Die Baleareninseln Mallorca und Ibiza sind auch für ausschweifende Partys bekannt. Doch nicht immer sind diese Veranstaltungen offiziell angemeldet – und auch Urlauberinnen und Urlauber könnten, womöglich sogar unbewusst, auf illegalen Feiern tanzen.

Diese Partys sind der Balearen-Regierung ein Dorn im Auge. Als Gegenmaßnahme will sie jetzt sowohl Veranstaltende als auch Gästinnen und Gäste mit teilweise saftigen Bußgeldern belegen. 

Zuprosten unter Freunden: Kleine Feiern unter Freundinnen und Freunden sowie Familie zählen nicht zu den illegalen Partys.

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Laut dem spanischen Radiosender „Cadena SER“ geht es dabei um Strafzahlungen von bis zu 300.000 Euro, welche die Organisierenden und ihre Geschäftspartnerinnen und ‑partner zahlen müssen. Ähnlich teuer kann es für Mitwirkende wie Lieferdienste für Essen, Getränken und Festzelte werden.

Illegale Partys auf Mallorca: Diese Strafe droht Feiernden

Auch auf die Besitzerinnen oder Besitzer der jeweiligen Partylocation kommt eine Strafe von mindestens 100.000 Euro zu, heißt es in dem Bericht – es sei denn, er oder sie kann nachweisen, nichts von den illegalen Aktivitäten gewusst zu haben. Sollte die Feier in einer Ferienimmobilie stattfinden, darf der Inhaber oder die Inhaberin sie darüber hinaus in Zukunft nicht mehr an Urlauberinnen und Urlauber vermieten. 

Auch die Feiernden dieser illegalen Partys sollen zur Kasse gebeten werden: Mindestens 300 Euro müssen sie laut „Cadena SER“ zahlen.

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Kein Zutritt für Sicherheitspersonal 

Zumindest dann, wenn die Sicherheitsbeamten sie tatsächlich erwischen. Sie dürfen die Partylocation nur dann betreten, wenn ein Durchsuchungsbefehl vorliegt. Ist dies nicht der Fall, sei die Identifizierung der Partygästinnen und ‑gäste kaum durchführbar, sagte ein Politiker aus Ibiza dem Radionetzwerk „Cadena SER“. 

Heftige Bußgelder sollen abschrecken

Mit den Bußgeldern wolle man nun vor allem abschrecken, und zwar sowohl aufseiten der Gästinnen und Gäste als auch aufseiten der Veranstalterinnen und Veranstalter. „Wir haben Maßnahmen in die Wege geleitet, durch die die Verantwortlichen zweimal über die Organisation einer illegalen Party nachdenken sollen“, sagte Regierungsmitglied Mercedes Garrido.

Die illegalen Partys waren vor allem während der Corona-Pandemie immer wieder aufgefallen. Beworben wurden sie zumeist im Internet und fanden dann ohne Eintrittsgelder oder Lizenzen statt.