Lange Zeit galt der Kururlaub als altmodisch und spießig, heute liegt er immer mehr im Trend: Mehrere Hundert Kurorte gibt es in Deutschland. Und die werden längst nicht nur von Seniorinnen und Senioren besucht. Auch viele junge Menschen haben die gesunde Auszeit in Heilbädern und Kurorten für sich entdeckt.  

Wer im Alltag und im Urlaub normalerweise Action gewöhnt ist, dem fällt bei Ruhe und Entschleunigung allein aber früher oder später die Decke auf den Kopf. Doch Erholung und Action müssen sich nicht ausschließen. Schließlich kann so ein kleiner Adrenalinkick die Gesundheit ebenfalls fördern: Er treibt das Immunsystem an und fördert die Konzentration.

Der reisereporter verrät dir, in welchen Kurorten in Deutschland du eine entspannende Auszeit mit echtem Nervenkitzel verbinden kannst.

Nichts für schwache Nerven: Die Hängebrücke bei Bad Wildbad

Die Hängebrücke Wildline im Kurort Bad Wildbad spannt sich 380 Meter über das Tal Bärenklinge. Sie verbindet den Sommerberg mit dem Baumwipfelpfad und verspricht Familienvergnügen und „pures Adrenalin“. 

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Über dir der Himmel, unter dir die Freiheit. 60 Meter über dem Grund schaust du hinab auf die Wipfel der statt­lichen Schwarz­wald­tannen, die hier seit 100 Jahren stehen.

Die Hängebrücke Wildline bei Bad Wildbad.

Von der Fußgängerhängebrücke aus hast du bei gutem Wetter einen atemberaubenden Blick über die Kurstadt Bad Wildbad. Dort kannst du dich bei Massagen, einem Bad in reinem Thermalwasser oder in der Sauna erholen und neue Kraft tanken.

Entdeckungstour mit allen Sinnen: Der Barfußpfad in Bad Orb

Mit einer Länge von 4,5 Kilometern gilt der Barfußpfad in Bad Orb als der längste seiner Art in Deutschland. Im hessischen Spessart kannst du auf großen Schwebebalken balancieren, deinen Füßen auf Baumstämmen eine natürliche Massage gönnen und im Schlammfeld die Geschicklichkeit trainieren. Langweilig wird dir und deinen Füßen an den über 30 Stationen sicherlich nicht. 

Entspannen und durchatmen kannst du in dem Kurort dagegen im vor mehr als 100 Jahren angelegten Kurpark oder in einem Hotel bei der indischen Heilkunst des Ayurvedas. Besonders bekannt ist auch die Toskana-Therme, die mit Solequellen für federleichte Entspannung sorgt.

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Abenteuer in zwölf Metern Höhe: Der Hochseilgarten in Oberwiesenthal

Herausforderungen wie die Riesenstrickleiter, die Felswand oder der Giant Swing erwarten dich im Hochseilgarten in Oberwiesenthal. In dem Kurort in Deutschlands höchstgelegener Stadt können Kletterer einen Parcours in zwölf Metern Höhe bezwingen. Nervenkitzel ist beim Balancieren auf den wackeligen Drahtseilen und auf dicken Baumstämmen quasi garantiert. 

Im Erzgebirge an der Grenze zu Tschechien gelegen, ist Oberwiesenthal staatlich anerkannter Luftkurort – das Gebirgsklima fördert nachweislich die Gesundheit. Nach einer Wanderung, einer Radtour oder eben einer Kletterpartie im Hochseilgarten kannst du deine müden Muskeln in den Heilbädern und Thermen im Kurort entspannen und neue Kraft für das nächste Abenteuer tanken.

Achterbahn-Action: Der Heide-Park Soltau

Als Kurort ist Soltau für die Therme mit großer Sole-Halle, Saunalandschaft und modernen Solarien bekannt. Im 36 Grad warmen Sole-Wasser kannst du den Alltag vergessen und anschließend in der Blockhaussauna oder der Erdsauna den Stress ausschwitzen. 

Wenige Kilometer entfernt lässt dich eine andere Einrichtung den Alltag vergessen: der Heide-Park Soltau. Im zweitgrößten Freizeitpark Deutschlands kannst du dir in Europas höchster und schnellster Holzachterbahn „Colossos“ und anderen spektakulären Achterbahnen den ultimativen Adrenalin-Kick abholen.

Die Achterbahn „Flug der Dämonen“ im Heide-Park Soltau.

Indoor-Kletterspaß: Die Kletterhalle in Bad Sachsa

Das milde Klima der Region und die frische Luft aus den umliegenden Orten fördern im Kurort Bad Sachsa schon bei einem Spaziergang die Gesundheit. Mit der Salzlounge Bad Sachsa und der großen Saunalandschaft im Salztal-Paradies Bad Sachsa gibt es mitten in der Innenstadt aber auch spezielle Orte zum Durchatmen, Wohlfühlen und gesunden Saunieren.

Echte Action findest du dagegen auf über 300 Quadratmetern in der Clip-’n-Climb-Harz-Fun-Kletterhalle mit außergewöhnlichen Challenges für jedes Alter und jedes Level. An insgesamt 26 verschiedenen Hindernissen können Besucherinnen und Besucher ihr Klettergeschick unter Anleitung versuchen. 

Besondere Highlights sind unter anderem die Freifallrutsche und ein Sprungturm. Und weil die in einer Halle stehen, kannst du dir deinen Adrenalin-Kick im Kurort Bad Sachsa auch bei schlechtem Wetter abholen.

Rasante Reise: Die Megazipline bei Hasselfelde

Inmitten von Wald, Bergwiesen und Wasser liegt im Harz der idyllische Luftkurort Hasselfelde. Hier gibt es für Gästinnen und Gäste umfassende Kurprogramme, um Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Atemwegsbeschwerden zu behandeln.

Wenige Kilometer entfernt kannst du bei einem Besuch die frische Gebirgsluft auf eine etwas andere Art und Weise erleben. 120 Meter über dem Abgrund der Rappbodetalsperre erwartet dich die größte Doppelseilrutsche Europas: die Megazipline von Harzdrenalin. 

Megazipline im Harz: Über einen Kilometer Länge fliegst du mit der Doppelseilrutsche.

Mit 85 km/h saust du in einem Sicherheitsgeschirr über einen Kilometer über die Talsperre hinweg – da soll noch mal jemand behaupten, eine Kur müsse langweilig sein.