Einfach mal die Seele baumeln lassen – dafür eignet sich ein Urlaub am Meer perfekt. Seit Jahren zählt Kroatien in dieser Hinsicht zu den beliebtesten Feriendestinationen. Kein Wunder: Hier findet jeder und jede Reisende genau das, was er oder sie sucht. Belebte Strände, einsame Buchten, Naturerlebnisse oder Springbreak-Partys.

Doch es gibt einige Regeln, die du für den Urlaub kennen solltest. Ansonsten drohen Bußgelder, die deine Urlaubskasse leicht ins Ungleichgewicht bringen können.

Am Strand: Nackt baden toleriert, dann ist Schluss

An den Adriastränden in Kroatien geht es eher locker zu. FKK ist offiziell allerdings nur an ausgewiesenen Stränden erlaubt, wird oft aber auch andernorts toleriert. Hier gilt grundsätzlich: Nimm Rücksicht auf die Bedürfnisse der Mit-Strandbesuchenden.

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Eine Frau badet oben ohne in Kroatien. Vielerorts wird das toleriert, doch eigentlich ist das FKK-Baden nicht offiziell erlaubt.

Weniger Spaß versteht das Gesetz allerdings in Sachen Schäferstündchen. Wenn es am Strand zu heiß hergeht, kann das mit einer Geldbuße von bis zu 150 Euro geahndet werden. 

Zum Abkühlen eignet sich ein kühles Getränk am Strand. Dort darfst du, im Gegensatz zu vielen spanischen Küstenorten, in der Regel auch Alkohol zu dir nehmen. Auf der Insel Hvar wird Alkohol an öffentlichen Plätzen allerdings nicht gern gesehen.

Unterwegs mit Hund: Das musst du beachten

Um mit deinem Hund nach Kroatien zu reisen, muss der Vierbeiner gegen Tollwut geimpft sein. Den Heimtierausweis solltest du daher bei der Einreise und auch bei Gassirunden stets mit dir führen. Beachte dabei, dass in den meisten Ortschaften Kroatiens und somit auch an den zugehörigen Stränden Leinenpflicht besteht.

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Hund erlaubt: Ein Schild markiert, dass der Zugang zum Strand auch Vierbeinern gestattet ist.

Wollt ihr einen gemeinsamen Badetag einlegen, musst du dich mit deinem Vierbeiner außerdem mindestens 100 Meter vom offiziell ausgewiesenen Strand entfernen, denn dort sind Hunde nicht erlaubt. An den wilden Stränden inmitten der Natur dürft ihr es euch allerdings nach Lust und Laune bequem machen. Ihr sucht mehr Komfort? In Kroatien gibt es auch ausgewiesene Hundestrände. Du erkennst sie an der Beschilderung oder an dem Hundeknochen auf der Flagge.

Camping in Kroatien: Nicht in der freien Natur

Kroatien verfügt über etliche schöne Campingplätze, viele davon direkt am Meer. Zum Freistehen eignet sich das Land hingegen nicht, denn Wildcamping ist hier tabu. Vor allem in den Nationalparks wie etwa den Plitvicer Seen, wo es regelmäßige Kontrollen gibt, kann es teuer werden. Wildcamperinnen und ‑camper riskieren bis zu 400 Euro Bußgeld.

Pause erlaubt, Übernachtung allerdings nicht: Wildcamping ist in Kroatien nicht erlaubt.

Wildcamping ist in Kroatien ohnehin keine gute Idee: Noch immer gibt es, zum Beispiel im Binnenland rund um Velebit, Minengebiete aus dem Jugoslawien-Krieg, die noch nicht vollständig geräumt sind. 

Achtung: Auch auf Privatgrundstücken ist das Campen nicht erlaubt. 

Auto fahren in Kroatien: Eine Altersfrage 

Bist du älter als 25 Jahre, musst du dich mit deinem Auto an die Tempolimits auf den Straßen Kroatiens halten:

  • innerorts: 50 Kilometer pro Stunde
  • außerorts: 90 Kilometer pro Stunde
  • Schnellstraßen: 110 Kilometer pro Stunde
  • Autobahnen: 130 Kilometer pro Stunde

Wenn du die 25 Jahre noch nicht erreicht hast, gelten noch strengere Regeln. In Kroatien müssen Fahrerinnen und Fahrer unter 25 Jahren immer zehn Stundenkilometer langsamer fahren als angegeben. Ihre Promillegrenze liegt außerdem bei 0,0, Menschen über 25 dürfen bis zu 0,5 Promille im Blut haben. 

Wer Panoramafahrten mag, wird die Küstenstraßen von Kroatien lieben. Hier fährt ein Auto gerade parallel an Mittelmeer und Bergketten vorbei.

Es ist nicht das einzige Verkehrsgesetz, bei dem du umdenken musst. Auch für das Gepäck gibt es bestimmte Regeln. Aus Sicherheitsgründen darfst du keine vollen Benzinkanister im Kofferraum mitnehmen.

Zu deinem Gepäck gehören allerdings dringend Glühbirnen, denn die kleinen Ersatz-Birnen für die Scheinwerfer mitzuführen ist Pflicht, zumindest dann, wenn dein Fahrzeug nicht mit Xenon-, LED- oder Neonleuchten ausgestattet ist.

Die gute Nachricht für alle, die nur wenig handwerkliches Geschick mitbringen: Du musst nicht zwingend wissen, wie du die Glühbirnen in deinem Wagen austauscht.