Der Oslofjord mit seinen kleinen Inseln und dem regen Bootsverkehr, die Aussicht vom Holmenkollen auf die norwegische Hauptstadt, die Vielzahl an Skulpturen im weitläufigen Vigelandpark, die Fußgängerzone rund um das Karl-Johan-Gate, welches das Schloss und den Hauptbahnhof verbindet – Oslo hat für Reisende wahrlich einiges zu bieten.

Doch seit einiger Zeit ist das Stadtbild verändert. Als eine von wenigen Städten in Europa hat Oslo quasi ein anderes Gesicht erhalten – durch einen neuen Stadtteil direkt im Zentrum. Bjørvika sollten sich Touristinnen und Touristen dringend merken: Denn dort warten einige neue Highlights und Sehenswürdigkeiten, die bei keinem Oslo- oder Norwegen-Besuch fehlen dürfen.

Bjørvika in Oslo: Alle Elemente des urbanen Lebens und Highlights für Touris

Bjørvika schließt sich direkt an den Hauptbahnhof an und verbindet den Hauptbahnhof mit dem Oslofjord sowie dem Opernhaus. Die Oper wurde bereits 2008 eröffnet – doch erst jetzt wird sie zum Herzstück des neuen Stadtteils. Noch immer wird an der ein oder anderen Stelle gebaut, doch spätestens mit der Eröffnung des neuen Munch-Museums im Oktober 2021 sollte der Stadtteil bei jeder City-Tour auf dem Programm stehen.

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Bjørvika verbindet quasi alle Elemente des urbanen Lebens: Wohnraum und Arbeitsplätze wurden geschaffen, es gibt unzählige Restaurants, inhabergeführte Shops, Supermärkte und Hotels. Es locken aber auch viele Kunst-, Kultur- und Freizeitangebote – inklusive Strandleben. Über die Fußgängerbrücke Akrobaten, die den Stadtteil Grønland mit Bjørvika über die Bahngleise hinweg verbindet, sind Reisende sofort von der Innenstadt im neuen Szeneviertel.

Die Oper prägt das Bild des neuen Osloer Stadtteils Bjørvika

Rund um die Oper und nur wenige Gehminuten vom Hauptbahnhof entfernt wurde das Viertel gegründet. Die Oper selbst ist seit gut 14 Jahren Anziehungspunkt für Touristinnen und Touristen aus aller Welt. Das Gebäude soll eine Eisscholle darstellen, das Dach lädt zum Begehen ein. Von dort hast du einen wundervollen Blick auf den Oslofjord hinaus.

Die Oper wird auf der einen Seite von der Deichman-Bibliothek begrenzt, einer der ältesten der Stadt. Die Bibliothek zog 2020 mit der Hauptfiliale an den Oslofjord in ein Gebäude, das spektakuläre Aussichten erlaubt. Im Inneren findest du nicht nur eine riesige Sammlung an Büchern, sondern auch einen Raum mit Büchern, die erst in 100 Jahren veröffentlicht werden, eine Lounge, ein Kino und Werkstätten für kreatives Schaffen. 

Die Oper von Oslo prägt das Bild des neuen Stadtteils Bjørvika.

Baden im Oslofjord: Der Operastranden macht es möglich

Auf der anderen Seite der Oper wurde im vergangenen Jahr der erste innenstadtnahe Badestrand eröffnet. Im Oslofjord zu baden ist bei Norwegerinnen und Norwegern in den Sommermonaten beliebt, bisher mussten sie dafür aber aus dem Zentrum oder gar aus der Stadt heraus, da es Badestrände nur auf einigen Inseln, der Osloer Halbinsel Bygdøy oder in den Vororten von Oslo gab.

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Der Operastranden wurde künstlich aufgeschüttet und besteht zum Teil aus Sand, zum Teil aus Gras. Es gibt Sitz- und Liegemöglichkeiten und einen kleinen Spielplatz für Kinder. Treppen führen ins kalte Wasser hinein. Traust du dich?

Der einzige Strand am Oslofjord in der Innenstadt befindet sich zwischen Oper und Munch-Museum im Stadtteil Bjørvika.

Bjørvika mal anders erleben: Schwimmende Saunas auf dem Oslofjord

Wer es lieber wärmer mag, geht ein paar Meter weiter. An der Oslobukta, der Bucht von Oslo, wie dieser Teil von Bjørvika heißt, finden sich nämlich schwimmende Saunen. Der Anbieter Badstuforening hat mehrere auf dem Oslofjord schwimmende Plattformen mit Sauna-Häuschen errichtet. Hier lässt es sich in der Drop-in-Sauna mit dem besten Blick auf Fjord und Hauptstadt schwitzen. Duschen gibt es auf den Plattformen auch, viele nutzen aber den Fjord, um sich abzukühlen. 

Die Saunen findest du beispielsweise gegenüber der Oper an der Oslobukta oder auf der Halbinsel Sukkerbiten, die zu Bjørvika gehört. Die Halbinsel solltest du unbedingt besuchen. In einem in Form eines Iglus gestalteten Gewächshaus wird hier Urban Gardening auf ein neues Level gehoben, nebenan kannst du historische Ruderboote mieten, um den Oslofjord zu erkunden.

Auf dem Oslofjord wurden mehrere schwimmende Saunen eröffnet – nach dem Schwitzen kannst du dich im Fjord abkühlen.

Sukkerbiten: Eine Halbinsel als kreatives Zentrum von Oslo

An Bord der festgemachten Schiffe wie der „M/S Bjørvika“ gibt es Speisen und Kulturangebote ebenso wie im Lokal Sukkerbiten, das den Flair von Biergarten und Hipster-Café vereint. Auf Sukkerbiten gibt es zudem öfter Open-Air-Ausstellungen, sodass die Halbinsel insgesamt zu einer Art Open-Air-Museum wird.

Noch bis einschließlich 2023 können Besucherinnen und Besucher von Sukkerbiten aus den Oslofjord über eine mehr als 200 Meter lange Brücke überqueren, um in den Stadtteil Sørenga zu gelangen. Der Weg eröffnet noch einmal ganz neue Blicke auf die Stadt am Wasser. 

Auf der Halbinsel Sukkerbiten gibt es schwimmende Saunen, Urban Gardening in einem Iglu, Open-Air-Ausstellungen und einen Biergarten.

Das Munch-Museum: Ein Highlight am Oslofjord

Das große neue Highlight und der Blickfang ist allerdings das Munch-Museum, das sich an Oper und an den Operastranden anschließt. Das Museum widmet sich vor allem den Werken des norwegischen Malers Edvard Munch, der den Expressionismus in Europa und weltweit prägte. Mit elf Galerien ist es weltweit eines der größten Museen, das einem einzigen Künstler gewidmet ist – wenngleich auch Werke anderer Kunstschaffenden ausgestellt werden.

Im alten Munch-Museum mussten Kunstliebhabende hoffen, dass zur Zeit ihres Besuchs eine Version des Kunstwerks „Der Schrei“ zu sehen ist, denn nicht immer war eine ausgestellt. Im neuen Munch-Museum gibt es eine Garantie. Es verfügt über drei der acht Versionen, die es von „Der Schrei“ gibt – darunter eine Zeichnung und ein Ölbild. Sie werden im Wechsel zu sehen sein, um die Abnutzung zu verhindern.

Das neue Munch-Museum zeigt Kunst auf 13 Etagen – hauptsächlich von Edvard Munch.

In dem Gebäude gibt es zwei permanente und vier wechselnde Ausstellungen auf insgesamt 13 Etagen. Dazu ein Café, einen Kinosaal und Konzerträume. Auf der Dachterrasse können Besucherinnen und Besucher einen einzigartigen Blick über die norwegische Hauptstadt genießen.

Hochhaus-Reihe Barcode: Die neue Skyline von Oslo

Apropos riesige Gebäude mit Aussicht: Die Skyline von Oslo hat sich mit dem Bau des Stadtteils Bjørvika komplett verändert. Wer in der Hauptstadt ankommt, wird direkt die Skyline mit der Hochhausreihe Barcode sehen. Sie besteht aus zwölf sehr schmalen und unterschiedlich hohen Gebäuden mit jeweils eigenem architektonischen Stil. Durch den Freiraum dazwischen ähneln sie dem Aufbau eines Strichcodes.

In den Hochhäusern Barcode befinden sich Wohnungen, Büros, Shops, Restaurants, Bars und Kulturräume.

Barcode hat Wohnraum und Bürofläche geschaffen, aber auch für Touristinnen und Touristen lohnt sich ein Abstecher. Es gibt einige Restaurants und Bars, Einzelhandel und Supermärkte in den unteren Etagen der Hochhäuser. Auch Konzerte und Veranstaltungen wie Lesungen finden hier statt.