Was war zuerst da: das türkisfarbene Meer oder das magische Licht? Die Antwort auf diese Frage suchten bereits vor Jahrzehnten Künstlerinnen und Kreative, die sich von beidem magisch angezogen fühlten und nach Formentera kamen. Das strahlende Türkisblau des Mittelmeers, weiß-verwaschene Felsen, grünes Dünengras und goldgelbe Sandkörner vermischen sich hier mit dem zarten Licht des Tages zu einer ganz besonderen Stimmung.

Formentera ist paradiesisch

In den 1960er und 1970er strandeten viele Hippies auf Formentera, denen Ibiza zu voll und zu groß war. Danach kamen Musikerinnen und Musiker, die sich von der grandiosen Lichtstimmung und der Naturkulisse inspirieren ließen. Pink Floyd, King Crimson, Bob Dylan, Chris Rea: Sie alle waren der Insel verfallen.

Türkisfarbenes Wasser und ellenlange Strände auf Formentera.

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Formentera ist die kleinste und auch die unbekannteste Insel der Balearen. Neben den berühmten Schwesterinseln Mallorca und Ibiza geht Formentera manchmal unter. Dabei hat die Insel trotz kompakter Größe viel zu bieten – allem voran traumhafte Sandstrände, die ihr die Beinahmen „Kleine Karibik“ oder „eines der letzten Paradiese des Mittelmeers“ verschafft haben.

Formentera ist zurückhaltend

Selbst als ab den 1980er Jahren der Massentourismus auf die Balearen kam, blieb Formentera zurückhaltend. Einen großen Bauboom gab es nie, stattdessen entstanden nur wenige touristische Zentren in Es Pujols und an der Platja de Mitjorn. Bis heute sind die meisten Strände nicht verbaut und die Natur darf sein, wie sie will.

Der Playa de Migjorn ist mit sechs Kilometern der längste Strand auf Formentera.

Selbst wenn in den Sommermonaten viele Touristinnen und Touristen nach Formentera kommen, ist es nie zu voll. Die Zahl der Unterkünfte ist bewusst begrenzt, sodass ein Massentourismus wie auf Mallorca oder Ibiza erst gar nicht möglich ist.

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Formentera ist nachhaltig

Die Insel hebt sich von ihren berühmten Schwesterinseln auch dadurch ab, dass der Schutz von Flora und Fauna mindestens genauso wichtig ist wie das Wohlbefinden der Reisenden, die auf die Insel kommen. Tourismus wird hier mit Umweltschutz verbunden.

Die Sandstrände auf Formentera haben der Insel den Kosenamen „Kleine Karibik“ verschafft.

Das beantwortet auch die Frage nach dem kristallklaren, türkisfarbenen Wasser, das Formentera umgibt: Die Küste und der Unterwasserurwald aus Neptungras wurden 1999 von der UNESCO zum Welterbe der Menschheit erklärt. Dieses Gras ist eine Art natürliche Kläranlage und sorgt dafür, dass das Wasser um Formentera so besonders ist.

Formentera ist kompakt

Vielleicht ist es auch die Größe, die die Insel so besonders macht. Denn groß meint hier tatsächlich klein. Nur 12.000 Menschen leben auf Formentera. Die Insel hat eine Ost-West-Ausdehnung von rund 23 Kilometer und eine Nord-Süd-Ausdehnung von rund 17 Kilometer.

Die schönste Fortbewegungsart auf Formentera? Zu Fuß.

Im Urlaub bedeutet das, dass du die Sehenswürdigkeiten auf Formentera relativ schnell erreichen kannst. Die Insel ist kompakt und präsentiert sich dir entspannt, eben weil lange Wege entfallen. Zu Fuß oder mit dem Fahrrad? Gerne beides, denn so entdeckst du die schönsten Seiten der Insel. Autos sind hier nicht nötig.

Formentera ist grün

Wandern ist ohnehin die schönste Fortbewegungsart auf der Insel. Quer über Formentera ziehen sich die sogenannten „rutas verdes“. Diese „grünen Routen“ führen zu bekannten und entlegenen Ecken auf Formentera und sind zwischen einem und zwölf Kilometer lang.

Die Ebene von La Mola ist ein Kalkplateau, das eine Halbinsel im Osten Formenteras bildet.

Wer will, kann die Routen auch auf dem Fahrrad oder einem Pferd erleben. Anstrengend wird der Weg nie, da die Insel flach ist, deshalb sind die Routen vielmehr ein bunter Mix aus kurzen und längeren Spaziergängen. Und wieder läuft alles langsam und entschleunigt ab.

Formentera ist gechillt

Der Rhythmus der Insel ist langsamer als auf Mallorca und Ibiza. Vielleicht liegt das an den Hippies von einst, die auch heute noch auf Formentera zu finden sind. Im zauberhaften Dorf San Fernando erlebst du ein Stück des Hippiefeelings von einst, wenn in den Sommermonaten jeden Abend bis Mitternacht ein Kunsthandwerksmarkt stattfindet.

Ein Must-See im Urlaub auf Formentera: ein Hippiemarkt.

Der Treffpunkt von San Fernando ist das Restaurant „Fonda Pepe“. Seit den 60er Jahren gehen hier die Hippies ein und aus – und jede Menge Promis. Neben Insel-Fan Bob Dylan (der zum Schachspielen herkam) waren auch Pink Floyd hier. Sie haben den Zauber von Formentera erkannt. Du auch?