In den meisten Fernreiseregionen unterscheidet sich das Klima deutlich von Mitteleuropa. Je nach geografischer Lage können Regenzeiten, Hitzewellen, Wintereinbrüche und Stürme für unerwünschte Überraschungen sorgen.

Für die Planung der nächsten Traumreise geben wir dir einen Überblick über die besten Reisezeiten in Neuseeland, auf den Malediven, in Thailand, Dubai, Mexiko sowie in der Dominikanischen Republik, Argentinien und Kanada.

1. Wetter und Klima in Neuseeland

Weiter weg geht es kaum: Eine Flugreise von Deutschland nach Neuseeland dauert mit einem Zwischenstopp in der Regel 24 Stunden. Urlauberinnen und Urlauber überqueren dabei den Äquator und landen auf der Südhalbkugel, sozusagen genau auf der anderen Seite der Welt.

Das bedeutet: Die Jahreszeiten sind aus europäischer Sicht vertauscht. Während der europäischen Sommersaison ist in Neuseeland Winter. Das gilt natürlich auch für Herbst und Frühling. Wenn hierzulande die Pflanzenwelt aufblüht, fallen in Neuseeland die Blätter. 

Ausblick aus der „Cathedral Cove“: Auf der Nordinsel Neuseelands ist das Klima meistens trocken und warm.

Die angenehmste Reisezeit für Neuseeland liegt deshalb zwischen November und April. Januar und Februar sind mit durchschnittlichen Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad die wärmsten Monate.

Bei der Reiseplanung sollten Touristinnen und Touristen aber auch die klimatischen Unterschiede innerhalb Neuseelands beachten. Im überwiegend flachen Norden sind die Temperaturen im Sommer deutlich höher als auf der bergigeren und regenreicheren Südinsel. Von März bis Mai ist es im Norden noch relativ warm, während es im Süden bereits abkühlt. 

In der mystischen Küstenlandschaft vom Milford Sound müssen Besucherinnen und Besucher mit Regen und kühlen Temperaturen rechnen.

Wer eine Rundreise plant und es gern warm mag, sollte den Süden Neuseelands also möglichst im Zeitraum von Dezember bis Februar erkunden und den Besuch der Nordinsel davor oder zum Schluss einplanen.

Für einen Wanderurlaub ist der neuseeländische Frühling (September bis November, 16 bis 19 Grad) die beste Jahreszeit.

2. Wetter und Klima auf den Malediven

Die weißen Sandstrände und das hellblaue Wasser machen die Malediven für viele Menschen zu einem absoluten Traumziel. Über dem Inselstaat im Indischen Ozean lacht die Sonne im Durchschnitt acht Stunden täglich.

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Inselparadies im Indischen Ozean: Die Malediven.

Die Temperaturen auf den Malediven liegen ganzjährig bei 30 Grad. Das heißt aber nicht, dass die Anreisezeit keine Rolle spielt. Auf der Inselkette herrscht tropisches Klima mit abwechselnden Monsun-Phasen. Der beste Reisezeitraum für einen regenfreien Strandurlaub liegt deshalb zwischen November und April – auch wenn es in dieser Zeit besonders voll auf den Inseln wird. Dafür ist das Wasser zum Tauchen und Schnorcheln besonders klar. 

Zwischen Mai und Oktober droht die Regenzeit den entspannten Strandurlaub auf den Malediven mit kurzzeitigen Gewittern und Stürmen zu verhageln. Surferinnen und Surfer kommen am liebsten im August und September. Dann sind die Wellen besonders hoch und die Wassertemperatur liegt bereits bei 28 Grad.

3. Wetter und Klima in Thailand

Auch in Thailand herrscht von Mai bis Oktober Regenzeit. Dann bringt der Südwestmonsun an bis zu 24 Tagen pro Monat Schauer, die häufig heftig sind, aber meistens nur kurz anhalten. Im November wechselt das Wetter allmählich. Der Nordostmonsun bringt dann trockenere und kühlere Luft. 

Das Wetter in Nordthailand

Die ideale Reisezeit in Nordthailand beginnt im Dezember und endet im Februar. Die Temperaturen liegen dann tagsüber bei 25 Grad.

Die Provinz Chiang Rai liegt im äußersten Norden Thailands. Ab März wird es dort heiß und schwül.

Aber Achtung: Nachts kühlt es oft stark ab, mancherorts auf bis zu 14 Grad. In den Folgemonaten März, April und Mai wird es mit Temperaturen von bis zu 40 Grad unausstehlich schwül und heiß.

Das Wetter in Südwestthailand

Einen größeren zeitlichen Spielraum für einen wetterfesten Urlaub haben Touristinnen und Touristen im Südwesten Thailands. Auf den Inseln Koh Samui, Koh Phangan und Koh Tao wird es mit Temperaturen um 26 Grad auch im Sommer nicht übertrieben heiß. Die beste Reisezeit ist von November bis Mai.

Lamai Beach auf Koh Samui: Die Insel im Südwesten Thailands kann das ganze Jahr bereist werden.

Doch auch danach ist ein Thailand-Urlaub noch problemlos möglich. Ab Mai nehmen zwar die Niederschläge zu, doch diese halten in der Regel nur wenige Stunden an.

Die Wassertemperaturen liegen im Golf von Thailand das ganze Jahr bei 28 Grad. 

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4. Wetter und Klima in Dubai

Im rund 4000 Kilometer entfernten Wüstenstaat Dubai gibt es praktisch nur zwei Jahreszeiten: Winter und Sommer.

Zwischen Mai und September bringen Temperaturen von über 40 Grad die meisten Mitteleuropäerinnen und Mitteleuropäer schnell an ihre Belastungsgrenze. Auch nachts kühlt es dann kaum ab. Die beste Möglichkeit für Abkühlung sind dann die klimatisierten Hotels und Shopping-Malls.

Metropole mit Wüstenklima: In Dubai wird es im Sommer unausstehlich heiß.

Eine klimatisch deutlich angenehmere Reisezeit ist von November bis Mai. Tagsüber wird es dann zwischen 24 und 35 Grad warm und es kühlt nachts auf maximal 15 Grad ab.

Die Wassertemperaturen in Dubai liegen im Jahresverlauf zwischen 21 und 32 Grad. Um Regen müssen sich Urlauberinnen und Urlauber nicht sorgen. Mit Ausnahme seltener Schauer im Winter und im Frühjahr regnet es in Dubai so gut wie nie.

5. Wetter und Klima in Mexiko

Mexiko ist landschaftlich ein unglaublich vielseitiges Land, durch das mehrere Klimazonen verlaufen. Für die unterschiedlichen Landesteile liegt die beste Reisezeit grundsätzlich zwischen November und April, da es in der Trockenzeit naturgemäß am wenigsten regnet.

Das Wetter in Nordmexiko

Im Norden Mexikos herrscht in vielen Regionen ein wüstenartiges Klima. Im Sommer wird es tagsüber extrem heiß (bis zu 38 Grad im Juli). Im Winter ist es mit Temperaturen um 20 Grad im Dezember dagegen vergleichsweise kühl. An den Küsten droht im Sommer und im Herbst die Gefahr von Wirbelstürmen.

Das Wetter in Zentralmexiko

Bei der Ankunft in Mexiko-Stadt (neun Millionen Einwohnerinnen und Einwohner) in Zentralmexiko werden viele Reisende erst von der dünnen Luft und dann von den oft niedrigen Temperaturen überrascht. Der Grund: Die mexikanische Hauptstadt liegt auf etwa 2300 Metern Höhe.

Kultur-Metropole auf 2300 Metern Höhe: Der „Palacio de Bellas Artes“ in Mexiko-Stadt.

Tagsüber liegen die Temperaturen in Zentralmexiko mit 19 bis 26 Grad das ganze Jahr über im Frühlingsbereich. Nachts fällt das Thermometer allerdings auf kühle sechs bis 13 Grad. Die kältesten Monate sind Dezember und Januar, der wärmste Monat ist der Juni. 

Das Wetter in Südmexiko

In den benachbarten mexikanischen Bundesländern Oaxaca und Chiapas herrschen ähnliche Temperaturen. Doch so mancher und manchem Reisenden bleibt schon mal die Luft weg, wenn es aus dem angenehmen Mittelmeerklima in den Bergen in die feuchten Urwälder von Chiapas geht. In Palenque, wo sich uralte Maya-Pyramiden aus dem dichten Wald erheben, ist es das ganze Jahr über extrem schwül. Im Hochland von Chiapas, zum Beispiel in San Cristóbal de las Casas, ist das Klima dagegen gemäßigt und es kühlt nachts schnell ab.

Für eine Reise durch Südmexiko müssen sich Reisende also auf wechselnde Bedingungen einstellen. Die beste Reisezeit liegt zwischen November und April. 

Das Wetter an der mexikanischen Karibik

In den Tourismus-Zentren an der Karibik, zum Beispiel in Cancún und Tulum auf der Halbinsel Yucatán, sorgt das tropische Klima bei Temperaturen zwischen 25 und 38 Grad ganzjährig für schwüle und heiße Tage. Damit die Regenzeit (April bis Oktober) den Traumurlaub nicht eintrübt, sollten Reisende bestenfalls zwischen Dezember und April anreisen.

Mexikanische Karibik: Zwischen Dezember und April bleibt es an den weißen Sandstränden von Tulum meistens regenfrei.

Doch es gibt noch ein anderes Phänomen, dass bei der Buchung berücksichtigt werden sollte: Mitte März fallen Tausende US-Studentinnen und US-Studenten in Cancún ein und feiern „Spring Break“. Wer den Partymassen aus dem Weg gegen möchte, sollte die Region in dieser Zeit meiden. Zwischen Juni und November droht außerdem die Gefahr von Wirbelstürmen.

6. Wetter und Klima in der Dominikanischen Republik

Die Dominikanische Republik ist ein ideales Ziel für die Flucht vor dem deutschen Winter. An den tollen Karibik-Stränden herrschen ganzjährig Temperaturen um 30 Grad. Das Klima teilt sich im beliebten Urlaubsland aber in zwei Bereiche auf.

Palmenparadies Dominikanische Republik: Die Temperaturen liegen fast immer bei 30 Grad.

Der Norden der „Domrep“ steht unter tropischem Einfluss. Um die Regenzeit zu vermeiden, sollten Urlauberinnen und Urlauber dort zwischen Mai und Oktober anreisen. Die Schauer und Stürme fallen in der Regel heftig, aber dafür kurz aus. Wer sich kompromissbereit zeigt und außerhalb der Hauptsaison anreist, kann mit günstigeren Hotelpreisen und weniger Touristentrubel rechnen. Wichtig dabei: Von Juli bis Oktober droht Gefahr von Unwettern und Wirbelstürmen.

Der Süden der Dominikanischen Republik mit ihrer Hauptstadt Santo Domingo und dem Tourismuszentrum Punta Cana ist dagegen trockener. Reisende sollten ihren Urlaub an der Südküste bestenfalls zwischen November und April einplanen. 

7. Wetter und Klima in Argentinien

Während des deutschen Winters ist in Argentinien Sommer. Die beste Reisezeit liegt deshalb zwischen Oktober und Januar. Doch wer gezielt einzelne Regionen bereisen möchte, sollte etwas genauer hinschauen.

Die gigantischen Iguazú-Wasserfälle liegen im Grenzgebiet zwischen Argentinien und Brasilien.

Das Wetter im Norden

Im subtropischen Norden und im tropischen Nordosten Argentiniens, in dem auch die berühmten Iguazú-Wasserfälle liegen, ist es das ganze Jahr lang heiß (24 bis 33 Grad), nass und schwül. Zwischen April und September wird es etwas kühler und trockener – das macht das Reisen angenehmer.

Das Wetter im Osten

Das Wetter im Osten des Landes, wo die Hauptstadt Buenos Aires liegt, wird durch mediterranes Klima bestimmt. Die schönste Reisezeit, um in die faszinierende Metropole einzutauchen, ist im argentinischen Frühling (September bis November) und Herbst (März bis Mai). 

Das Wetter im Westen

Den landschaftlich wunderschönen Westen Argentiniens sollten Urlauberinnen und Urlauber am besten im Sommer (Dezember bis März) bereisen. Dann herrschen meistens Temperaturen zwischen 19 und 22 Grad. Ab April sinken die Temperaturen auf unter zehn Grad. 

Das Wetter im Süden

Wer den kühlen Süden des Landes ansteuern möchte, sollte dafür ebenfalls die argentinische Sommersaison (Dezember bis März) einplanen. Mit 13 bis 14 Grad erreichen die Temperaturen in Feuerland in dieser Zeit ihr Jahreshoch. 

Patagonien ist für seine atemberaubenden Berg-Panoramen bekannt.

Für einen Abenteuerurlaub in Patagonien müssen Reisende auch im argentinischen Sommer (Dezember bis März) mit kalten Nächten rechnen. Tagsüber erreichen die Temperaturen die 20-Grad-Marke, fallen nach Sonnenuntergang aber häufig auf den Gefrierpunkt. Im Süden der Region wird es zunehmend kälter.  

8. Wetter und Klima in Kanada

Für Reisende in Kanada gilt eine Grundregel: Nur wer für einen Ski- oder Snowboardurlaub anreist, sollte das Land im Winter besuchen. Im Norden drohen im Winter starke Schneefälle und Temperaturen bis zu minus 40 Grad. Campingtouren sind dann nicht mehr möglich, zumal die meisten Sehenswürdigkeiten im Winter ohnehin geschlossen sind.

Das Wetter im Norden und im Süden

Die beste Reisezeit für einen Besuch in Kanada ist deshalb im Sommer zwischen Juni und August. Auch dann sollten Reisende aber beachten, dass sich das Klima im Norden Kanadas deutlich vom Süden unterscheidet.

Wintereinbruch in British Columbia: In Kanadas Norden schneit es manchmal auch im Sommer.

Die Durchschnittstemperaturen liegen im Norden (bis zu 25 Grad) und Süden (bis zu 30 Grad) zwar nicht weit auseinander. Doch im Norden führen kalte Polarwinde auch in der Sommerzeit häufig zu Wettereinbrüchen mit Schneefällen und Frost. Im Süden haben Reisende dagegen einen größeren zeitlichen Spielraum. Wer den Touristenmassen aus dem Weg gehen möchte, kann auch im Herbst und im Frühling anreisen.

Das Wetter im Westen

Auch für einen Besuch in Kanadas Westen müssen Urlauberinnen und Urlauber nicht zwingend im Sommer (20 bis 22 Grad) anreisen. In Vancouver ist es auch im Mai (17 Grad) und im Oktober (14 Grad) noch recht mild. In den Nächten fallen die Temperaturen allerdings auf durchschnittlich zehn (April) und acht Grad (Oktober). 

Das Wetter im Osten

Der Osten Kanadas zeigt sich im Herbst von seiner schönsten Seite. Im berühmten „Indian Summer“ (September/Oktober) leuchten die Laubwälder in prächtigen Farben.

Der CN Tower thront über der Skyline von Tonronto. Im Sommer wird es bis zu 27 Grad warm.

Die großen Städte wie Toronto, Ottawa und Montreal können am besten im Sommer erkundet werden. Tagsüber liegen die Temperaturen normalerweise zwischen 24 und 27 Grad und nachts zwischen zwölf und 15 Grad.