Vielleicht hast du dich schon darüber gewundert, dass Menschen am Flughafen 10 Euro bezahlen, um ihren Koffer von einer Maschine rundum in Plastikfolie einwickeln zu lassen. Viele Airports in Deutschland und in der Ferne bieten den Gepäckstücken, egal ob groß oder klein, diese besondere Behandlung an. Doch was bringt das eigentlich? Und wieso solltest du am Ende doch lieber darauf verzichten? 

Koffer in Folie wickeln: So erklären Flughäfen das Phänomen

In Sachen Nutzen geben die Flughäfen in Deutschland verschiedene Gründe an. Der Airport Frankfurt schreibt, dass Gepäckstücke durch die Folie besser „vor möglichen Verschmutzungen oder Kratzern“ geschützt seien. Wem ein makelloser Koffer wichtig ist, der oder die zahlt am Fraport für ein kleines Gepäckstück 10 Euro, für einen normales 12 Euro. Für Sperrgepäck werden 14 Euro fällig. 

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Ein Koffer wurde gerade frisch in Folie eingeschlagen. Diesen Service kannst du an vielen Flughäfen in Anspruch nehmen, er ist jedoch nicht unumstritten.

Der Flughafen Köln-Bonn verspricht: „Die Sicherheit Ihrer Gepäckstücke wird nach der Versiegelung erheblich verbessert.“ Meint: Koffer können nicht mehr aufplatzen, und auch die Witterung könne ihnen weniger anhaben. Zudem schütze die Folie vor „unerlaubtem Zugriff" und verhindere, dass dir jemand Schmuggelware unterschiebe. 

Reisende könnten durch die Gepäckversiegelung in bestimmten Fällen auch Geld sparen, und zwar durch „Zusammenfügen von zwei oder mehreren Gepäckstücken, wie Kartons oder Buggy und Kindersitz, Fahrräder, Gehhilfen, Rollstühle zu einem Gepäckteil – Übergepäckzahlungen werden vermieden“.

Bei Twitter gibt eine Reisende einen weiteren Hinweis, wann sich das Wrapping lohne: „Ein Koffer geht beim Flug von A nach B defekt und die Folie soll den Koffer beim Flug von B nach A schützen“, schreibt eine Nutzerin. So könne man mit einem kaputten Koffer zumindest noch bis nach Hause reisen.

Diese Gründe sprechen gegen das Wrapping

Doch viele Reisende stehen dem Gepäck-Wrapping auch kritisch gegenüber. Die kostspielige Folie schmälert die Reisekasse schließlich noch vor dem ersten Urlaubstag. Und für die Umwelt, die durch den Flug ohnehin belastet wird, bedeutet die Plastikfolie eine zusätzliche Last. 

Wegen dieses Umweltaspekts rät auch der Airport Hannover von der Extra-Schicht rund um den Koffer ab. Eine Flughafensprecherin erklärt dem reisereporter, dass die Folie zudem Probleme beim Durchleuchten des Gepäcks mit der Röntgenanlage sowie beim Transport mit der Gepäckförderanlage machen könne. Auch in den Fällen, in denen die Mitarbeitenden das Gepäck öffnen müssen, sei die Folie ein Störfaktor.