Holidu“ stark. „Hometogo“ hat die beliebtesten Destinationen zu Pfingsten ermittelt. Laut der Suchmaschine kostet eine Nacht in Polen durchschnittlich 80 Euro, in Tschechien 93 Euro, in Italien 102 Euro, in Deutschland 116 Euro, in Spanien 113 Euro und in der Schweiz 157 Euro.

„FeWo-direkt“ hat für den reisereporter die günstigsten Regionen im Ausland aus dem eigenen Portfolio ermittelt. Die niedrigsten durchschnittlichen Tagesraten gibt es demnach in Frankreich und Italien. In dem Departement Lozère belaufen sich die Kosten auf 90 Euro, im Departement Puy-de-Dôme sowie in der Metropolregion Turin in Italien auf 95 Euro. In Deutschland ist es nur an diesen Orten günstig: Erfurt mit 79 Euro, Rhein-Hunsrück-Kreis in Rheinland-Pfalz mit 80 Euro und Kreis Aachen mit 82 Euro.

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Starke Preisschwankungen unter anderem in Spanien

Teilweise starke Preisunterschiede gibt es in einigen Ländern in den Regionen. In Spanien ist das Preisgefälle am stärksten. Wer eine Ferienimmobilie mieten will, zahlt auf Ibiza 541 Euro Anfang Juni und 689 Euro am Ende des Monats pro Übernachtung. In Formentera geht die Preisspanne von 250 bis 315 Euro und auch Mallorca (246 bis 315 Euro) sowie Menorca (228 bis 304 Euro) sind vergleichsweise teuer. Das liegt unter anderen daran, dass diese Regionen bereits gut gebucht sind. Dort sind im Juni nur noch 10 bis 15 Prozent der Ferienunterkünfte verfügbar.

Während die Balearen europaweit am teuersten sind, sind die Kanareninseln El Hierro (67 bis 72 Euro), La Gomera (66 bis 70 Euro) und La Palma (78 bis 81 Euro) europaweit am günstigsten, so „Holidu“. „Hometogo“ listet für Pfingsten folgende Preise für spanische Regionen auf: Costa Brava 121 Euro, Mallorca 202 Euro, Barcelona 283 Euro. 

Auf der Kanaren-Insel La Gomera kann man herrlich wandern – es gibt aber auch Strände, an denen sich chillen lässt.

Wo ist es in Italien im Juni am günstigsten?

In Italien sind in allen Regionen noch mindestens 30 Prozent der Ferienhäuser und Ferienwohnungen verfügbar. Am wenigsten zahlen Reisende auf Elba mit 116 bis 152 Euro und auf Sardinien mit 118 bis 146 Euro. In Südtirol (170 bis 183 Euro) und der Region um den Comer See (150 bis 170 Euro) sind die Kosten im Juni am höchsten, heißt es von „Holidu“.

Bei „Hometogo“ ist in Italien der Gardasee das beliebteste Reiseziel. Eine Nacht zu Pfingsten kostet 120 Euro. Es folgen die Toskana mit 119 Euro, Sardinien mit 105 Euro, Ligurien mit 100 Euro, die Adria mit 94 Euro und Sizilien mit 115 Euro.

Für Karibik-Strand-Feeling musst du nicht in die Karibik fahren. Auch auf Elba gibt es tolle weite Strände mit türkisem Wasser.

Die günstigsten und teuersten Regionen in Deutschland im Juni

Wer lieber Urlaub in Deutschland machen will, kann im Erzgebirge, im Bayerischen Wald, im Westerwald, im Saarland, im Hunsrück und in der Rhön Geld sparen. In diesen Regionen liegen die Preise pro Nacht bei um die 80 Euro – und mit Ausnahme der Rhön (15 Prozent) sind noch über 30 Prozent der Unterkünfte verfügbar.

Ein Trip an die Nordsee ist für 116 bis 135 Euro möglich. An der Ostsee ist es etwas teurer: Die Preise reichen von 123 bis 152 Euro. Ein Ausflug in die Fränkische Schweiz ist für knapp 90 Euro möglich. Doch hier musst du schnell zuschlagen, da laut „Holidu“ nur noch etwa 10 bis 15 Prozent der Ferienimmobilien verfügbar sind.

Beim Urlaub an der Nordsee die Seele baumeln lassen: Ein Urlauber auf Sylt genießt die ersten warmen Sonnenstrahlen.

Im Schwarzwald ist zu Pfingsten und Fronleichnam immerhin noch jede dritte Unterkunft und Ende Juni jede vierte Unterkunft zu haben. Der Durchschnittspreis liegt dort bei knapp über 100 Euro. Und am Bodensee ist laut „Holidu“ noch jede fünfte Ferienimmobilie für etwa 130 Euro pro Nacht verfügbar.

Die beliebtesten Reiseziele zum 5. und 6. Juni sind in Deutschland „Hometogo“ zufolge die Nordsee (103 Euro), Bayern (100 Euro), der Bodensee (140 Euro), Sylt (161 Euro) und das Allgäu (121 Euro).